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Wie du deinem Kind beim Lernen hilfst

25.02.2010, 19:03
Wer kennt das nicht: Beim Spielen ist dein Kind voll bei der Sache, sobald es aber an das Erledigen der Hausaufgaben geht, ist es mit der Konzentration schnell vorbei. Da wird herumgezappelt, geraunzt oder weinerlich protestiert. Sogar für einfachsten Aufgaben werden Stunden benötigt, um sie zu bewältigen. Ist das so, dann hat dein Kind ein Problem mit seiner Konzentrationsfähigkeit. Wie ihr dieses gemeinsam in den Griff bekommt und dein Kind besser lernt, erfährst du hier.

Kinder haben grundsätzlich kürzere Konzentrationsspannen als Erwachsene. Das bedeutet, es fällt ihnen schwerer, ihre Aufmerksamkeit für längere Zeit auf eine Sache zu lenken. Der Grund dafür ist, dass die geistige Anstrengung hierfür manchmal noch zu hoch ist. Von Seiten des Unterrichtswesens wird dieser Tatsache dadurch Rechnung getragen, dass es Empfehlungen für die Dauer der Hausaufgabenerledigung gibt. So sollten Aufgaben in der Volksschule innerhalb von maximal 30 bis 45 Minuten zu erledigen sein. Diese Dauer steigert sich mit zunehmendem Alter auf bis zu zwei Stunden in AHS oder Hauptschule. Wie aber kannst du deinem Kind dabei helfen, bei der Sache zu bleiben?

Tipp 1 – Ablenkungsfaktoren beseitigen

Der Arbeitsplatz deines Kindes sollte sich in ruhiger Umgebung befinden. PC und Fernseher wie auch Radio müssen ausgeschaltet sein. Der Schreibtisch sollte aufgeräumt sein, keine unnötigen Stifte oder andere Gegenstände, die als Spielzeug dienen können. Denn gibt es Dinge, die interessanter sind, fällt es schwer, bei der Sache zu bleiben.

Tipp 2 – Stärkung

Stelle sicher, dass dein Kind sich nach dem Unterricht etwas ausruhen konnte. Hat es genug getrunken und sich durch das richtige Essen stärken können? Vermeide zu schwere Kost und achte auf ausreichend Vitamine. Obst liefert dem Körper einerseits Flüssigkeit, andererseits jenen Einfachzucker, den das Gehirn zum Arbeiten braucht. Mehrfachzucker, wie sie in Schokolade vorkommen, sind dagegen nicht gut, da dadurch das Aktivitätslevel zwar steigt, aber die Konzentrationsfähigkeit fällt.

Tipp 3 – Geregelter Ablauf

Wenn dein Kind weiß, dass es nach der Schule kurz isst und sich ausruhen darf, dann eine Stunde lernen muss, und danach wieder spielen darf, dann hat es einen festen Rhythmus, der ihm dabei hilft, zur Ruhe zu kommen und sich zu fokussieren. Versucht gemeinsam herauszufinden, um welche Uhrzeit dein Kind seine höchste Leistungsfähigkeit hat. Manche Kinder schließen gerne direkt nach der Schule mit den Hausaufgaben an, andere brauchen erst eine längere Pause und lernen dafür am Nachmittag weiter. Probiert verschiedene Abläufe aus und versucht, ein festes Muster zu finden. Lass es sich vor der Erledigung der Hausaufgaben ruhig noch etwas bewegen, so kommt der Kreislauf in Schwung. Auch Frischluft im Kinderzimmer hilft dabei, sich besser konzentrieren zu können.

Tipp 4 – Interessen beobachten

Dein Kind erledigt die Mathe- Hausübung voll konzentriert, aber beginnt bei Englisch, herumzutrödeln? Dann hat es ein Problem mit dem Stoff in diesem Bereich. Denn Konzentrationsprobleme sind durchaus auch interessensabhängig. Fällt dir daher eine fachbezogene Unaufmerksamkeit auf, solltest du die Aufgaben in diesem Bereich mit deinem Kind gemeinsam erledigen, ihm Hilfestellung bei offenen Fragen geben und es durch Fragen auf den richtigen Weg führen.

Tipp 5 – Aufgaben in kleinere Portionen zerlegen

Steht man vor einem Riesenstein, dann kann dieser kaum in einem Stück gehoben werden. Zerlegt man ihn aber in kleinere Brocken, geht es ganz einfach. Genauso geht es deinem Kind, wenn es seinen Riesenbrocken an Hausaufgaben sieht. Zerlegst du die Aufgaben in kleinere Teilaufgaben und gehst sie mit deinem Kind schrittweise durch, dann kann dein Kind das Pensum viel leichter bewältigen.

Tipp 6 – Tagesverfassung beachten

Manchmal hat man eben einen schlechteren Tag. Das geht auch deinem Kind so. Kann es sich an einem Tag nicht konzentrieren, dann sollte dir das noch kein Kopfzerbrechen bereiten. Wirkt dein Kind längere Zeit bedrückt, solltest du das Gespräch mit ihm suchen, um herauszufinden, was los ist. Denn auch Probleme äußern sich in Konzentrationsschwierigkeiten.

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