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17.08.2017 - 16:35
Foto: thinkstockphotos.de

Private Krankenversicherung für Kinder

11.05.2016, 18:21

Dass es in Österreich eine Zweiklassenmedizin gibt, kann kaum jemand leugnen. Wirklich gute ärztliche Betreuung und kurze Wartezeiten auf Termine bekommt man leider nur mit einer entsprechenden Zusatzversicherung. Erst als Erwachsener eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen, ist jedoch teuer. Ganz anders sieht es da schon für Kinder aus.

Ist der Abschluss sinnvoll?

Das kann nahezu uneingeschränkt bejaht werden. Zwar ist es so, dass in Österreich jeder unselbständig Erwerbstätige automatisch pflichtversichert ist und diese Krankenversicherung in der Regel Behandlungs- und Spitalskosten übernimmt. Aber die Standardbehandlung ist in etlichen Fällen nicht ausreichend. Und wenn man mehr will, muss man teils tief in die Tasche greifen.

Gerade für Kinder hat der Besuch von Wahlärzten etliche Vorteile:

  • Kurze Wartezeiten auf einen Termin, wenn man etwas braucht.
  • In der Ordination keine überfüllten Wartezimmer, in denen das Kind unnötigen Keimbelastungen ausgesetzt wird und auch hier nur kurze Wartezeiten.
  • Und intensive Betreuung, bei der man sich gut versorgt fühlt.

Private Krankenzusatzversicherungen übernehmen darüber hinaus je nach Paket auch die Kosten eines stationären Spitalsaufenthalts inklusive der Begleitkosten für die Eltern, sodass das Kind nicht allein über Nacht im Spital bleiben muss. Aber auch Kosten für Sehbehelfe, Impfungen, Medikamente, spezielle Therapien auch im alternativmedizinischen Bereich und sogar Zahnbehandlungen inklusive -regulierungen werden übernommen - und das alles zu meist sehr günstigen Tarifen. Denn wenn man ein Kind direkt nach der Geburt versichert, sind im Normalfall noch keine Vorerkrankungen vorhanden, welche die Prämie (wie bei einem Erwachsenen) steigen lassen.

Welche Pakete sind sinnvoll?

Kümmern Sie sich möglichst noch vor der Geburt des Kindes um die Einholung von Angeboten der verschiedenen Anbieter wie etwa UNIQA, Wiener Städtische, Allianz, Merkur, Generali, Muki oder Donau Versicherung. Lassen Sie sich ein volles Paket anbieten, in dem die stationäre Versorgung im Spital, die ambulanten Behandlungen und Heilbehelfe sowie ein Zahntarif enthalten sind. Alternativ lassen Sie sich diese drei Bereiche einzeln anbieten. So erkennen Sie aufgrund der Prämienunterschiede, was welcher Baustein kostet, und können entscheiden, welches Preis- Leistungs- Verhältnis Ihnen zusagt. Meist ist der Zahnbaustein am teuersten, gerade für Kinder jedoch sinnvoll, da im Teenager- Alter Zahnregulierungen oft gemacht werden müssen. Dieser Baustein ist auch meistens nicht separat erhältlich, sondern kann nur zusammen mit einem stationären oder ambulanten Tarif abgeschlossen werden.

Beachten Sie in jedem Fall die Summen und Einzelleistungen: Welche Versicherungssumme steht pro Jahr für Arztbesuche, Medikamente, Therapien, Impfungen etc. zur Verfügung? Werden die Begleitkosten im Spital übernommen? Vergleichen Sie die Angebote genau, denn nicht immer ist das billigste Angebot auch das beste. Denn wenn jede Einreichung einer Wahlarztrechnung hinterfragt und dann abgelehnt wird, ist das nicht zielführend.

Der Abschluss sollte dann so rasch wie möglich nach der Geburt erfolgen, solange noch keine Vorerkrankungen festgestellt wurden. Denn diese können zu Ausschlüssen oder Prämienerhöhungen führen. Üblicherweise ist der Abschluss ab Entlassung aus dem Krankenhaus nach der Geburt möglich. Damit sichern Sie Ihrem Kind dann auch fürs Erwachsenenalter eine günstige Zusatzversicherung. Für Kinder sind Zusatzversicherungen je nach Paket schon ab etwa 30 Euro monatlich erhältlich.

Wie bekommt man die Kosten retour?

Üblicherweise reicht man die Wahlarztrechnung zuerst bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung ein und erhält dann den Kostenbeitrag retour, den der Arzt bei einem Kassenvertrag direkt von der Kasse bekommen hätte. Diese Bestätigung reicht man danach bei der privaten Krankenversicherung ein und erhält die Differenz auf 100 Prozent zurückerstattet. Relativ einfach geht dies, indem man sich die digitale Handysignatur - beispielsweise bei seiner Hausbank - freischalten lässt und online über www.sozialversicherung.at  die Einreichung für das mitversicherte Kind macht. Bei den privaten Krankenversicherern kann man dann ebenfalls per E- Mail die Einreichung mit der Bestätigung der Kasse machen. Bei Leistungen, die von der Kasse nicht übernommen werden, zahlen die meisten privaten Krankenversicherer 80 Prozent der Kosten. 100 Prozent werden auch ohne Beteiligung der Kasse meist übernommen, wenn es eine eigene Versicherungssumme im Vertrag dafür gibt, wie etwa für Medikamente oder Impfungen bzw. Therapien oder Kuraufenthalte.

11.05.2016, 18:21
lhi/red
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