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Chiles "goldene Generation" im nächsten Finale

Chile feiert nach dem Halbfinalsieg gegen Portugal beim Confederations Cup wieder einmal seine "goldene Generation". Der dritte Finaleinzug in Folge löste großen Jubel in der Heimat aus. Zum Helden wurde am Mittwoch in Kasan erneut Claudio Bravo. Der Torhüter zeigte sich in einer Elfer- Entscheidung zum wiederholten Mal von seiner besten Seite. Nun will "La Roja" in Russland auch den Titel.

"Was er getan hat, ist gewaltig. Nicht nur heute", schwärmte Chiles Antreiber Arturo Vidal über seinen Schlussmann, der nach torlosen 120 Minuten im Elferschießen die drei ersten Versuche des Europameisters entschärfte. Da alle Chilenen trafen, war die Entscheidung schnellstmöglich gefallen. Superstar Cristiano Ronaldo, der wohl als fünfter Schütze der Portugiesen antreten sollte, wurde durch Bravos Paraden zur Tatenlosigkeit verurteilt.

Schon bei den Finaltriumphen bei der Copa America 2015 und 2016 hatte Chile im Elfmeterschießen gewonnen - jeweils gegen Argentinien. Und jeweils erwies sich Bravo als Elfer- Schreck. Der bei Manchester City in der vergangenen Saison nicht unumstrittene 34- Jährige hatte die ersten beiden Confed- Cup- Spiele verletzungsbedingt noch versäumt.

"Ich wusste, was ich zu tun habe. Natürlich sind wir nun glücklich, den Europameister gestoppt zu haben", sagte der als "Man of the Match" ausgezeichnete Bravo nach seinen Heldentaten. Bei seinem Auftritt vor der Presse trat er weit weniger spektakulär als zuvor auf dem Rasen auf. "Ich fühle mich so, wie ich mich immer fühle. Ich nehme die Dinge ruhig", sagte Bravo mit ausdruckslosem Gesicht.

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Feurig geht es bei Chile indes auf dem Spielfeld zu. Die schon ein wenig in die Jahre gekommene Mannschaft um die Stars Arturo Vidal (Bayern München) und Alexis Sanchez (Arsenal) erarbeitet sich die Erfolge durch aggressive Spielweise. Vidal und Sanchez spielen wie Gary Medel und Mauricio Isla seit Jahren zusammen, wie Ersatzkeeper Cristopher Toselli standen sie schon bei der U20- WM 2007 im Aufgebot. Gegner war vor zehn Jahren in Kanada auch Österreichs Nachwuchs.

Im Confed- Cup- Finale am Sonntag (20 Uhr) in St. Petersburg könnte auf Chile nun ein weiteres Duell mit Weltmeister Deutschland warten. Die Deutschen spielen gegen Mexiko um den Einzug ins Endspiel. Auf die DFB- Auswahl trafen die Chilenen bereits in der Gruppenphase, das Spiel endete 1:1.

Für Chiles Teamchef Juan Antonio Pizzi war klar, dass seine Elf verdient die Reise in die Zarenstadt einplanen kann. So trafen die Roten in der 119. Minute zweimal Metall, kurz davor kam es zu einer Elfer- reifen Szene im portugiesischen Strafraum. Der Video- Referee blieb aber von sich aus untätig.

"Die Spieler sind stolz, Chile zu vertreten. Wir sind demütig ob der großen Verantwortung, die wir tragen", betonte Pizzi. Chiles Staatspräsidentin Michelle Bachelet gab die Marschroute via Twitter vor: "Bereitet Chile weiter Freude und schreibt Geschichte."

Redaktion
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