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18.08.2017 - 20:40
Foto: thinkstockphotos.de

Das richtige Verhalten bei einem Wohnungsbrand

02.05.2014, 13:46
Im Vorjahr wurden die österreichischen Feuerwehren zu etwas mehr als 40.000 Bränden gerufen, rund 28 Prozent davon betrafen Wohngebäude. Die Brandgefahr ist also nicht zu unterschätzen – und das richtige Verhalten im Fall des Falles absolut entscheidend.

Ein außer Kontrolle geratenes Feuer ist sehr schnell lebensgefährlich. Weniger durch die Flammen selbst, als durch die giftigen Gase, die dabei entstehen. Deshalb haben gerade Brände in der Nacht oft dramatische Auswirkungen, da Menschen während des Schlafs kaum von ihrem Geruchssinn gesteuert werden. Der Gehörsinn funktioniert jedoch einwandfrei – weshalb durch Rauchmelder Leben gerettet werden können.

Wo braucht man Rauchmelder?

Rauchmelder geben bei Rauchentwicklung ein akustisches Signal ab. Aber Achtung: Sie alarmieren nicht die Feuerwehr oder geben Löschwasser ab – das wäre der Effekt von Brandmeldeanlagen, wie man sie oft in Unternehmensgebäuden hat. Rauchmelder sind vorwiegend für den privaten Haushalt gedacht. Sinnvoll ist ein Rauchmelder pro Raum – speziell in den Hausfluren, Schlafräumen und im Wohnraum sollte dieser angebracht werden.

Im Badezimmer oder direkt in der Küche darf die Sinnhaftigkeit eines Rauchmelders hinterfragt werden, da dieser auch bei Wasserdampf anspringt und man somit riskiert, beim Duschen oder Kochen immer wieder eindringliche akustische Warnungen zu erhalten. Der Rauchmelder sollte mittig im Raum mit mindestens einem halben Meter Abstand zu den Wänden montiert werden. Es ist im Interesse der eigenen Sicherheit wichtig, nur CE- geprüfte Geräte zu kaufen.

Richtiges Präventivverhalten

Achten Sie besonders in der Küche darauf, die Brandgefahr nicht zu erhöhen, indem Sie Fett oder Bratgut auf der Herdplatte unbeaufsichtigt stehen lassen, brennbare Materialien, wie etwa Holzbretter oder Küchentücher in Herd- bzw. Ofennähe ablegen etc. Auch sollten sämtliche Elektrogeräte regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden: Überhitzen Geräte schnell oder zeigen sich Mängel in der Kabelisolierung, sollten diese repariert oder ersetzt werden. Deponieren Sie in der Küche eine Löschdecke, damit Sie Brände schnell ersticken können.

Stellen Sie gerne Kerzen in der Wohnung auf, platzieren Sie diese immer auf nicht brennbaren Unterlagen und in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen. Auch normale Lampen können brandgefährlich werden, wenn das Leuchtmittel so stark erhitzt, dass es beispielsweise Vorhänge oder andere entflammbare Materialien in der Wohnung entzünden kann. Grundsätzlich sollten Sie beim Kauf von Textilien wie Teppichen, Möbeln oder Vorhangstoffen hinterfragen, ob diese schwer entflammbar sind, und bevorzugt derartige Stoffe aussuchen. Vorsicht auch mit Heizdecken, Heizlüftern oder Ähnlichem, da auch diese bei Dauerbertrieb häufige Brandursachen sind.

Was tun, wenn es brennt?

Alarmieren Sie die Feuerwehr! Nennen Sie Ihren Namen, was passiert ist (Brand und Brandursache, wenn bekannt), Adresse und Anfahrtsweg sowie allenfalls wichtige Gegebenheiten, wie etwa eingeschlossene Personen. Sprechen Sie langsam und deutlich, damit man schneller reagieren kann und nicht erst das Gesagte hinterfragen muss.

Menschenrettung geht immer vor Brandbekämpfung! Bringen Sie hilfebedürftige Personen so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich und löschen Sie brennende Kleidung mit Decken.

Betreten Sie nach Möglichkeit niemals einen Raum, in dem ein Brand lodert. Ist in einem Zimmer ein Brand ausgebrochen, dann schließen Sie die Tür, damit kein Sauerstoff aus angrenzenden Räumen zur Brandstelle abgezogen werden kann. So ist das Feuer besser eingedämmt. Versuchen Sie nur dann, selbst zu löschen, wenn Sie dies für sich gefahrlos machen können, wie bei kleineren Bränden. Andernfalls versuchen Sie, brennbare Gegenstände aus der Reichweite der Flammen noch zu entfernen und schließen Sie die Tür. Versuchen Sie, Ritzen abzudichten, damit kein Sauerstoff in den Raum gelangen kann.

Generell sollten Sie im Haushalt einen ABC- Feuerlöscher haben, mit dem man Brände von festen, glutbildenden Stoffen, wie Holz und Papier, Brände von brennbaren Flüssigkeiten, wie Öl, Benzin oder sich verflüssigenden Kunststoffen, und Gasbrände löschen kann. Sind Sie zusätzlich mit einer Löschdecke für die Küche für klassische Fettbrände ausgestattet, haben Sie gute Chancen, Feuer bekämpfen zu können. Finger weg von kleinen Lösch- Sprays, Fire- Stops oder Ähnlichem, da diese oft kontraproduktiv sind.

Generell: Bei brennenden Elektrogeräten immer zuerst versuchen, den Stecker zu ziehen oder den FI- Schalter umzulegen, da Sie sonst beim Löschen mit Wasser einen Stromstoß bekommen können. Niemals Fettbrände mit Wasser löschen! Dieses verdampft und die heißen Wassertropfen verursachen schwere Verbrennungen.

Flucht

Haben sich durch den Brand bereits Rauchschwaden gebildet, sollten Sie sich nahe am Boden auf den Weg nach draußen begeben. Denn nachdem die heiße Luft und damit auch die Rauchschwaden aufsteigen, haben Sie in Bodennähe meist noch bessere Sicht und erträglichere Temperaturen. Benutzen Sie keine Aufzüge und entfernen Sie sich so weit wie möglich vom Brandherd.

Der Weg nach oben ist im Brandfall meistens der verkehrte, da der Rauch generell nach oben abzieht und bei einem Feuer sehr schnell die Sicht komplett fehlt. Nicht selten verlaufen sich Menschen in ihrem eigenen Haus, da sie einfach nichts mehr sehen können.

Suchen Sie so rasch wie möglich ein Fenster, über das Sie sich bemerkbar machen können. Nur so wissen Helfer und Feuerwehrleute, wo sie benötigt werden. Wenn Sie nach draußen gelangen konnten, weisen Sie die Feuerwehr ein und machen Sie diese auf die besonderen Gefahrenumstände wie eingeschlossene oder verletzte Personen aufmerksam.

02.05.2014, 13:46
lhi/red
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