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Freitag, 24. Februar 2012, 18:28

„Populistischer Scheiß“

Es ist erfreulich, dass endlich angedacht ist, den Nationalrat von 183 (seit Kreisky) auf wieder 165 Abgeordnete abzuspecken. Aber, bitte, wozu brauchen wir 165 Abgeordnete? Eine einfache Rechnung: Alle Wahlberechtigten ergeben 100%, bedeutet 100 Abgeordnete. Für jedes Prozent weniger Wahlbeteiligung fällt ein Abgeordneter weg. Bedeutet, wenn nur z. B. 65 Prozent wählen gehen, gibt es die nächsten (leider nunmehr) fünf Jahre nur 65 Nationalräte. Bis 0,4% wird abgerundet, ab 0,5% aufgerundet. Da nicht anzunehmen ist, dass so eine Reform bzw. Verfassungsänderung von unseren sesselklebenden Politikern durchgeführt werden könnte, müsste dies durch eine verbindliche Volksabstimmung erzwungen werden. Außerdem wäre ich sehr dafür, damit diese Packelei und Freunderlwirtschaft zwischen den Parteien ein Ende hat, dass alle gewählten Parteien in der Höhe ihres Stimmenanteils des Wahlergebnisses an einer Regierung beteiligt sind. Es würde sich somit auch erübrigen, mit Restmandaten zu liebäugeln. Es müssten ordentliche Programme vorgelegt und entsprechende Mehrheiten im Parlament gesucht werden.


Wenn man sich die Aussagen gewisser Hinterbänkler wie „populistischer Scheiß“ usw. zu Gemüte führt, sieht man, wie viel Angst diejenigen haben, um ihren viel zu hoch bezahlten Nebenjob zu verlieren. Wenn man sich die Firmengeflechte der einen und die Ämteranhäufungen der anderen ansieht, dann kann die Tätigkeit vieler Abgeordneter wirklich nur ein Nebenerwerb sein. Auch die Ausreden der Politiker aller anderen Couleurs, wie z. B. Mehrarbeit wegen der EU oder mehr Kontrolltätigkeit, sind zum Teil menschenverachtend (Für- blöd-halten der Wähler).


Dass unseren gewählten „Interessensvertretern“ der Selbsterhalt mit dem „Platz an der großen Schüssel“ wichtiger ist als gute Politik, ist allgemein bekannt, und die Erklärung dafür, warum Protest- wie Nichtwähler immer mehr werden! Aber die grundsätzlichen Fragen bleiben offen: Wo sind diese 712 politischen Funktionsträger, wer von den einfachen Normalbürgern kennt Namen oder Leistungen, warum „begegnet“ man in vielen Jahren keinen Zuständigen auf der Alltagsebene? „Die Hinterbänkler revoltieren“? Die „Menschen draußen“ werden das auch bald, Herr Redakteur Peter Gnam!
:up :up :up

http://www.krone.at/Das-freie-Wort/Titel-Story-312711
Signatur von »konvertitterl«
Der Falschheit ohne
List zu begegnen,
ist nicht ehrenhaft,
sondern leichtsinnig.

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Samstag, 25. Februar 2012, 18:23

Wenn ich mich recht entsinne, gab es doch schon in der 2. Republick einmal 163 Abgeordnete.
Wurde nur aus pateipolitischen Gründen verändert, nicht wegen Übertbelastung der Mandatare.

soistes1949

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Samstag, 25. Februar 2012, 18:44

Ich habe früher die KRONE in manchen Diskussionen verteidigt, wenn ihr vorgeworfen wurde eine reine Boulevard Zeitung zu sein.

Die Meinungsmache, die in der KRONE derzeit betrieben wird, ist Boulevard in Reinkultur.

Seit dem Tod von Herrn Dichand passt der Titel eines Schlagers von Hildegard Knef voll, um den Weg den dass Niveau im politischen Teil der Krone geht, zu beschreiben.

"Von nun an ging's bergab"

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