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20.09.2017 - 19:30
Beim Spielen vergessen Kinder die Zeit.
Foto: thinkstockphotos.de

Richtig einrichten: So wächst das Kinderzimmer mit

01.05.2017, 09:30

Kinder wachsen bekanntlich viel zu schnell - gut, wenn das Mobiliar im Kinderzimmer mit dieser Entwicklung mithalten kann. Aber auch Sicherheit und Freiraum stehen im Blickpunkt umsichtiger Eltern.

Wenn Eltern sich Gedanken über die Gestaltung des Kinderzimmers machen, stehen häufig mehrere Überlegungen im Raum. Die Möbel sollen sicher sein und robust, außerdem pflegeleicht - also einfach zu reinigen.

Stilfragen, etwa ob die Kindermöbel auch zum Rest der Wohnung passen, darf man im Kinderzimmer getrost hintanstellen. Hauptsache, den Kindern gefällt's. Was ist schon ein schicker Designerschrank gegen ein knallbuntes Hochbett, das sich im Handumdrehen in eine Höhle verwandeln lässt oder ein Spiegel an der Wand, der aussieht als wäre er aus einem kitschigen Märchenschloss herbeigezaubert worden? Über Geschmack soll man mit Kindern nicht streiten.

Möbel, die mitwachsen

Kindermöbel sind in erster Linie Nutzgegenstände und Spielgeräte. Dabei ist zu bedenken, dass Kinder schnell wachsen und sich damit auch ihre Interessen ständig im Wandel befinden. Zum Glück gibt es ganze Serien von Kindermöbeln, die mit den Kleinen gleichsam "mitwachsen". Stühle, Tische, Betten und sogar Schränke können mit wenigen Handgriffen in ihrer Größe, Länge, Breite oder Höhe verstellt werden.

Kernstück ist meist ein modules Hoch- oder Etagenbett, das so konstruiert ist, dass es später zum Einzelbett für Jugendliche umgerüstet werden kann. Bei mitwachsenden Möbeln handelt es sich nicht selten um jahrzehntelang bewährte Systeme, bei denen bestimmt keine "Kinderkrankheiten" mehr zu befürchten sind. Die Marken Flexa und Paidi etwa stehen für solche Kindermöbelklassiker, die derart ausgereift und stabil sind, dass sie mitunter noch an die nächste Generation weitergegeben werden. Auch Ikea hat mitwachsende Möbel im Sortiment.

Wer auf eine ergonomische Gestaltung der Möbel seiner Kinder Wert legt, kommt um derartige mitwachsende Kinderschreibtische und -stühle ohnehin nicht herum. Kinder wachsen bis zu sieben Zentimeter jährlich! Höhenverstellbare Tischflächen mit Neigungswinkeln, die sich individuell einrichten lassen, helfen mit, gesunde Haltung zu bewahren.

Foto: thinkstockphotos.de

Platz sparen

Kinder brauchen grundsätzlich viel Platz zum Austoben. Deshalb muss das Mobiliar im Kinderzimmer nicht nur einiges aushalten, sondern auch möglichst platzsparend sein. Zu viele Möbel verstellen den Spielraum. Die Industrie hat auch hier einige passende Antworten im Angebot: multifunktionale Möbel.

Hoch- oder Etagenbetten zum Beispiel: Oben wird geschlafen, darunter ist Platz für einen Schreibtisch oder einen begehbaren Kleiderschrank. Einige Modelle lassen sich mit Leitern, Tunnels oder Rutschen erweitern, die einfach hinzugefügt oder auch wieder entfernt werden können. So wird das eigene Bett im Handumdrehen zum Abenteuerspielplatz. Boxen und Podeste Auch modulare Holzboxen sind vielseitig einsetzbar: sowohl als Sitzgelegenheit als auch als Stauraum. Und als Spielgerät! Eine kleine Gruppe solcher Boxen - auch unterschiedlicher Farbe oder Größe - eignen sich wunderbar als riesenhafte Bauklötze für alle möglichen Spielszenarien.

Bodenpodeste sind eine tolle Möglichkeit, das Kinderzimmer für seine kleinen Bewohner noch attraktiver zu gestalten. Das Podest gliedert den Raum in verschiedene Bereiche und verwandelt jedes Zimmer in eine spannende Wohnlandschaft. In seinem Inneren ist auch noch Platz für herausziehbare Schubladen und damit zusätzlichen Stauraum. Handwerklich begabte Papas (oder Mamas) können die Sache gerne auch selbst in die Hand nehmen. Ein Podest ist bestimmt einfacher zu bauen als - sagen wir mal - ein Baumhaus.

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Alles in Ordnung

Jedes Kinderzimmer gleicht dann und wann einem Saustall. Kein Grund, sich graue Haare wachsen zu lassen. Je einfacher das Ordnungssystem, desto stressfreier gelingt das Aufräumen am Ende eines ereignisreichen Tages. Lieber großzügig - und nicht zu kleinteilig - denken. Auch hier helfen große Boxen und geräumige Schubladen (z.B. unter dem Bett oder in einem Podest). Darin kann man herumkugelndes Spielzeug ganz schnell wieder verschwinden lassen. Fangen Sie gar nicht erst an mit pedantischem Sortieren der Spielsachen in eigens dafür vorgesehenen Fächern. Das spart Ärger und wertvolle Lebenszeit.

Qualität & Material

Robust verarbeitete Möbel, die viel aushalten und alle Gesundheits- und Sicherheitsstandards erfüllen, haben ihren Preis. Gerade bei Kindermöbeln will man natürlich keine Kompromisse eingehen. Qualität lohnt sich - denn wenn Kindermöbel flexibel sind und mit den Kleinen mitwachsen, hat man damit auch viele Jahre seine Freude.

