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20.08.2017 - 15:25
Foto: thinkstockphotos.de

Wenn Joghurt zur Zuckerfalle wird

06.06.2017, 06:00

Milch ist ein wertvolles Lebensmittel und liefert wichtige Nährstoffe wie Eiweiß oder Kalzium. Wer gerne zu Joghurt, Milchdrinks oder Topfencreme greift, sollte jedoch aufpassen: Diese Produkte enthalten laut neuester Studie oftmals zu viel Zucker!

Da will man sich oder seinen Kindern etwas Gutes tun, und landet in der Zuckerfalle! Denn über 70 Prozent der in Österreich erhältlichen Milchprodukte zum Trinken und Löffeln sind weder der Gesundheit noch der Figur zuträglich. Der durchschnittliche Zuckergehalt bei Joghurts, Topfencremen oder Milchdesserts liegt laut aktuellen Studienergebnissen von SIPCAN (Institut für ein gesundes Leben) bei 13,38 g pro 100 g. Das entspricht 3,5 Zuckerwürfeln. Molke oder Milchmischgetränke weisen bei 10,96 g (2,9 Zuckerwürfel) pro 100 g bzw. ml auf. Ein halber Liter davon getrunken bedeutet somit einen Konsum von 14 Zuckerwürfeln in kurzer Zeit. Wer einen großen Becher Joghurt löffelt, verzehrt damit gleichzeit sogar 17 Stückchen des "weißen Goldes".

Immer Zuckergehalt beachten!

"In Milchprodukten versteckt sich mehr Zucker als in so mancher klassischen Limonade. Um der Übergewichtsepidemie sowie Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes entgegen zu treten, ist es aber wichtig, dessen Aufnahme zu reduzieren und vor allem als versteckten Inhaltsstoff für Konsumenten sichtbar zu machen", erklärt der Präsident der Österreichischen Diabetes Gesellschaft Univ.- Prof. Dr. Hermann Toplak. "Achten Sie auf die Angaben am Etikett! Ein Milchprodukt sollte maximal 12 g Zucker pro 100 ml bzw. g enthalten. Mit dieser einfachen Regel können Sie Süßes einsparen, ohne auf Genuss zu verzichten." Studienleiter und Vorstand von SIPCAN Univ.- Prof. Prim. Dr. Friedrich Hoppichler betont: "Unser Ziel ist es, mit der Milchliste  eine praktische Orientierungshilfe im Alltag zu bieten und gleichzeitig bei Produzenten und Handel ein Umdenken zu erreichen."

Eva Greil- Schähs, Kronenzeitung

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