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18.08.2017 - 18:20
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Bug in Google Maps: War der Killer im falschen Haus?

11.02.2013, 15:15
Ein Fehler in Googles Kartendienst Google Maps könnte einen Auftragsmörder zur falschen Adresse geführt haben. Schien es zunächst so, als hätte der bereits in Haft sitzende Sohn des ermordeten Ehepaars den Doppelmord begangen, sprechen neue Erkenntnisse jetzt dafür, dass er möglicherweise unschuldig ist. Der Anschlag könnte eigentlich einem nebenan wohnenden Bankdirektor gegolten haben.

Der Sohn der Ermordeten soll selbst die Polizei gerufen haben, nachdem er die Leichen seiner Eltern in deren Haus im US- Bundesstaat Wisconsin entdeckt hatte, berichtet das IT- Nachrichtenportal "WinFuture"  unter Berufung auf US- Medienberichte. Allerdings sprachen mehrere Indizien dafür, dass der Sohn selbst der Täter war. So konnte er zum einen kein stichhaltiges Alibi für den Tatzeitpunkt vorweisen, zum anderen hatte er am Morgen nach der Tatnacht 50.000 US- Dollar vom Konto seines Vaters behoben und dafür die Unterschrift des Verstorbenen gefälscht.

Für Ermittler war klar: Der Sohn ist der Täter

Für die Ermittler lag deshalb auf der Hand, dass der Sohn der Täter war. Er wurde schuldig gesprochen und zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt. Allerdings gab es auch Insider, die nicht an die Schuld des jungen Mannes glaubten. Einer von ihnen ist John Christophersen, Ermittler beim Justizministerium Wisconsin. Er behauptet im Gespräch mit dem TV- Sender CBS , dass am Tatort keinerlei Beweise für die Schuld des Sohnes gefunden worden seien. DNA- Spuren fehlten, die Verurteilung erfolgte ausschließlich auf Basis von Indizien.

Während des Prozesses hatte auch der Anwalt des Mannes zu bedenken gegeben, dass sein Mandant wohl kaum so dumm gewesen wäre, am Tag nach dem Mord an seinem Vater Geld von dessen Konto zu beheben. Zudem habe der junge Mann zu Protokoll gegeben, in der Vergangenheit schon öfter die Unterschrift seines reichen Vaters gefälscht zu haben, wenn er in Geldnot war.

Täter war womöglich verirrter Auftragskiller

Wie die Recherchen des TV- Senders ergeben, wurde eine wichtige Spur in dem Fall während des Verfahrens ignoriert: Der Nachbar der Mordopfer, der Chef einer örtlichen Bankfiliale, hatte zu Protokoll gegeben, bereits mehrmals Morddrohungen erhalten zu haben. Weil der Mann, der den Bankdirektor bedroht hatte, aber ausfindig gemacht werden konnte und ein stichhaltiges Alibi hatte, wurde dieser Spur keine weitere Beachtung geschenkt.

Nun vermutet der TV- Sender, in Google Maps den wahren Grund für den Doppelmord am Ehepaar Koula gefunden zu haben. Gibt man nämlich die Adresse des Nachbarn der Opfer in Googles Kartendienst ein, so führt das Online- Tool zum Haus der Koulas. Deshalb kursiert nun die Theorie, der Sohn sei unschuldig und ein verirrter Auftragsmörder, der eigentlich den Bankdirektor nebenan töten wollte, für den Tod der Koulas verantwortlich sein könnte. Es braucht allerdings weitere Ermittlungsarbeit, um dieser neuen Spur auf den Grund zu gehen.

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11.02.2013, 15:15
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