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20.08.2017 - 14:03
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Wie dein Kind vom Schnuller loskommt

26.01.2010, 09:58
Kaum ein Kind wächst ohne den Nuckel-Trostspender heran: Ist der Schnuller einmal kurzfristig nicht greifbar, dann ist das oft eine Katastrophe. Ganz zu schweigen davon, dass dein Kind zur Gänze auf den Schnuller verzichten soll. Dann nimmt das Drama meist kein Ende. Wie du dein Kind dennoch entwöhnen kannst, das erfährst du hier.

Warum liebt dein Kind seinen Schnuller?

Kaum hat dein Baby das Nuckelding im Mund, ist es auf einmal ganz friedlich. Das kommt daher, dass Babys einen angeborenen Saugreflex haben. Schon im Bauch der Mutter lutschen sie am Daumen, nach der Geburt führt sie dieser Reflex zur Brustwarze und sichert damit die Nahrungsaufnahme. Dadurch ist dieser Reflex mit etwas Positivem verknüpft – saugen tut deinem Baby gut. Denn dabei wird die Produktion von beruhigenden Hormonen angeregt, die ganz nebenbei auch die Verdauung anregen. Der Schnuller kann somit beruhigen, beim Einschlafen helfen und Trost spenden, wenn die Welt einmal wieder nur allzu trist scheint.

Nachteile des Schnullers

Doch trotz aller positiven Effekte hat der Schnuller auch Nachteile. Gewöhnst du dein Baby zu früh daran, dann kann es sein, dass dein Kind nicht mehr gestillt werden kann, weil es durch die Gewöhnung der Lippen- und Zungenspannung an den Schnuller die Brustwarze nicht mehr richtig umschließen kann und dadurch nicht ausreichend Milch gesaugt werden kann.

Bei zu langer Schnullergabe hemmt der Schnuller das Schlucken, da die Zunge darauf konzentriert ist, den Schnuller festzusaugen, wird nicht ausreichend trainiert, wie Flüssigkeit und Nahrung in Richtung Speiseröhre gebracht werden können. Die Zungenmuskulatur wird nicht ausreichend trainiert, was in weiterer Folge auch die Sprachentwicklung hemmt und sogar zu Artikulationsschwierigkeiten und Lispeln führen kann. Zu lange Schnullerverwendung kann in weiterer Folge auch auf die Zahnstellung Auswirkungen haben: Durch den Schnuller werden die Schneidezähne an Ober- und Unterkiefer auseinandergetrieben, sodass ein so genannter offener Biss entsteht, bei dem nicht mehr richtig abgebissen werden kann. Eine Entwöhnen beizeiten ist daher sehr wichtig, spätestens ab dem dritten Geburtstag sollte damit begonnen werden. Denn in diesem Alter schwächt sich der Saugreflex langsam ab – eine Entwöhnung fällt somit leichter.

Tricks zur Entwöhnung

Ein Trick, der meistens funktioniert, ist das Verschenken des Schnullers an eine Fantasiegestalt, wie etwa das Christkind oder den Osterhasen. Das lässt sich gut mit einem Herzenswunsch deines Kindes verbinden: Erkläre ihm, dass das ein Geschenk ist, welches nur große Kinder bekommen. Und solange es den Schnuller noch hat, ist es noch ein kleines Kind. Nur wenn es den Schnuller herschenkt, kann das Christkind ihm seinen Herzenswunsch erfüllen. Du solltest allerdings konsequent sein. Gibt dein Kind den Schnuller nicht her, und das Geschenk trudelt trotzdem ein, machst du dich unglaubwürdig.

Auch kannst du eine Fantasiegestalt wie die Zahnfee erfinden, die auch für Schnuller zuständig ist. Dein Kind kann seinen Schnuller unter dem Kopfpolster drapieren, sich von ihm verabschieden und am nächsten Morgen eine kleines Geschenk unter dem Polster finden.

Die harte Methode sieht so aus, deinem Kind den Spaß am Nuckeln zu verderben, indem du ein Stückchen des Saugers abschneidest. Damit ist keine Luft mehr im Kunststoffnuckel und das Nuckeln macht keinen Spaß mehr. Und natürlich kannst du dein Kind auch darüber zu ködern versuchen, dass du dich weigerst, es zu verstehen, solange es den Schnuller im Mund hat. Irgendwann wird es aufgeben, alles zwei Mal sagen zu müssen und nicht zu bekommen, was es will, solange es schnullert. Auch die Erwähnung, dass alle anderen Kinder keinen Schnuller mehr brauchen, und die Frage ob es wirklich noch das einzige Baby sein will, wirken manchmal wahre Wunder.

Alternativen zum Schnuller

Braucht dein Kind Beruhigung, dann halte es, kuschle mit ihm, singe ihm etwas vor. Auch das Saugen an einem Kuscheltuch oder das reine Halten deines Daumens kann sehr beruhigend sein. Und natürlich muss ein Kuscheltier als Trostspender verfügbar sein. Auf Rückfälle solltest du sanft und mit einer anderen Strategie reagieren, aber trotzdem konsequent bleiben. Sonst kommt dein Kind nicht von seinem Schnuller los.

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