Was tun bei Cellulite?

26.04.2017, 09:18
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Wenn Frauen darunter leiden, dass dellenförmige Veränderungen an ihren Oberschenkeln und am Gesäß an die Oberfläche einer Orange erinnern, dann sind Hormone schuld, wie Facharzt Univ.- Prof. Dr. Erich Müller- Tyl erklärt.

Schon in jungen Jahren kann diese, Cellulite genannte, Erscheinung bei schwachem Bindegewebe oder Übergewicht auftreten. Mit zunehmendem Alter sind allerdings fast 90 Prozent aller Frauen davon betroffen.

Ursache ist eine Verschiebung des natürlichen Gleichgewichtes zwischen weiblichen und männlichen Sexualhormonen im Gewebe. Zwar kann auch bei Männern Cellulite auftreten, die hormongesteuerte Form zeigt sich jedoch nur bei Frauen. Erklärung: Das normale Fettgewebe unter der Haut ist gitterförmig von bindegewebigen Strängen durchzogen. Diese werden unter dem Einfluss der männlichen Hormone (Androgene) gebildet und verhindern Cellulite. Fällt der Androgenspiegel ab, baut sich dieses Gitter nach und nach zurück. Gleichzeitig sorgen weibliche Hormone (Östrogene) für die Vermehrung von Fettpölsterchen und Lymphstau - die "Orangenhaut" wird sichtbar . . .

Daher dient für die Behandlung ein sogenannter Hormonstatus als Basis: Der Arzt bestimmt aus dem Serum die hormonelle Situation. Für einen normalen Befund entscheidet nicht nur die jeweilige Menge dieser Substanzen, sondern auch deren Verhältnis zueinander. Zudem kann zwar ein hoher Testosteronwert vorliegen, die Konzentration in einzelnen Geweben aber trotzdem zu gering sein. Das Schlüsselwort in diesem Zusammenhang heißt Aromatase. Dieses Enzym wandelt das Testosteron in Östrogen um. So können niedrige Androgen- und hohe Östrogenspiegel im Gewebe entstehen. Aber auch andere Stoffe spielen hier eine Rolle.

Aus dem komplizierten Zusammenspiel der Hormone ist zu ersehen, dass auch die Beseitigung der Cellulite von dieser Seite her erfolgen muss. Unzählige Frauen haben ja erlebt, dass weder intensiver Sport noch irgendeine Diät wirklich etwas gegen Orangenhaut ausrichten kann. Eine maßgeschneiderte Therapie kann sowohl systemisch (Injektionen) als auch lokal (Cremen, Gels) erfolgen. Kompetente Ärzte sind in der Lage, die Ausprägung der Cellulite entscheidend zu reduzieren. Wichtig ist dabei allerdings, natürliche (bioidente) Hormone zu verwenden.


Informationen:
01/368 69 00, www.mueller- tyl.at


Dr. med. Wolfgang Exel, Kronen Zeitung