Deine Frage wurde mehr als umfassend beantwortet. Nachdem Du das aber abstreitest, hier nochmals:
Zitat
Mich würde v.a. interessieren, in welchem Abschnitt genau das von Dir Behauptete steht, also dass JEGLICHER Datenverkehr auch zwischen Privatpersonen überwacht und kontrolliert werden soll. Genauen Wortlaut bitte. Und bitte auch den genauen Wortlaut der nationalen Gesetze, die solches gestatten würden.
Nachdem ACTA nur ein Rahmenvertrag ist, kann das von Dir geforderte natürlich nicht drinnen stehen. Und nationale Gesetze müssten erst geschaffen werden - bzw. noch schlimmer, es wird der Provider in die Pflicht genommen, da kann noch mehr vereinbart werden als gesetzlich durchzubringen wäre.
Du findest hier eine dokumentierte Fassung von ACTA. Ich zitiere daraus mal:
Nichts davon beantwortet meine Frage. Zusammenfassend: das, was Du behauptest, was passieren würde - nämlich die Totalüberwachung von absolut JEDEM - wird weder im ACTA-Text gefordert, noch existieren überhaupt rechtliche Rahmenbedingungen, die so etwas tatsächlich erlauben würden.
Weiters gebe ich zu bedenken, daß sich auch die Wirtschaft gegen ACTA ausspricht.
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Weiters gebe ich zu bedenken, dass ohne Urheber- und Markenschutzrechte Europa bzw. die westliche Welt im Ganzen schön blöd aus der Wäsche gucken würde.
*lol* - ja, sicher die IT- und Internetwirtschaft. Also genau die, die von der Umgehung von Eigentümer- und Markenrechten wahrscheinlich profitieren. Da würd' ich auch plärren.
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Ach, ich hab' mich inzwischen schon schlau genug gemacht. Und wahrscheinlich weiß ich inzwischen mehr als 90% der Leutchen, die da draußen gegen ACTA protestieren und Leuten wie Dir nachrennen, die wieder mal völlig unnötige Panik verbreiten.
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Und dass die Politik bzw. die Politiker (allen voran die Links- und Grüntruppen sowie die Kommunisten-Freunde und in ihrem Gefolge der kümmerliche Rest der angeblich liberalen und konservativen Waschlappen) sich wieder mal vom Gesinnungsterror der Straße in die Hose machen, wundert mich nicht.
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Abschließend: ich "befürworte" ACTA keineswegs. Ich bin lediglich der Meinung, dass endlich passende Instrumente geschaffen werden müssen, die verhindern, dass das Internet eine Art rechtsfreier Raum ist.
Es kann sich NIEMAND hinter falschen ID's oder Nicks verstecken. Es geht um IP-Adressen. Die im übrigen selbst bei Anonymisierungsdiensten wie TOR nicht mehr wirklich zuverlässig geschützt sind.es ist keine freiheit ungehemmt und ungestraft urheberechtlich geschützte werke runterzuladen, es ist auch keine freiheit sich hinter falschen id´s und nicks zu verstecken und zu hetzen, zu lügen, daten und informationen zu stehlen oder betrügereien zu begehen...
Deine Frage wurde mehr als umfassend beantwortet. Nachdem Du das aber abstreitest, hier nochmals:
Nachdem ACTA nur ein Rahmenvertrag ist, kann das von Dir geforderte natürlich nicht drinnen stehen.
Und ACTA will ja gerade die rechtlichen Rahmenbedngungen schaffen, die lt. Dir noch nicht existieren. Das ist also ein Pseudo-Argument.
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ACTA aber zielt in eine völlig andere Richtung: Es soll JEDER überwacht werden, JEGLICHER Internetverkehr soll mittels DPI kontrolliert werden. Diese Überwachung soll lt. ACTA schon beim Provider geschehen, der soll gezwungen werden, sämtliche technische Mittel bereitzustellen.
Du behauptest also jetzt, daß:
- die Musikindustrie wichtiger ist als die Internetindustrie
- die gesamte Internetindustrie auf Urheberrechtsverletzungen beruht.
