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20.08.2017 - 04:04
Dass Kindern keine lange Nase wächst, ist manchmal ein Wunder - bei den vielen Flunkereien.
Foto: thinkstockphotos.de

Wie Sie am besten mit Schwindeleien umgehen

11.01.2016, 10:33

Manchmal nehmen es die Kleinen mit der Wahrheit nicht so genau. Wie Sie am besten mit den Schwindeleien umgehen.

Etwa ab dem fünften Lebensjahr lernen Kinder zu lügen. Eltern sind dann nicht selten enttäuscht von ihrem Schatz. Doch keine Sorge, es ist eine ganz normale Entwicklungsphase, in der sich die Dreikäsehochs im Lügen üben. So gehen Sie am besten mit den Schwindeleien Ihres kleinen Pinocchios um:

  • Je weniger Eltern sich selbst Vorteile herbeiflunkern, desto aufrichtiger wird der Spross.
  • Vermeiden Sie, Ihr Kind anzulügen. Auch wenn Ihnen falsche Antworten auf peinliche Fragen oder bei schmerzhaften Wahrheiten auf der Zunge liegen.
  • Alternativen finden: Wie kommt es auch ohne Schwindeleien zum Ziel? Helfen Sie ihm, andere Möglichkeiten zu finden.
  • Begründen Sie die Konsequenzen, wenn geschwindelt wird. Bei härteren Strafen mogelt Ihr Kind vielleicht noch mehr. Deshalb am besten immer zuerst nach den Ursachen suchen. Hinter (fast) jeder Lüge steckt auch eine Absicht.
  • Geben Sie Ihrem kleinen Schatz die Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren. Beschämen Sie ihn nicht durch das strikte Einfordern von Schuldgeständnissen.
  • Im Falle, dass Ihr Kind etwas hartnäckig leugnet, fragen Sie es, wovor es sich fürchtet, sollte die Sache ans Licht kommen. Diese Angst können Sie ihm in einem einfühlsamen Gespräch nehmen.
  • Stellen Sie den Nachwuchs nicht in der Öffentlichkeit bloß. Besprechen Sie die Situation daheim unter vier Augen.
  • Stärken Sie sein Selbstbewusstsein, indem Sie ihn loben, wenn er mutig die Wahrheit sagt.
  • Waren Sie selbst ein kleiner Pinocchio? Haben Sie selbst als Kind hie und da gemogelt, erklären Sie Ihrem Kind, warum. Und dass Lügen vorkommen können, aber nicht in Ordnung sind.

Der Tipp von "Krone"- Eltern- Kind- Coach Nina Petz

Mein Sohn (11) hat vor mir seinen besten Freund angelogen und gemeint, ich würde ihm zum Geburtstag einen teuren Laptop schenken.
Nina Petz: Gut, dass Sie Ihren Sohn nicht vor seinem Freund bloßgestellt haben! Sprechen Sie mit ihm in einem ruhigen Moment über seine Lüge, und fragen Sie ihn nach seinen Beweggründen. Hat er geschwindelt, weil es ihm peinlich war zu sagen, dass dieser Laptop eigentlich zu teuer ist fürs Familienbudget? Oder hat er die Geschichte in Ihrem Beisein absichtlich verdreht, nur um Sie unter Druck zu setzen? Dass Sie ihm erst recht einen kaufen "müssen", weil er es ja schon herumerzählt hat. Zeigen Sie in jedem Fall Verständnis!

Doch stellen Sie Ihren Standpunkt klar, und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Seien Sie ein Vorbild für Ihren Sohn! Haben Sie selbst schon einmal geschwindelt? Erzählen Sie Ihm davon und auch, wie Sie daraus gelernt haben. Wie wichtig es ist, lieber bei der Wahrheit zu bleiben und sich zu entschuldigen. So zeigen Sie Ihrem Sohn, dass niemand fehlerfrei ist und er immer auf Sie zählen kann. Zur Wahrheit zu stehen erfordert Selbstbewusstsein. Stärken Sie dieses.

11.01.2016, 10:33
Susanne Zita- Angst, Kronen Zeitung
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