Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
19.08.2017 - 19:11
Foto: EPA

Google soll zweifelhafte Löschanträge akzeptieren

14.07.2014, 09:12
Beim Umsetzen des Urteils zum "Recht auf Vergessenwerden" im Internet gibt der Suchmaschinenbetreiber Google einem Zeitungsbericht zufolge auch zweifelhaften Anträgen statt. Die Prüfung der einzelnen Fälle werde vernachlässigt und im Zweifel würden die Eingaben positiv beschieden, berichtete die "Welt am Sonntag".

Die Zeitung berichtete, sie habe testweise einen bewusst fehlerhaften Löschantrag gestellt, der positiv beschieden worden sei. Das Blatt berief sich zudem auf Angaben des deutschen Medienrechtlers Christian Solmecker.

Dieser sagte der Zeitung, seine Kanzlei habe für Mandanten Löschanträge gestellt, darunter auch solche mit eher zweifelhafter Begründung. "Alle sind durchgekommen." Seiner Einschätzung nach löschten die Google- Mitarbeiter "mehr, als sie müssten".

Google weist Berichte mangelnder Sorgfalt zurück

Der Sprecher von Google Deutschland, Klaas Flechsig, wies die Darstellung zurück. "Es liegen uns keinerlei Anhaltspunkte vor, dass die erhobenen Vorwürfe berechtigt wären", sagte er zur Nachrichtenagentur AFP. Bei der Umsetzung des Urteils müssten "wichtige Abwägungen" getroffen werden. Google tue sein Möglichstes, um "die bestmögliche Balance zu finden". Jeder Fall werde einzeln betrachtet, versicherte Flechsig.

Er verwies zugleich darauf, dass die Angelegenheit noch relativ neu sei. "Die Abläufe werden sich im Zeitverlauf weiter entwickeln, auch unter Einbeziehung des Feedbacks, das wir erhalten."

EU- Gerichtshof forderte Löschung auf Antrag

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte im Mai geurteilt, dass Privatleute ein "Recht auf Vergessenwerden" im Internet haben. Daher müssen Suchmaschinenbetreiber nun auf Antrag Links aus ihren Suchergebnissen streichen, wenn Angaben auf den verlinkten Seiten die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen verletzen.

Die fraglichen Links werden allerdings nur in Europa unsichtbar gemacht. Auf der Internetseite erscheint zudem ein Hinweis, dass das Suchergebnis verändert wurde. Wer Google außerhalb von Europa benutzt, bekommt weiter alle Links angezeigt.

Ein Beirat mit unabhängigen Fachleuten soll den US- Internetkonzern künftig in Bezug auf das Urteil und dessen Auswirkungen beraten. Das kündigte Google- Chefjustiziar David Drummond in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" an (siehe Infobox). Von deutscher Seite gehört die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser- Schnarrenberger dem Gremium an. Die Gruppe nimmt nach Flechsigs Angaben "demnächst" die Arbeit auf und soll Anfang 2015 Erfahrungen und Schlüsse in einem Bericht veröffentlichen.

14.07.2014, 09:12
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum