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Koller: Pleite wirft ÖFB- Team nicht aus der Bahn

Auch wenn die österreichische Fußball-Nationalmannschaft das Länderspieljahr mit einer Niederlage beschlossen hat, Nervosität löst das 1:2 gegen seine Schweizer Landsleute bei Teamchef Marcel Koller sieben Monate vor der EM-Endrunde in Frankreich keine aus. "Ich bin überzeugt, dass wir den Weg wieder finden werden", betonte Koller am Mittwoch. Möglicherweise sei die Niederlage, die erste seit genau einem Jahr, nicht einmal zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen. "Vielleicht ist es nicht schlecht, wenn man mal verliert, dass man zurückkommt, das mit den Spielern analysiert und wieder den Fokus findet", meinte Koller.

Mit Torhüter Robert Almer,  Zlatko Junuzovic,  Martin Harnik  und Marc Janko  fehlten nicht weniger als vier Stammspieler. Dazu verletzte sich nach einer Minute auch noch Innenverteidiger Sebastian Prödl  an der Wade. "Es gibt schon Nationen, die auch vier Ausfälle ausgleichen können. Das ist aber sicher nicht Österreich und auch nicht die Schweiz", meinte Koller.  Die Qualität der Ersatzleute könnte auch bei der EM eine große Rolle spielen. "Es ist wichtig, dass die, die hinten dran sind, sehen, was nötig ist", sagte der Teamchef über Marcel Sabitzer  oder Jakob Jantscher. 

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"Wir waren über das ganze Spiel besser"

Zu den Verletzungen sei die fehlende Spielpraxis von Mittelfeldmann Julian Baumgartlinger  gekommen. Auch Prödl- Ersatz Martin Hinteregger  war in Salzburg zuletzt nicht regelmäßig im Einsatz. "Das muss man berücksichtigen, soll aber keine Ausrede sein." Mit der Leistung war der Teamchef nicht unzufrieden. "Wir waren über das ganze Spiel besser, aber man muss auch die kleinen Dinge konzentriert umsetzen, um weiter ganz vorne dabei zu sein", forderte der 55- Jährige. Eckbälle etwa seien nicht gut ausgeführt worden. "Wir haben Fehler drinnengehabt. Ich verliere nicht gerne, daher bin ich etwas verärgert."

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Größere Experimente im Kader unwahrscheinlich

Mit Verbesserungen muss sich Koller gedulden. Die nächsten Länderspieltermine gibt es erst in vier Monaten. Bis dahin will der Teamchef nach der EM- Auslosung am 12. Dezember in Paris einen auf die Gruppengegner abgestimmten Plan festgelegt haben. "Im März wird die Zeit kürzer mit zwei Spielen, da ist für Trainings nicht viel Raum", sagte der Teamchef. Umso wichtiger sei es, "dass die Spieler in ihren Klubs Selbstvertrauen und Spielpraxis bekommen". Größere Experimente im Kader dürfte es im Frühjahr nicht mehr geben. Seine diesbezügliche Politik bezeichnete Koller als "sehr konservativ.

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Alternative Gregoritsch? "Mal sehen, wenn es die Zeit erlaubt"

Die, die wir schon öfter dabei haben, haben großes Vertrauen." Für neue Spieler dürfte es also schwierig werden, sich noch in das EM- Aufgebot zu spielen. Koller: "Dass sich jetzt noch welche aufdrängen, die wir noch gar nicht kennen, ist unwahrscheinlich." Das U21- Team hat Koller allerdings im Blickfeld. Die Torserie von HSV- Stürmer Michael Gregoritsch in der Nachwuchsauswahl ist ihm nicht entgangen. In den fünf bisherigen EM- Quali- Spielen traf der Trainersohn neunmal. Im A- Team stand der 21- Jährige zuletzt zweimal auf Abruf - laut Koller auch aus Rücksicht auf die U21. "Mal sehen, wenn es die Zeit erlaubt, ob er dazupasst, ob er sich einfindet und dann vielleicht auch bei uns Tore schießt", sagte der Schweizer.

Onisiwo und Kainz: "Jetzt sind sie Nationalspieler"

Ihr Länderspiel- Debüt gaben gegen die Eidgenossen Mattersburgs Karim Onisiwo und Rapids Florian Kainz. Beide waren durch Absagen in den Kader nachgerückt. "Wichtig wird auch für sie sein, dass sie ihre Leistung im Klub bestätigen", betonte Koller. Beide sollten dort eine Führungsrolle übernehmen. "Das ist jetzt auch ein bisschen eine andere Sichtweise. Jetzt sind sie Nationalspieler. Es wird interessant zu beobachten, wie sie mit ein bisschen erhöhterem Druck umgehen können."

AG/red
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