Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
04.12.2016 - 12:58
Foto: APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul (Symbolbild)

Wenn Forschungsdrohnen auf die Tierwelt treffen

24.05.2016, 08:01

Wissenschaftler beobachten Tiere immer häufiger mit Hilfe von Drohnen. Da es bisher wenige Erkenntnisse darüber gibt, wie sehr diese Flugkörper etwa Vögel, Elefanten oder Robben stören, mahnen australische Forscher zur Vorsicht. Jarrod Hodgson und Lian Pin Koh von der Universität in Adelaide haben deshalb Regeln aufgestellt, die sie im Fachjournal "Current Biology" präsentieren.

Drohnen haben sich in der Forschung schnell verbreitet, weil sie mehrere Vorteile bieten: Sie ersetzen beispielsweise Hubschrauber oder Flugzeuge, mit denen Brutkolonien von Vögeln oder Populationen anderer Tiere gezählt wurden. Der Aufwand verringert sich dadurch erheblich. "Drohnen können systematische Daten mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung erzeugen", schreiben Hodgson und Koh. Außerdem stellen diese Fluggeräte in der Regel einen geringeren Eingriff in die Natur dar als eine direkte Beobachtung durch den Menschen.

Drohnen können Tiere in Stress versetzen

Dennoch könne ein Fluggerät bei Tieren Stress verursachen, selbst wenn es ihnen nicht anzumerken sei, betont Hodgson. "Beispielsweise könnte sich ein Vogel entscheiden, in der Nähe einer Drohne zu bleiben, obwohl er gestresst ist, weil er ein Ei ausbrütet oder sein Junges schützt." Der Forscher hebt hervor, dass die aufgestellten Regeln nicht gegen die Nutzung von Drohnen gerichtet seien: "Nach unserer Erfahrung will die überwiegende Mehrheit der Drohnennutzer, sowohl Biologen als auch Hobbypiloten, keine Tiere stören und hört auf den Rat von Experten." Allerdings sei den Drohnenpiloten nicht immer bewusst, was die Tiere stören könnte.

Vorschriften ähnlich wie bei Labortieren

Hodgson und Koh fordern neben allgemeiner Vorsicht die Anwendung ethischer Vorschriften, wie sie auch bei Labortieren gelten. Für jede einzelne Forschungsaufgabe sollte eine geeignete Drohne ausgewählt werden. Die Einhaltung gesetzlicher Regelungen wird ebenso angemahnt wie die regelmäßige Wartung des Fluggeräts und wiederkehrendes Training der Nutzer. Bei erkennbarer Störung der Wildtiere sollten Drohneneinsätze abgebrochen werden. Schließlich verlangen die Autoren, dass Wissenschafter die Drohnenflüge so detailliert wie möglich in den Fachartikeln dokumentieren.

Wirkung der Drohnen soll erforscht werden

Die australischen Biologen befürworten eine verstärkte Forschung, ob und wie welche Art von Drohnen welche Tiere stören. Vor einem Jahr kam eine französische Studie zum Ergebnis, dass Stockenten, Flamingos und Grünschenkel gelassen bleiben, wenn sich ihnen Quadrokopter auf bis zu vier Meter nähern. Nur wenn die Fluggeräte direkt über ihren Köpfen schwebten, bewegten die Tiere ihren Kopf oder ihr Gefieder oder flohen.

24.05.2016, 08:01
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum