Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.07.2017 - 15:21
Christian Morales ist bei Intel für das Geschäft in Europa, Afrika und im Nahen Osten zuständig.
Foto: Intel

Wie neue Prozessortechnik unseren Alltag verändert

07.09.2015, 14:56
Der Prozessorgigant Intel hat auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin seine neue Chipgeneration "Skylake" präsentiert und einige Anwendungsbeispiele für seine Mikrocomputer Curie und Quark gezeigt. Was aber bringen die neuen Chips im Alltag der Computernutzer? krone.at hat auf der IFA bei Intel-Manager Christian Morales nachgefragt.

Mit der neuen "Skylake"- Generation  hat Intel die Rechenpower seiner Core- i-Chips weiter gesteigert und den Stromverbrauch gesenkt. Das ermöglicht nicht nur dünnere und ausdauerndere Laptops und potentere PCs und All- in- Ones, sondern verändert auch die Art, wie wir Computer nutzen, gibt sich Intel- Manager Morales überzeugt.

Das gelte etwa für die Interaktion mit dem Rechner. Waren bisher Maus und Tastatur die wichtigsten Schnittstellen zwischen Nutzer und PC, sollen durch neue CPU- Technik weitere hinzukommen.

Neue PC- Interaktionsmöglichkeiten mit "Skylake"

Die Rechenpower von "Skylake" könnte man laut Morales beispielsweise für Sprach- und Gestenerkennung verwenden, zudem ließe sich die Sicherheit mit biometrischen Verfahren verbessern – etwa, wenn das Gesicht zum Passwort wird.

Wie zuverlässig das ist, haben Intel und Microsoft kürzlich in einem Versuch demonstriert. Dabei wurde ein mit RealSense- 3D- Kamera ausgestatteter Laptop mit Windows 10 mit Gesichtserkennung gesichert und anschließend mit Zwillingen konfrontiert.

Das verblüffende Ergebnis: Die Kamera war imstande, die Zwillinge beim Login- Versuch zu unterscheiden und nur dem richtigen Nutzer Zugang zum PC zu gewähren.

Neue Anforderungen in der vernetzten Wirtschaft

Fortschritte sollen die neuen Chips auch beim mobilen Arbeiten mit sich bringen. "Seit dem Tablet- Boom erwarten die Leute lange Laufzeiten von Laptops", sagt der Intel- Manager. Und mit "Skylake" sei man nun tatsächlich in der Lage, mobile Arbeitsgeräte mit zehn Stunden Akkulaufzeit anzubieten, die gleichzeitig dünner und leistungsfähiger als ihre Ahnen sind.

Für die "kollaborative Welt" der Wirtschaft, die immer weiter voranschreitet, sei dies von entscheidender Wichtigkeit. Wenn Besprechungen durch hochauflösende Video- Chats ersetzt werden und Menschen rund um den Globus zusammenarbeiten, brauche es IT- Plattformen, die für diese Szenarien gerüstet sind.

Intel forciert Standard für kabelloses Laden

Geht es nach Morales, gehören zu diesen Plattformen freilich nicht nur Prozessoren, sondern auch das technische Drumherum. Kabelloses Laden will der Chipkonzern beispielsweise mit eigenen Standards ebenfalls vorantreiben.

Die Idee: Wer viel mit seinem Laptop reist, soll unabhängig von – in fremden Ländern womöglich nicht mit dem eigenen Netzteil kompatiblen – Steckdosen werden und sein Gerät stattdessen überall dort laden, wo es entsprechende Ladeplatten dafür gibt – etwa in Büros oder Kaffeehäusern.

Intel treibt Internet der Dinge voran

Dabei könnte es gut passieren, dass die Laptops auf den Ladeplatten nur ein paar von Dutzenden Rechnern in den Kaffeehäusern der Zukunft sind. Im Verborgenen treibt Intel mit seinen Mini- Computerplattformen Quark , Curie  und Edison  nämlich den Gedanken vom Internet der Dinge voran.

Vernetzte Geräte sollen in den nächsten Jahren massiv an Fahrt aufnehmen. "Sie werden von jeder großen Firma kommen", ist Morales überzeugt. Vernetzte Autos werde es ebenso geben wie vernetzte Bewässerungssysteme in der Landwirtschaft, intelligente Kleidung oder vernetzte Haushaltsgeräte und Haussensoren.

Und was hat der Durchschnittsbürger davon? Mehr Lebensqualität und geringeren Stromverbrauch zum Beispiel, glaubt Morales. Lebensqualität sollen etwa die vielen mit Sensoren ausgestatteten Geräte bringen, die wir künftig an unseren Körpern tragen. Sie protokollieren, was wir tun – und mahnen im Idealfall dazu, der Gesundheit zuliebe noch etwas mehr zu tun.

Weniger Energie- und Wasserverbrauch

Der Energieverbrauch ließe sich durch das Internet der Dinge ebenfalls senken. Wenn Geräte – etwa durch Datenanalyse in der Cloud - wissen, wann Verbrauchsspitzen herrschen, können sie diese meiden und so die Strom- Infrastruktur schonen. "30 Prozent aller Kraftwerke könnten so überflüssig werden", sagt Morales.

Ein anderes Anwendungsszenario von Mikrocomputern wie Curie: die Landwirtschaft. Die intelligente Analyse des Bedarfs von Nutzpflanzen mit vernetzten Mikrocomputern könnte helfen, bedarfsorientierter zu bewässern und den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft beispielsweise in trockenen Regionen um bis zu 80 Prozent senken.

Freilich: Damit das auch klappt, braucht es innovative Ideen. Mikrocomputer für den Bau eines Pflanzenbewässerungssensors zu verwenden, sei beispielsweise die Idee eines erst 14- jährigen Tüftlers gewesen, weiß Morales. Der Bursch hatte seine Idee mit Intel- Technik und Teilen aus dem 3D- Drucker umgesetzt.

07.09.2015, 14:56
der
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum