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Freitag, 24. Februar 2012, 18:07

Du verstehst mich falsch....ich musste in 3 zimmer latschen... und dann musstich zur zahlstelle... die geben mir einen wisch mit, dass bezahlt ist, und mit dem wisch musste ich wieder in den 4. stock, damit ich abholen konnte.

Und gleich explodiere ich, wenn du meinst, ich wäre zu blöd auf das richtige magistrat zu gehen. Ich war im richtigen Amt. Soweit kenne ich mich schon aus, bin nicht erst seit gestern auf der Welt.....
Diese Zimmerralley kann ich nur bestätigen.

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Freitag, 24. Februar 2012, 18:45

Also bei uns läuft das so: Die Leute fragen meist in der Einlaufstelle, wo sie hinmüssen - und die Mädels dort wissen das beim "Routine-Geschäft" auch. Wenn´s was "Ausgerissenes" ist, schicken sie die Leute aber gleich zum Chef - also zu mir - oder wenn ich nicht da bin, zu einem anderen Referenten.

Wenn die Partei Pech hat, ist der Zuständige aber nicht im Büro und die Tür ist zugesperrt. Dann ist er anderswo im Haus unterwegs (Aktenlager, als Vertretung in einem anderen Büro - oder (ich geb´s zu :cool: ) im Kaffee-Zimmer. Da ist es aber üblich, dass er rausgeholt wird.

Den Weg zur Kassa kannst du dir bei uns auch nicht ersparen. Wir gehen aber davon aus, dass die Gebührenpflicht sowieso im Gesetz steht - daher bekommst du deinen "Wisch" gleich und gehst damit zur Kassa zahlen - den Zahlungsbeleg geht zusammen mit der Post zurück in die Kanzlei, du kannst von der Kasse weg gleich heimgehen :wink:

(Und wer zur Kasse zu gehen vergisst, bekommt einen Bescheid mit einer saftigen Einhebungsgebühr).

In Wien kann es doch auch nicht so sein, dass jemand, der kein Geld eingesteckt hat, heimgeschickt wird ?

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Samstag, 25. Februar 2012, 15:43

Du verstehst mich falsch....ich musste in 3 zimmer latschen... und dann musstich zur zahlstelle... die geben mir einen wisch mit, dass bezahlt ist, und mit dem wisch musste ich wieder in den 4. stock, damit ich abholen konnte.

Und gleich explodiere ich, wenn du meinst, ich wäre zu blöd auf das richtige magistrat zu gehen. Ich war im richtigen Amt. Soweit kenne ich mich schon aus, bin nicht erst seit gestern auf der Welt.....
Darf ich dann fragen, was dann das Problem am Standesamt war? Wenn du am richtigen bist, kannst du ja gar nicht scheitern.

Das mit der Kassa ist eine Einsparungsmaßnahme, oder auch eine Sicherheitsmaßnahme: Früher hatten die Standesämter ihre eigenen Kassen mit Stempelmarken. Die haben einen erheblichen Wert dargestellt. Für das Standesamt, wo ich gearbeitet habe, welches beileibe ein kleines war, hatten wir einen Verlag von 184.000,- ATS, teilweise in Geld, teilweise in Marken. Die mussten vom Amtsgehilfen regelmässig aus dem Rathaus aus der Drucksortenstelle geholt werden. Was natürlich ein nicht unbeträchtliches Risiko dargestellt hat.
Und dann hat man als Erleichterung die Stempelmarken sowieso abgeschafft und danach überhaupt die Kassen in den einzelnen MAs alle in die Kassen der MBAs zusammengelegt.

Und ich wollte dir natürlich nicht unterstellen, dass du zu blöd bist, das richtige Zimmer zu finden. Aber - glaub mir, ich habe in 30 Dienstjahren im Kundenverkehr derart viel an Dummheit der Leute erlebt, das ist einfach sagenhaft.
Und die sind es dann meistens, die sich über DIE ÄMTER am lautesten beschweren.

Ich habe während meiner Berufsjahre für mich eines gelernt: Wenn ich irgendwo hin muss, weil ich von dort etwas brauche (auch im privaten Bereich), erkundige ich mich vorher ganz genau, wo ich hin muss und was ich mitbringen muss.

Es scheint aber so zu sein, dass manche Bürger inzwischen Freundlichkeit und Kundenservice mit Devotheit verwechseln und auch damit, dass der Beamte alles schlucken muss, bzw. auch alles für den Bürger erledigen muss, selbst wenn dem zur Bearbeitung etliche notwendige Unterlagen fehlen. Macht er das dann - gesetzeskonform!! - nicht, ist er schon unwillig und unfreundlich.

64

Samstag, 25. Februar 2012, 15:49

Also bei uns läuft das so: Die Leute fragen meist in der Einlaufstelle, wo sie hinmüssen - und die Mädels dort wissen das beim "Routine-Geschäft" auch. Wenn´s was "Ausgerissenes" ist, schicken sie die Leute aber gleich zum Chef - also zu mir - oder wenn ich nicht da bin, zu einem anderen Referenten.

Wenn die Partei Pech hat, ist der Zuständige aber nicht im Büro und die Tür ist zugesperrt. Dann ist er anderswo im Haus unterwegs (Aktenlager, als Vertretung in einem anderen Büro - oder (ich geb´s zu :cool: ) im Kaffee-Zimmer. Da ist es aber üblich, dass er rausgeholt wird.

Den Weg zur Kassa kannst du dir bei uns auch nicht ersparen. Wir gehen aber davon aus, dass die Gebührenpflicht sowieso im Gesetz steht - daher bekommst du deinen "Wisch" gleich und gehst damit zur Kassa zahlen - den Zahlungsbeleg geht zusammen mit der Post zurück in die Kanzlei, du kannst von der Kasse weg gleich heimgehen :wink:

(Und wer zur Kasse zu gehen vergisst, bekommt einen Bescheid mit einer saftigen Einhebungsgebühr).

In Wien kann es doch auch nicht so sein, dass jemand, der kein Geld eingesteckt hat, heimgeschickt wird ?
Heimgeschickt wirst du nicht, aber du kriegst halt nix, schätz ich. Ich glaube nicht, dass man direkte Leistungen, wie eben Personenstandsurkunden, per Erlagschein zahlen kann. Zumindest war das zu meiner Zeit (die schon etwas zurückliegt), nicht so.
Beispiel: Wenn du Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden abhoen willst, wirst du sie nicht bekommen, die musst du gleich zahlen. Wobei - bei der Trauung zahlst du sie sowieso schon vorher bei der Anmeldung, da kann dir dann nach der Hochzeit nicht passieren, dass du keine kriegst.... :smile: :smile: da wird ja alles schon vorher vorbereitet.

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