Sorry, aber bei derart dümmlichen Argumenten steig ich aus. Das lass ich jetzt einfach so stehen.
Ich habe Dir mehr als einmal erklärt, warum das so ist. Das hat rein technische Gründe, anders als mittels DPI KANN ein Datenpaket nunmal nicht überwacht werden.
Gut: dass "JEDER" überwacht werden soll, dass "JEGLICHER" Internetverkehr mittels DPI kontrolliert werden soll, behauptest DU, es steht aber in ACTA so nicht drinnen. Und Gesetze, die so etwas erlauben würden, existieren nicht.
Also?
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Doch ist das überhaupt realistisch? Lassen Sie es mich mit einer sprichwörtlichen Analogie versuchen: Genauso könnte man morgen die Post für alles zur Verantwortung ziehen, was ihre Kunden in Briefen und Paketen um den Globus versenden. Egal ob das nun eine illegal kopierte CD, Drogen oder Briefbomben wären. Ein solches Gesetz hätte zur Folge, dass künftig jeder Brief und jedes Paket geöffnet und genauestens auf seinen Inhalt hin überprüft werden müsste. Das würde vielleicht den Arbeitsminister freuen, denn so etwas klingt nach einer Maßnahme zur Vollbeschäftigung im Lande. Doch zahlen die Rechteinhaber für die zu leistende Mehrarbeit? Wer kümmert um die Ausbildung, um Urheberrechtsverstöße oder andere Delikte überhaupt rechtssicher zu erkennen? Ist das verpackte Parfum echt, oder nur eine Nachahmung? Darf der Kunde dieses Medikament bestellen oder hat er es ohne Verschreibung erstanden? Und selbst wenn geschützte Werke in Briefen und Paketen entdeckt werden: Woher nimmt die Post das Wissen, ob der Absender nicht vielleicht das Recht dazu hatte, das entdeckte Werk zu versenden?
Nehmen wir an, ein Kunde wird fälschlicherweise der Rechteverletzung beschuldigt. Wie würde die Post vor Regressforderungen, etwa für nicht übermittelte Briefe, ungerechtfertigten Abmahnungen oder die Schmach, eine Nacht unschuldig in Untersuchungshaft gesessen zu haben, geschützt?
Internet-Zugangsanbieter stehen vor genau dem selben Problem:
Technisch wäre es möglich, Datenpakete automatisiert auf bestimmte Inhalte zu durchsuchen. Nichts anderes geschieht bei einem Virenscanner, der jedes ein- und ausgehende Bit auf verdächtige Signaturen überprüft. Ein solcher „Content-Scanner“ müsste aber mehr können als nur bekannte Signaturen zu erkennen. Er müsste in der Lage sein, Musik, Texte und Bilder eindeutig zu identifizieren. Und nicht nur das, er müsste auch erkennen können, ob der jeweilige Nutzer an eben diesem Werk auch wirklich keinerlei Rechte besitzt, die es ihm erlauben würden, das Werk in diesem Moment per E-Mail zu versenden, es auf irgend eine Webseite zu stellen oder sonst wie digital mit einem oder mehreren Empfängern zu teilen.
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Laut einem internen Protokoll aus dem EU-Ministerrat, ist ACTA eine Blaupause für eine weltweite Zensur. Leider sind nur wenige Menschen bereit, sich der vollkommenen Überwachung in den Weg zu stellen, man hat ja schließlich nichts zu verbergen?
Wenn Menschen Ihre Persönlichkeitsrechte einfordern, keimt bereits der Verdacht auf, dass irgendetwas nicht stimmen kann, sonst würde man sich ja nicht sträuben. Das einige Menschen einfach das Recht auf Privatsphäre wollen, scheint hier unverständlich.
Bei Acta werden die Provider verpflichtet eine Deep Packet Inspection durchzuführen, welche bei Wikipedia wie folgt beschrieben wird:
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DPI wird derzeit meist in Enterprise-Anwendungen bei Providern, oft im Auftrag von Regierungen, in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt. Es ermöglicht eine erhebliche Absicherung des Informationsflusses, wird aber auch zur Vorratsdatenspeicherung, zum Abhören und Sammeln von Informationen und zur Zensur im Internet eingesetzt. Kritiker befürchten auch, dass die DPI Technik in Zukunft dahingehend genutzt werden könnte, die Netzneutralität des Internets einzuschränken.[1]
Ohne eine entsprechend genaue Überprüfung der gesendeten Pakete, würde sich das Abkommen nicht durchsetzen lassen. Im Umkehrschluss bedeutet es nichts anderes als einen “Generalverdacht” und das jedes Päckchen was Sie verschicken, geöffnet und durchsucht werden wird.
Hier geht es um die Abwägung von verschiedenen Rechten bzw. die Frage, welche schwerer wiegen. Ganz einfach.
Meiner Meinung nach wiegt das Recht auf Eigentum (also sowohl geistiges als auch materielles) und das Recht auf Schutz desselben, mehr als das Recht auf ungehinderten und unüberwachten Zugriff auf sämtliche Informationen, die möglicherweise aber nur zur Verfügung stehen, wenn man Eigentumsrechte missachtet.
Du bist anderer Meinung und gefällst Dir hier als moderner Robin Hood der Generation, die einerseits alles umsonst haben will, andererseits aber vehement gegen jene kämpft, die überhaupt dafür sorgen, dass sie es umsonst kriegen.
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Weltweite Bekanntheit erlangte er vor allem 2012 in seiner Funktion als Berichterstatter für das Handelsabkommen ACTA. Am 26.01.2012 trat er von diesem Amt vorzeitig zurück. Er begründete diesen Schritt mit einer für ihn bisher nicht gekannten Intransparenz des Zustandekommens des Abkommens und schwerwiegender Konsequenzen für das Leben der Bürgerinnen und Bürger bei gleichzeitig weitgehender Umgehung der Parlamente.
Vollständige Erklärung vor dem EU Parlament beim Rücktritt von Kader Arif (Deutsche Übersetzung):
Zitat
„Ich möchte den gesamten Vorgang, der zur Unterzeichnung dieses Abkommens geführt hat, auf das Schärfste anprangern: Keine Einbindung einer Nicht-Regierungs-Organisation; mangelnde Transparenz von Anbeginn der Verhandlungen an; wiederholte Verschiebungen der Unterzeichnung des Abkommens, ohne dass je eine Erklärung dafür abgegeben wurde; das Ignorieren der Forderungen des Europäischen Parlaments trotz mehrerer Beschlüsse unserer Versammlung.
Als Berichterstatter dieses Textes habe ich noch nie solche Manöver des rechten Flügel dieses Parlamentes beobachtet: Mit einem beschleunigten Vorgang wurde das Abkommen verabschiedet, bevor die Öffentlichkeit alarmiert werden konnte. Dadurch wurde dem Europäischen Parlament die Rechte genommen, seine Meinung auszudrücken und, die berechtigten Forderungen der Bürger und Bürgerinnen als Argument vorzubringen. Jeder weiß, dass ACTA Probleme mit sich bringt: [ACTA] wirkt sich auf die Freiheit der Zivilgesellschaft aus, auf die Verantwortlichkeit von Internet- Anbietern, auf die Herstellung von generischen Medikamenten (Generika) und auf den Schutz unserer geografischen Daten. Dieses Abkommen kann schwerwiegende Konsequenzen für das Leben der Bürgerinnen und Bürger haben und trotzdem wird alles unternommen, um das Mitspracherecht des Parlaments zu unterwandern. Heute, als Verantwortlicher für diesen veröffentlichten Bericht, wünsche ich daher ein Zeichen zu setzen und alarmiere hiermit die Öffentlichkeit über diese inakzeptable Situation. Ich werde nicht an dieser Maskerade teilnehmen.“
Hier nochmals der Originaltext von seiner HP:
ACTA: I will not take part in this masquerade