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23.09.2017 - 19:15
Foto: thinkstockphotos.de

Experten warnen: Für Eltern wird es immer schwerer

14.02.2017, 16:50

Das von Teilen der Wirtschaft geforderte und von der Regierung an die Sozialpartner weitergereichte Problemthema von flexibleren Arbeitszeiten wirft immer neue Fragen auf. Experten der Arbeiterkammer warnen, dass es durch eine Aufweichung oder Veränderung bisheriger Regelungen für junge Eltern schwer werden könnte.

Bis zu zwölf Stunden dauernde Arbeitstage wären ein großer logistischer Aufwand. Es könnte dazu führen, dass Frauen aus Vollzeitjobs hinausgedrängt werden, "weil sie unter diesen Bedingungen nicht mitmachen können", sagte Ingrid Moritz von der Arbeiterkammer am Dienstag im Ö1- "Morgenjournal". Die Spezialistin für Frauen und Familie weist darauf hin, dass Kindergärten mit Öffnungszeiten von zwölf oder mehr Stunden ganz selten zu finden sind.

AK- Expertin: "Für viele einfach katastrophal"

Besonders schwierig ist laut Moritz die Situation für junge Eltern in den westlichen Bundesländern. In Tirol und Vorarlberg schließen viele Betreuungseinrichtungen bereits vor 15 Uhr. "Das geht sich eigentlich nur mit Teilzeitarbeit aus", so die Arbeiterkammer- Expertin. Dazu kommen die Belastungen, dass viele Frauen pendeln und lange Wegzeiten haben. Ingrid Moritz: "Das ist von den Rahmenbedingungen für viele einfach katastrophal."

Die Arbeiterkammer appelliert an die Bundespolitik, dann deutlich strengere Bedingungen festzulegen, wenn der Bund Geld für die Kinderbetreuung bereithält. Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) sagt hingegen, dass eine Arbeitszeitflexibilisierung auch viele Chancen für die Familienfreundlichkeit öffnen würde, weil man sich Blockzeiten für die Arbeit und die Familie reservieren könne.

Familienministerin Sophie Karmasin
Foto: Zwefo

Scharfe Töne kommen aber ohnehin vom obersten Privatangestellten- Gewerkschafter Wolfgang Katzian. Er schließt aus, dass es eine Regelarbeitszeit von zwölf Stunden geben werde. Katzian meint, das könne nur "im Traumkatalog" einiger stehen, und für den Gewerkschafter ist klar: "Mit uns nicht!"

Gewerkschafter Wolfgang Katzian
Foto: APA/Georg Hochmuth

Kronen Zeitung

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