Das verwendete Material spielt dabei eine entscheidende Rolle. Massivholz ist schwer verrückbar, umweltverträglich und kann bei Bedarf auch mal abgeschliffen werden. Furnierte Kindermöbel sind oft einfach nur die kostengünstigere Alternative dazu. Kunststoff wiederum hat ein geringes Eigengewicht und kann Stoffe beinhalten, die Sie lieber nicht im Kinderzimmer riechen wollen. Dasselbe gilt übrigens auch für Lacke, die bei manchen Holzmöbeln immer noch zum Einsatz kommen. Zahlreiche Gütesiegel geben Auskunft über die sichere Verträglichkeit eines Möbelstücks.

Foto: thinkstockphotos.de

Sicher ist sicher

Das Thema Sicherheit ist im Kinderzimmer besonders groß zu schreiben. Alle Möbel müssen absolut standfest sein. Kinder nutzen Regale u.a. gerne als Kletterhilfe. Große Möbelstücke sollten daher fest mit der Wand verschraubt sein. Runde, weiche oder auch versenkte Griffe verringern die Verletzungsgefahr. Es gibt Kindersicherungen für Schubladen, um die Finger vor dem Einklemmen zu schützen. Bei vielen Kindermöbeln sind Ecken und Kanten bereits vorsorglich abgerundet. Falls nicht, gibt es spezielle Aufsätze aus Kunststoff zum Nachrüsten ("Ecken- und Kantenschutz"). Auch rutschfeste Teppichunterlagen können nicht schaden.

Bei Etagen- und Hochbetten ist die Leiter fest mit dem Bettgestell zu verschrauben, das obere Bett braucht eine Absturzsicherung (mind. 16 Zentimeter hoch). Kinder unter sechs Jahren sollten überhaupt nicht im oberen Bett schlafen.

Gut, wenn alle Fenster des Kinderzimmers (mit Schloss) zu verriegeln sind - selbst wenn das Kind noch gar nicht groß genug ist, um heranzukommen. Kindersicherungen aus Kunststoff, die auch nachträglich installiert werden können, kosten nicht viel und verhindern, dass sich ein Fenster weiter als ein paar Zentimeter öffnen lässt. Zusätzlich schützt eine solche Sicherung vor dem Einklemmen der Finger. Stromunfälle sind lebensgefährlich! Es dürfen nur kindersichere Steckdosen installiert sein. Das gilt natürlich für die gesamte Wohnung - im Kinderzimmer aber im Besonderen. Entsprechende Schutzvorrichtungen finden sich günstig in jedem Baumarkt.

Villa Kunterbunt

Wandfarben machen das Leben bunter. Aber auch das Bettzeug oder die Vorhänge bringen immer wieder frische Farbe in den verspielten Alltag der Kleinen. In einer gemeinsamen Aktion dürfen Wände oder Holzmöbel mit Wunschfarben bestrichen werden. Es geht nicht um künstlerische Höchstleistungen - die Kinder werden es einfach lieben. Den Akt des Malens ebenso wie ihr neu gestrichenes Zimmer.

Bei der kreativen Gestaltung ihrer Umgebung sollte man Kindern viel Freiraum lassen. Ein paar Dinge sind aus Erwachsenensicht dennoch zu beachten. Wenn sich etwa zwei Kinder ein Zimmer teilen, lässt sich der Raum mit unterschiedlichen Farben recht gut in zwei "Reiche" trennen. Einige Hersteller bieten ihre Kindermöbel in verschiedenen Farben an. Der gleiche Kasten - einmal in rot, einmal in orange - und schon ist für Verteilungsgerechtigkeit unter den Geschwistern gesorgt.

Foto: Instagram.com/merciparis

Psychologie der Farben

Ein Kinderzimmer muss viele Funktionen erfüllen, denn die Kinder spielen, lernen und schlafen ja normalerweise in ein und demselben Raum. Farben helfen dabei, das Zimmer in unterschiedliche Zonen - einen Ruhe- und einen Aktivitätsbereich - aufzuteilen. Für die aktive Ecke empfehlen sich helle und pastellige Töne wie zartes Grün, Gelb oder Orange. Rund ums Bett sorgen Blautöne oder ein dunkles Grün für beruhigende Wirkung. Von roten Wandfarben im Kinderzimmer rät die Farbpsychologie gänzlich ab, weil man weiß, dass Kinder dabei buchstäblich rot sehen: Lärmpegel und Aggressionsbereitschaft der Kleinen steigen.

Eine Welt der guten Ideen

Es müssen ja nicht unbedingt Fingerfarben sein: Wie aber wäre es mit Tafellack? Damit lassen sich große Wand- oder Möbelflächen bestreichen, die hinterher nach Herzenslust mit Kreide vollgekritzelt werden dürfen. Wie bei einer Tafel eben - und immer wieder abwischbar.

Beleuchtung ist auch im Kinderzimmer ein wichtiges Thema. Vor allem beim Einschlafen. Viele Kinder fürchten sich bei kompletter Dunkelheit. Die Türe zum Flur einen Spalt offen zu lassen ist eine Möglichkeit. Eine andere sehr nette Lösung, für die sich bestimmt auch die Kinder begeistern, sind LED- Lichterketten. Es gibt sie in allen möglichen Ausformungen und lustigen Motiven. Die kleinen Lämpchen sind nicht nur stromsparend, sondern sorgen auch für angenehm sanftes Dämmerlicht. Die ideale Beleuchtung zur Gute- Nacht- Geschichte.

Günther Kralicek, wohnkrone.at

Redaktion
krone.at
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