61

Sonntag, 19. Februar 2012, 12:07

Mit donnerndem Applaus in die Einschränkung der Redefreiheit.

Wenn Zensur stattfindet, ändert sich automatisch die Sprache. und wer meine Posts kennt, weiß was ich davon halte, wenn sich langsam aber sicher alles bewahrheitet was in richtung europäischer Staat und Weltregierung geht.

62

Sonntag, 19. Februar 2012, 17:30

perverserweise wird acta oder sopa gerade durch die leute verursacht, die sooo viel von freiheit und eigenverantwortung daherbrabbeln !

es ist keine freiheit ungehemmt und ungestraft urheberechtlich geschützte werke runterzuladen, es ist auch keine freiheit sich hinter falschen id´s und nicks zu verstecken und zu hetzen, zu lügen, daten und informationen zu stehlen oder betrügereien zu begehen...

leider sind gerade die propagandisten der freiheit meist diejenigen, die eine an sich geniale sache ( www ) ausnutzen, pervertieren und zu kriminellen zwecken missbrauchen.

darum, auch wenns weh tut, " JA" zu acta und sopa !

63

Sonntag, 19. Februar 2012, 17:47

Das Internet ist ohnehin kein „rechtsfreier Raum“.
Filme herunter zuladen, und zu kopieren um sie weiterzugeben
ist ohnehin strafbar.

Außerdem sind bereits „Alternativen“ im entstehen …

http://www.funkfeuer.at/Home.42.0.html
Signatur von »bloodyrain« "Die Antwort auf die große Frage nach dem Leben, dem Universum und allem lautet... 42!

64

Sonntag, 19. Februar 2012, 17:57

im entstehen ist zumindest aus 3 gründen ein schlechter witz...

* ich kenne es in graz seit 5 jahren

* es ist die beste und billigste möglichkeit dir einen virus einzufangen da x idioten daran beteiligt sind ( 2 x probiert, kosten zur pc-entlausung jeweils 90.- )

* es ist trotzdem ein teil des www, also keine alternative möglichkeit !

65

Montag, 20. Februar 2012, 09:38


Zitat

Mich würde v.a. interessieren, in welchem Abschnitt genau das von Dir Behauptete steht, also dass JEGLICHER Datenverkehr auch zwischen Privatpersonen überwacht und kontrolliert werden soll. Genauen Wortlaut bitte. Und bitte auch den genauen Wortlaut der nationalen Gesetze, die solches gestatten würden.

Nachdem ACTA nur ein Rahmenvertrag ist, kann das von Dir geforderte natürlich nicht drinnen stehen. Und nationale Gesetze müssten erst geschaffen werden - bzw. noch schlimmer, es wird der Provider in die Pflicht genommen, da kann noch mehr vereinbart werden als gesetzlich durchzubringen wäre.

Du findest hier eine dokumentierte Fassung von ACTA. Ich zitiere daraus mal:



Nichts davon beantwortet meine Frage. Zusammenfassend: das, was Du behauptest, was passieren würde - nämlich die Totalüberwachung von absolut JEDEM - wird weder im ACTA-Text gefordert, noch existieren überhaupt rechtliche Rahmenbedingungen, die so etwas tatsächlich erlauben würden.

Deine Frage wurde mehr als umfassend beantwortet. Nachdem Du das aber abstreitest, hier nochmals:

Nachdem ACTA nur ein Rahmenvertrag ist, kann das von Dir geforderte natürlich nicht drinnen stehen.

Und ACTA will ja gerade die rechtlichen Rahmenbedngungen schaffen, die lt. Dir noch nicht existieren. Das ist also ein Pseudo-Argument.

All das sag ich Dir jetzt auch schon zum x-ten mal.

66

Montag, 20. Februar 2012, 09:50



Zitat

Weiters gebe ich zu bedenken, dass ohne Urheber- und Markenschutzrechte Europa bzw. die westliche Welt im Ganzen schön blöd aus der Wäsche gucken würde.
Weiters gebe ich zu bedenken, daß sich auch die Wirtschaft gegen ACTA ausspricht.



*lol* - ja, sicher die IT- und Internetwirtschaft. Also genau die, die von der Umgehung von Eigentümer- und Markenrechten wahrscheinlich profitieren. Da würd' ich auch plärren.

ACTA wird ausschliesslich von der Musik- und Contentindustrie befürwortet, von der Internetindustrie, wie ich gerade zeigte, abgelehnt.

Du behauptest also jetzt, daß:

- die Musikindustrie wichtiger ist als die Internetindustrie
- die gesamte Internetindustrie auf Urheberrechtsverletzungen beruht.

Sorry, aber bei derart dümmlichen Argumenten steig ich aus. Das lass ich jetzt einfach so stehen.


Zitat

Ach, ich hab' mich inzwischen schon schlau genug gemacht. Und wahrscheinlich weiß ich inzwischen mehr als 90% der Leutchen, die da draußen gegen ACTA protestieren und Leuten wie Dir nachrennen, die wieder mal völlig unnötige Panik verbreiten.

"Panik verbreiten"?!?

Ich lehne ACTA ab, verbreite aber keine Panik. Ich lehne es genauso ab wie der französische Rechtspolitiker und Vorsitzender der konservativen europäischen EVP, Daul, oder wie BZÖ und FPÖ, mehr nicht. Wenn Du darin "Panik" erkennen willst, auch gut.

Dann verbreiten also auch FPÖ, BZÖ und Daul (um nur einige zu nennen) Panik.


Zitat

Und dass die Politik bzw. die Politiker (allen voran die Links- und Grüntruppen sowie die Kommunisten-Freunde und in ihrem Gefolge der kümmerliche Rest der angeblich liberalen und konservativen Waschlappen) sich wieder mal vom Gesinnungsterror der Straße in die Hose machen, wundert mich nicht.

Nochmals:

Der Rechtspolitiker Daul meinte "ACTA ist gestorben!". Siehe hier. Auch BZÖ und FPÖ äussern sich kritisch zu ACTA, siehe z.B. hier.

Wo würdest Du jetzt Daul, die FPÖ und das BZÖ einordnen? Gehören die jetzt zu den Kommunisten-Freunde, zu den liberalen oder zu den konservativen Waschlappen? Daß all die sich vorm "Gesinnungsterror von Links" in die Hose machen erstaunt mich zwar auch, aber das sind DEINE Argumente.


Zitat

Abschließend: ich "befürworte" ACTA keineswegs. Ich bin lediglich der Meinung, dass endlich passende Instrumente geschaffen werden müssen, die verhindern, dass das Internet eine Art rechtsfreier Raum ist.

Süss, wie Du so einen halben Schritt zurückruderst, nachdem ich Dir im letzten Post zeigte, daß Kritik zu ACTA durchaus auch von rechts kommt. :smile:

Und, obwohl "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum werden!" natürlich ein schönes Schlagwort all jener ist, die nach "immer mehr Überwachung!" schreien: Die passenden Instrumente existieren doch längst.

Das was du als "passendes Instrument" bezeichnest, darin erkennen andere die feuchtesten Träume der Musikindustrie. Schau mal wie 'demokratisch' Dein "Instrument" zustande kam:

ACTA: Geheimdemokratie im Zeitalter der Demokratisierung

67

Montag, 20. Februar 2012, 10:39

es ist keine freiheit ungehemmt und ungestraft urheberechtlich geschützte werke runterzuladen, es ist auch keine freiheit sich hinter falschen id´s und nicks zu verstecken und zu hetzen, zu lügen, daten und informationen zu stehlen oder betrügereien zu begehen...
Es kann sich NIEMAND hinter falschen ID's oder Nicks verstecken. Es geht um IP-Adressen. Die im übrigen selbst bei Anonymisierungsdiensten wie TOR nicht mehr wirklich zuverlässig geschützt sind.

Ich hab's schon mehrfach gesagt:

Wenn die (deutsche) Gesetzgebung bereits so weit verkommen ist, daß eine alleinstehende 69-jährige Pensionistin, die

- mangels EDV-Kentnissen noch nicht mal alleine in's Internet kann
- zum fraglichen Zeitpunkt nachweislich weder ein WLAN noch einen PC besass

wegen Urheberrechtsverletzung verurteilt wird (lt. Contentindustrie hat sich die 69-jährige Dame einen "äusserst gewalttätigen" Hooligan-Film runtergeladen), dann stimmt an der Gesetzgebung etwas ganz massiv nicht. Und zwar genau andersrum als behauptet.

Siehe hier.

68

Montag, 20. Februar 2012, 12:34

Deine Frage wurde mehr als umfassend beantwortet. Nachdem Du das aber abstreitest, hier nochmals:

Nachdem ACTA nur ein Rahmenvertrag ist, kann das von Dir geforderte natürlich nicht drinnen stehen.

Und ACTA will ja gerade die rechtlichen Rahmenbedngungen schaffen, die lt. Dir noch nicht existieren. Das ist also ein Pseudo-Argument.


Du schriebst mehrmals in alarmistischer Weise:

Zitat

ACTA aber zielt in eine völlig andere Richtung: Es soll JEDER überwacht werden, JEGLICHER Internetverkehr soll mittels DPI kontrolliert werden. Diese Überwachung soll lt. ACTA schon beim Provider geschehen, der soll gezwungen werden, sämtliche technische Mittel bereitzustellen.


Gut: dass "JEDER" überwacht werden soll, dass "JEGLICHER" Internetverkehr mittels DPI kontrolliert werden soll, behauptest DU, es steht aber in ACTA so nicht drinnen. Und Gesetze, die so etwas erlauben würden, existieren nicht.


Also?

69

Montag, 20. Februar 2012, 13:08

Du behauptest also jetzt, daß:

- die Musikindustrie wichtiger ist als die Internetindustrie
- die gesamte Internetindustrie auf Urheberrechtsverletzungen beruht.

Sorry, aber bei derart dümmlichen Argumenten steig ich aus. Das lass ich jetzt einfach so stehen.




Das habe ich keineswegs behauptet - spar' Dir doch so stumpfsinnige "Schlüsse".

Hier geht es um die Abwägung von verschiedenen Rechten bzw. die Frage, welche schwerer wiegen. Ganz einfach.

Meiner Meinung nach wiegt das Recht auf Eigentum (also sowohl geistiges als auch materielles) und das Recht auf Schutz desselben, mehr als das Recht auf ungehinderten und unüberwachten Zugriff auf sämtliche Informationen, die möglicherweise aber nur zur Verfügung stehen, wenn man Eigentumsrechte missachtet.

Du bist anderer Meinung und gefällst Dir hier als moderner Robin Hood der Generation, die einerseits alles umsonst haben will, andererseits aber vehement gegen jene kämpft, die überhaupt dafür sorgen, dass sie es umsonst kriegen.

Außerdem leidest Du offensichtlich unter massivem Verfolgungswahn und malst hier permanent Horror-Überwachungsszenarien an die Wand, die einfach nur in Deiner Phantasie existieren.

Ich hab's Dir schon mal geschrieben: hau' Dein Handy weg, schalt' den PC aus, meld' den Internet-Zugang ab, zahl' alles bar und keiner wird Dich überwachen können.

Und damit: Debatte für mich mit Dir in dieser Sache beendet.

Cuidada

P.S. ach ja, eines noch: was FPÖ und BZÖ zu der Angelegenheit zu vermelden haben, interessiert mich genau nicht.

70

Montag, 20. Februar 2012, 13:45


Gut: dass "JEDER" überwacht werden soll, dass "JEGLICHER" Internetverkehr mittels DPI kontrolliert werden soll, behauptest DU, es steht aber in ACTA so nicht drinnen. Und Gesetze, die so etwas erlauben würden, existieren nicht.


Also?
Ich habe Dir mehr als einmal erklärt, warum das so ist. Das hat rein technische Gründe, anders als mittels DPI KANN ein Datenpaket nunmal nicht überwacht werden.

Stell Dir vor es existierte ein Gesetz welches der Post bei Strafandrohung verbieten würde, Pakete mit einem "illegalen Inhalt" zu transportieren. Natürlich steht dann nicht im Gesetz "die Post wird verpflichtet, jedes Paket zu öffnen!". Aber es wäre nunmal die logische Konsequenz.

Wenn Du es mir nicht glaubst, vielleicht glaubst einem mittelständischen IT-Provider, QSC:

ACTA und die Providerhaftung

Zitat


Doch ist das überhaupt realistisch? Lassen Sie es mich mit einer sprichwörtlichen Analogie versuchen: Genauso könnte man morgen die Post für alles zur Verantwortung ziehen, was ihre Kunden in Briefen und Paketen um den Globus versenden. Egal ob das nun eine illegal kopierte CD, Drogen oder Briefbomben wären. Ein solches Gesetz hätte zur Folge, dass künftig jeder Brief und jedes Paket geöffnet und genauestens auf seinen Inhalt hin überprüft werden müsste. Das würde vielleicht den Arbeitsminister freuen, denn so etwas klingt nach einer Maßnahme zur Vollbeschäftigung im Lande. Doch zahlen die Rechteinhaber für die zu leistende Mehrarbeit? Wer kümmert um die Ausbildung, um Urheberrechtsverstöße oder andere Delikte überhaupt rechtssicher zu erkennen? Ist das verpackte Parfum echt, oder nur eine Nachahmung? Darf der Kunde dieses Medikament bestellen oder hat er es ohne Verschreibung erstanden? Und selbst wenn geschützte Werke in Briefen und Paketen entdeckt werden: Woher nimmt die Post das Wissen, ob der Absender nicht vielleicht das Recht dazu hatte, das entdeckte Werk zu versenden?

Nehmen wir an, ein Kunde wird fälschlicherweise der Rechteverletzung beschuldigt. Wie würde die Post vor Regressforderungen, etwa für nicht übermittelte Briefe, ungerechtfertigten Abmahnungen oder die Schmach, eine Nacht unschuldig in Untersuchungshaft gesessen zu haben, geschützt?

Internet-Zugangsanbieter stehen vor genau dem selben Problem:
Technisch wäre es möglich, Datenpakete automatisiert auf bestimmte Inhalte zu durchsuchen. Nichts anderes geschieht bei einem Virenscanner, der jedes ein- und ausgehende Bit auf verdächtige Signaturen überprüft. Ein solcher „Content-Scanner“ müsste aber mehr können als nur bekannte Signaturen zu erkennen. Er müsste in der Lage sein, Musik, Texte und Bilder eindeutig zu identifizieren. Und nicht nur das, er müsste auch erkennen können, ob der jeweilige Nutzer an eben diesem Werk auch wirklich keinerlei Rechte besitzt, die es ihm erlauben würden, das Werk in diesem Moment per E-Mail zu versenden, es auf irgend eine Webseite zu stellen oder sonst wie digital mit einem oder mehreren Empfängern zu teilen.


Auch hier findest Du nicht direkt den Hinweis auf DPI - aber frag mal jemanden der sich mit Netzwerken 'n bisschen auskennt, sowas funktioniert eben ausschliesslich NUR mittels DPI.

Und die logische Konsequenz von "... alle Datenpakete überprüfen ... " ist nunmal die, daß ALLE Kunden - d.h. alle die einen Internetzugang haben - überprüft werden. Also: Massenüberprüfung FÜR ALLE.

Hier hast es nochmals, mit anderen Worten, sogar mit DPI-Bezug:
http://iknews.de/2012/02/14/acta-blaupause-fur-weltzensur/

Zitat

Laut einem internen Protokoll aus dem EU-Ministerrat, ist ACTA eine Blaupause für eine weltweite Zensur. Leider sind nur wenige Menschen bereit, sich der vollkommenen Überwachung in den Weg zu stellen, man hat ja schließlich nichts zu verbergen?


Wenn Menschen Ihre Persönlichkeitsrechte einfordern, keimt bereits der Verdacht auf, dass irgendetwas nicht stimmen kann, sonst würde man sich ja nicht sträuben. Das einige Menschen einfach das Recht auf Privatsphäre wollen, scheint hier unverständlich.

Bei Acta werden die Provider verpflichtet eine Deep Packet Inspection durchzuführen, welche bei Wikipedia wie folgt beschrieben wird:

Zitat

DPI wird derzeit meist in Enterprise-Anwendungen bei Providern, oft im Auftrag von Regierungen, in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt. Es ermöglicht eine erhebliche Absicherung des Informationsflusses, wird aber auch zur Vorratsdatenspeicherung, zum Abhören und Sammeln von Informationen und zur Zensur im Internet eingesetzt. Kritiker befürchten auch, dass die DPI Technik in Zukunft dahingehend genutzt werden könnte, die Netzneutralität des Internets einzuschränken.[1]

Ohne eine entsprechend genaue Überprüfung der gesendeten Pakete, würde sich das Abkommen nicht durchsetzen lassen. Im Umkehrschluss bedeutet es nichts anderes als einen “Generalverdacht” und das jedes Päckchen was Sie verschicken, geöffnet und durchsucht werden wird.

Lange Rede kurzer Sinn: Auch wenn Du es mangels technischem Know How nicht so ganz verstehst, es entspricht absolut den Tatsachen:

ACTA soll die Rechtsgrundlage (d.h. das Rahmenabkommen) für eine Überwachung ALLER Datenpakete ALLER Kunden mittels DPI darstellen.

71

Montag, 20. Februar 2012, 14:34



Hier geht es um die Abwägung von verschiedenen Rechten bzw. die Frage, welche schwerer wiegen. Ganz einfach.

Meiner Meinung nach wiegt das Recht auf Eigentum (also sowohl geistiges als auch materielles) und das Recht auf Schutz desselben, mehr als das Recht auf ungehinderten und unüberwachten Zugriff auf sämtliche Informationen, die möglicherweise aber nur zur Verfügung stehen, wenn man Eigentumsrechte missachtet.

Du bist anderer Meinung und gefällst Dir hier als moderner Robin Hood der Generation, die einerseits alles umsonst haben will, andererseits aber vehement gegen jene kämpft, die überhaupt dafür sorgen, dass sie es umsonst kriegen.


Das ist eine glatte Unwahrheit. Das hab ich auch nie gesagt.

Ich bin NICHT anderer Meinung. Selbstverständlich haben Urheberrechte auch ihren Sinn. Die dürfen auch gerne kontrolliert werden - werden sie ja auch schon längst! Es gibt etliche Firmen die sich gerade darauf schon längst spezialisiert haben - mit den heute verfügbaren technischen Mitteln.

Ich sage nur, es ist blanker Irrsinn sämtlichen Datenverkehr zu überwachen, nur weil sich ein Industriezweig das so wünscht.

72

Montag, 20. Februar 2012, 15:16

Interessant vielleicht auch, wie das der Berichterstatter für das Handelsabkommen ACTA, Herr Kader Arif sieht.

Kader Arif ist Mitglied der französischen PS, der zweitgrössten Partei Frankreichs, und seit 2004 im Europaparlament tätig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kader_Arif

Zitat

Weltweite Bekanntheit erlangte er vor allem 2012 in seiner Funktion als Berichterstatter für das Handelsabkommen ACTA. Am 26.01.2012 trat er von diesem Amt vorzeitig zurück. Er begründete diesen Schritt mit einer für ihn bisher nicht gekannten Intransparenz des Zustandekommens des Abkommens und schwerwiegender Konsequenzen für das Leben der Bürgerinnen und Bürger bei gleichzeitig weitgehender Umgehung der Parlamente.

Vollständige Erklärung vor dem EU Parlament beim Rücktritt von Kader Arif (Deutsche Übersetzung):

Zitat


„Ich möchte den gesamten Vorgang, der zur Unterzeichnung dieses Abkommens geführt hat, auf das Schärfste anprangern: Keine Einbindung einer Nicht-Regierungs-Organisation; mangelnde Transparenz von Anbeginn der Verhandlungen an; wiederholte Verschiebungen der Unterzeichnung des Abkommens, ohne dass je eine Erklärung dafür abgegeben wurde; das Ignorieren der Forderungen des Europäischen Parlaments trotz mehrerer Beschlüsse unserer Versammlung.

Als Berichterstatter dieses Textes habe ich noch nie solche Manöver des rechten Flügel dieses Parlamentes beobachtet: Mit einem beschleunigten Vorgang wurde das Abkommen verabschiedet, bevor die Öffentlichkeit alarmiert werden konnte. Dadurch wurde dem Europäischen Parlament die Rechte genommen, seine Meinung auszudrücken und, die berechtigten Forderungen der Bürger und Bürgerinnen als Argument vorzubringen. Jeder weiß, dass ACTA Probleme mit sich bringt: [ACTA] wirkt sich auf die Freiheit der Zivilgesellschaft aus, auf die Verantwortlichkeit von Internet- Anbietern, auf die Herstellung von generischen Medikamenten (Generika) und auf den Schutz unserer geografischen Daten. Dieses Abkommen kann schwerwiegende Konsequenzen für das Leben der Bürgerinnen und Bürger haben und trotzdem wird alles unternommen, um das Mitspracherecht des Parlaments zu unterwandern. Heute, als Verantwortlicher für diesen veröffentlichten Bericht, wünsche ich daher ein Zeichen zu setzen und alarmiere hiermit die Öffentlichkeit über diese inakzeptable Situation. Ich werde nicht an dieser Maskerade teilnehmen.“

Hier nochmals der Originaltext von seiner HP:
ACTA: I will not take part in this masquerade


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