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17.08.2017 - 01:44

So hilfst du deinem Kind durch die Prüfungszeit

02.10.2009, 12:06
Kaum hat das Semester begonnen, steckt dein Kind auch schon mitten im Lernstress: ein Test hier, eine Schularbeit da. Ach ja, und ein Referat muss auch noch vorbereitet werden. Unsere Kinder leisten dabei wirklich viel: Schließlich gilt es, sich gut vorzubereiten. Und dabei immer den Notendruck im Hinterkopf – schlechte Bewertungen sind ja auch nicht unbedingt erstrebenswert. Doch das Lernen fällt nicht immer leicht. Hier erfährst du, wie du dein Kind in dieser Zeit optimal unterstützen kannst.
Zeitplan erarbeiten
Auf den Schreibtisch deines Kindes gehört ein Stehkalender, der zu Schuljahresbeginn mit allen wichtigen Terminen versorgt wird. Die meisten Lehrer geben Test- bzw. Schularbeitstermine relativ unmittelbar nach Semesterbeginn bekannt. Halte gemeinsam mit deinem Kind alles fest. So seht ihr gemeinsam, wenn wieder ein paar stressige Tage kommen. Du kannst dein Kind hierbei schon einmal unterstützen, indem du an Wochenenden vor Prüfungswochen keine anstrengenden oder zeitaufwändigen Unternehmungen legst, die dein Kind vom Lernen abhalten würden.

Lernplan erstellen
Eine Woche vor dem Prüfungstermin bekommt dein Kind in der Regel den Prüfungsstoff mitgeteilt. Speziell jüngere Kinder brauchen noch Hilfe beim Einteilen des Lernstoffs. Geht gemeinsam durch, welche Themen schon gut sitzen und welche Themen noch gefestigt werden müssen. Plant gemeinsam Zeit für Freizeit, Aufgabenzeit und Lernzeit ein. Wenn mehrere Prüfungen innerhalb kurzer Zeit anstehen, dann sollte zwischen den Lerneinheiten dafür jeweils eine halbe Stunde Zeit liegen. Die Informationen würden einander sonst überlagen und dein Kind lernt nicht mehr effektiv. Das gilt besonders für sehr ähnliche Stoffgebiete, wie etwa Englisch und Französisch oder Physik und Chemie.

Wiederholen, wiederholen, wiederholen
Dein Kind sollte nicht unter Zeitdruck geraten. So kann es sich sein Wissen stressfrei und nachhaltig aneignen. Das funktioniert am besten, wenn viel Zeit zum Wiederholen eingeplant ist. Denn je öfter es die Informationen durchgehen kann, desto mehr festigen sich die Gedächtnisinhalte und werden leichter abrufbar. Unterstütze dein Kind auch dabei, herauszufinden, welcher Lerntyp es ist. Lernt es durch erneutes Niederschreiben? Durch mündliches Wiederholen? Muss es sich beim Lernen bewegen, die Dinge „begreifen“? Oder lernt es, indem es den Stoff noch einmal hört?

Du solltest dir auch die Zeit nehmen, dein Kind abzufragen, zumindest stichwortartig bzw. mit ihm Übungen durchzugehen. Allein die Frage „Kannst du eh alles?“ bringt nichts – sie setzt dein Kind höchstens unter Druck bzw. erlaubt die einfach Antwort „Ja“ – obwohl dem gar nicht so sein muss. Vielleicht hat dein Kind wirklich den Eindruck, alles zu können – kommt aber dann bei euren Wiederholungen drauf, dass dem doch nicht so ist. Doch besser dann, als das Blackout taucht erst bei der Prüfung auf. Denn während der Vorbereitung ist alles halb so schlimm. Merkst du, dass dein Kind lernfaul ist, oder sich die Inhalte nicht merkt, solltest du in jedem Fall mit ihm gemeinsam den Stoff durchgehen. Vielleicht habt ihr ja einfach noch nicht die richtige Art des Lernens entdeckt, vielleicht braucht dein Kind einfach nur andere Erklärungen. Jedenfalls ist wichtig, nicht zu verzagen, nicht zu schimpfen sondern zu ermutigen.

Wie gemeinsam lernen?
Manchmal ist es so, dass du deinem Kind helfen willst, es aber nur nervös machst oder einfach zu ungeduldig bist. Akzeptiere das, und lass ihm von jemand anderem helfen: Vielleicht von deinem Partner, Freunden, älteren Geschwistern, Großeltern oder wenn nichts anderes hilft, einer professionellen Nachhilfe. Achte darauf, ruhig zu bleiben und deinem Kind Mut zu machen. Lobe es, wenn es gelernt hat, würdige seine Fortschritte.

Am Tag der Prüfung hilft es, wenn du ihm Glück wünschst und ihm gleichzeitig sagst, dass du es lieb hast, egal wie es läuft. So nimmst du den Druck von seinen Schultern. Bereite ihm ein kräftigendes, aber leichtes Frühstück, vielleicht mit Obst und Nüssen und gib ihm ausreichend zu trinken. So ist dein Kind fit. Sag ihm, dass es dich jederzeit anrufen kann, wenn es will. Und sollte das Ergebnis nicht so ausfallen wie erhofft, dann tröste es und macht euch gemeinsam auf die Suche nach den Ursachen – damit es das nächste Mal besser läuft.
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