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03.12.2016 - 09:11
Foto: Volvo/Robin Aron

Vernetztes Fahren: Hersteller testen "Platooning"

07.04.2016, 09:31

Dicht an dicht rollen die Lastwagen schon jetzt über die Autobahnen - künftig könnten sie noch näher aneinander heranrücken, wie Lastwagen von sechs europäischen Herstellern im Rahmen der "European Truck Platooning Challenge" jetzt demonstrierten. Sie fuhren deutlich dichter am Heck des Vordermanns als sonst üblich. Ermöglicht wurde dies durch eine neue Technologie, das sogenannte Platooning, die die Hersteller auf einer vom niederländischen Verkehrsministerium initiierten Sternfahrt in fünf Ländern nach Rotterdam testeten.

Beim Platooning (engl für: in Kolonne fahren) fahren miteinander vernetzte Lastwagen enger hintereinander her, als sie es sonst würden. Möglich wird das durch Fahrerassistenzsysteme wie Spurhalteassistenten sowie Abstandshalter und die Kommunikation zwischen den Lastwagen via WLAN. Die Lastwagen können dadurch deutlich näher auffahren als es der notwendige Sicherheitsabstand bisher ermöglicht.

Foto: Volvo/Robin Aron

Sprit sparen, Staus vermeiden

Beim Autobauer Daimler etwa spricht man von nur 15 statt der bisher gesetzlich vorgeschriebenen 50 Meter Abstand. Dadurch wird der Luftwiderstand verringert. Auf diese Weise sollen Kraftstoff gespart und der Ausstoß von Kohlendioxid verringert werden. Außerdem brauchen die Lastwagen weniger Platz auf der Autobahn. Das gleichmäßige Tempo soll auch Staus verhindern.

Fahrer kann jederzeit eingreifen

Die Fahrzeuge sind mit modernen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet. Außerdem haben sie ein spezielles Modul, dass die Kommunikation via WLAN zwischen den Lastwagen ermöglicht. Auf diese Weise informiert ein vorausfahrendes Fahrzeug den Hintermann binnen Sekundenbruchteilen, wenn er bremst. So sollen beispielsweise Auffahrunfälle am Stauende vermieden werden. Der Fahrer hat allerdings zu jeder Zeit die Kontrolle über das Fahrzeug.

Gesetzeslage hinkt nach

Auf neue Überholmanöver einstellen müssen sich Autofahrer vorerst aber noch nicht. Für die Sternfahrt nach Rotterdam wurde eine Ausnahmeregelung geschaffen, denn bis jetzt lassen die Gesetze in Europa freihändige Fahrten nicht zu, außerdem ist ein gesetzlicher Mindeststandard von 50 Metern zwischen Lastwagen vorgeschrieben. Nach Einschätzung der Hersteller ist die Einführung des Konzepts bis zum Jahr 2020 in Europa aber zumindest technisch denkbar.

07.04.2016, 09:31
AG/red
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