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20.08.2017 - 16:40
Foto: thinkstockphotos.de

Wie Sie nach einer Scheidung wieder Fuß fassen

18.11.2014, 09:26
Eine Trennung ist nie angenehm, die Auflösung einer Ehe ist jedoch immer eine besonders schwierige Angelegenheit. Ganz besonders dann, wenn der gemeinsame Haushalt lange bestanden hat, man viel miteinander aufgebaut hat und Kinder da sind. Wie Sie nach einer Scheidung wieder ins Gleichgewicht finden, erfahren Sie hier.

Trauer zulassen

Wichtig ist, die emotionale Seite der Trennung in den Griff zu bekommen. Lassen Sie Ihre Gefühle zu, so können Sie die Trauer bzw. Wut rascher verarbeiten. In dieser Phase kann es sein, dass Sie nicht unbedingt das Bedürfnis haben, andere Menschen zu sehen. Hören Sie auf Ihre innere Stimme und nehmen Sie sich eventuell, wenn Sie es brauchen, auch ein paar Tage frei von der Arbeit. Denn das Vergraben in möglichst viel Arbeit kann dazu führen, dass Sie verdrängen, was in Ihnen vorgeht. Und dadurch dauert es nur noch länger, bis Sie sich wieder zurechtfinden.

Aufräumen

Entweder Sie sind der Teil, der die vormals gemeinsame Wohnung behält, oder Sie müssen sich nun eine neue Bleibe suchen. In beiden Fällen müssen Sie sich darauf konzentrieren, was Ihrer gemeinsamen Besitztümer Sie behalten wollen und was davon Ihrem Partner gehört bzw. was Sie zukünftig nicht mehr in Ihrem Zuhause sehen wollen. Wenn Sie gemeinsame Fotos eine Zeitlang nicht sehen wollen, gestehen Sie es sich auch zu, diese wegzuräumen – das ist nicht verwerflich.

Finanzielles

Versuchen Sie, so rasch wie möglich Ordnung in Ihre Finanzen zu bringen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die neuen laufenden Belastungen, mit denen Sie zurechtkommen müssen. Denn getrennte Haushalte bedeuten bekannterweise leider nicht halbe Kosten. Besonders können nun Unterhalt und Alimente als Kostenbelastung dazukommen.

Sie sollten daher gerade zu Beginn genau über Ihre Ausgaben Buch führen und am besten wöchentlich einen Kassasturz machen, damit Sie nicht unerwartet in finanzielle Schieflage geraten. Auch sollten Sie unter Umständen Ihre Bank auf Ihre neue Situation aufmerksam machen, damit Sie möglicherweise für die Übergangszeit einen finanziellen Spielraum bekommen. Versuchen Sie, mit Ihrem Partner zu fairen Übereinkünften zu gelangen – besonders was die Abgeltung bisher gemeinsam genutzter bzw. gemeinsam angeschaffter Gegenstände, wie etwa ein Auto, angeht.

Auch sollten Sie so rasch wie möglich Ordnung bei den Vertragsverhältnissen von Versicherungen und anderen Verträgen herstellen. Achten Sie darauf, dass nur mehr Sie bei den Verträgen berechtigt sind und ändern Sie auch das Bezugsrecht auf eine andere Person als Ihren Ex- Partner. Ebenso müssen nun Einzugskontonummern und generelle Log- ins sowie Passwörter geändert werden.

Ausgehen

Wenn Sie die erste Phase der Trauer hinter sich gebracht haben, sollten Sie sich wieder mit Familie und Freunden treffen. Nehmen Sie ihre Hilfe an, versuchen Sie, wieder Spaß zu haben. Zugleich gilt es aber, sich selbst zu schützen: Werden Sie zu einem Abendessen eingeladen, bei dem nur Pärchen anwesend sind, ist es Ihr gutes Recht, abzulehnen, wenn Sie sich nicht danach fühlen, die Gemeinsamkeit anderer den ganzen Abend zu ertragen. Wichtig ist dennoch, dass Sie sich langsam wieder an das Gesellschaftsleben herantasten. Denn je länger Sie sich damit Zeit lassen, desto schwieriger wird es.

Nichts überstürzen

Machen Sie nicht den Fehler, schnell einen Ersatz für Ihren Ex- Partner finden zu wollen. Verabschieden Sie sich von Ihrer Vergangenheit. Keine/r wird so sein wie Ihr/e Ex. Und auch das ist gut so. Wenn Sie Ihre alte Beziehung verarbeitet haben, dann können Sie sich neuen Ufern zuwenden. Richten Sie Ihren Blick optimistisch in die Zukunft. Es kommen viele wunderschöne neue Erlebnisse auf Sie zu, wenn Sie dafür offen sind. Doch davor sollten Sie auch lernen, alleine sein zu können. Das stärkt Sie für alle zukünftigen Erfahrungen.

18.11.2014, 09:26
lhi/red
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