Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
09.12.2016 - 08:35
Foto: thinkstockphotos.de, WhatsApp

WhatsApp führt Ende- zu- Ende- Verschlüsselung ein

06.04.2016, 13:10

WhatsApp macht die Schotten dicht: Alle Inhalte, die über den zu Facebook gehörenden Kommunikationsdienst laufen, sind künftig durch die sogenannte Ende- zu- Ende- Verschlüsselung geschützt, wie die Gründer Jan Koum und Brian Acton am Dienstag dem US- Magazin "Wired" sagten.

Texte, Fotos, Videos oder Anrufe würden dadurch nur noch für die beteiligten Nutzer sichtbar sein, aber nicht mehr für WhatsApp selbst, hieß es. Der Dienst kann die Inhalte damit auch nicht mehr an Sicherheitsbehörden weitergeben, was die Spannungen zwischen dem Silicon Valley und der US- Regierung in Washington weiter verschärfen dürfte.

"Niemand kann in diese Nachrichten schauen. Keine Hacker. Keine unterdrückenden Regimes. Nicht einmal wir", erklärte WhatsApp in seinem Blog . Die Kommunikation werde nun so privat "wie eine Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht". Die Ende- zu- Ende- Verschlüsselung funktioniere in der neuesten WhatsApp- Version automatisch und könne nicht abgeschaltet werden.

WhatsApp- Mitgründer Jan Koum führte auch persönliche Gründe dafür an, dass der Schutz privater Kommunikation für ihn "einer der wichtigsten Punkte" sei. "Ich bin während der Herrschaft der Kommunisten in der Sowjetunion aufgewachsen und die Tatsache, dass Menschen nicht frei sprechen konnten, ist einer der Gründe, warum meine Familie nach Amerika ausgewandert ist."

Foto: APA/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

Zankapfel Verschlüsselung

Allerdings droht der Firma nun gerade mit den US- Behörden Ärger. Zuletzt hatte sich die US- Bundespolizei wochenlang mit Apple gestritten, weil sie die Entschlüsselung eines iPhones durchsetzen wollte, das von einem Attentäter benutzt worden war. Einer entsprechenden gerichtlichen Anordnung widersetzte sich Apple. Letztlich knackte das FBI das Smartphone selbst, das Verfahren wurde damit hinfällig.

Medienberichten zufolge ist WhatsApp in den USA bereits in einen ähnlichen Rechtsstreit mit Behörden verwickelt. Der Messenger- Dienst soll außerdem ebenso wie das Konkurrenzprodukt Telegram von den Attentätern benutzt worden sein, die im November in Paris 130 Menschen töteten.

Amnesty: "Großer Sieg für Menschenrechte"

In den USA wird bereits über eine Gesetzesinitiative diskutiert, die Technologieunternehmen verpflichten könnte, "Schlüssel" zu den Nutzerdaten in ihren Diensten vorzuhalten und im Falle von Ermittlungen herauszugeben. Ähnliche Debatten gibt es auch in Frankreich und Großbritannien. Kritiker fürchten, dass solche Regelungen Hackern und autoritären Regierungen den Zugriff auf die Daten erleichtern würden.

Amnesty International begrüßte das Vorgehen von WhatsApp. Es handele sich um "einen großen Sieg für die Menschenrechte" und einen "kräftigen Schub für die Fähigkeit der Menschen, sich auszudrücken und ohne Angst zu kommunizieren", erklärte Tanya O'Connell von Amnesty.

06.04.2016, 13:10
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum