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11.12.2016 - 03:53
Foto: YouTube.com/Carbon3D Brand / Video: YouTube.com/Carbon3D Brand

US- Start- up enthüllt bizarre neue 3D- Druckmethode

17.03.2015, 14:08
Normalerweise fertigen 3D-Drucker Objekte in einem langwierigen Verfahren Schicht für Schicht – meist aus Plastik, beim Laser-Sintern auch aus Metall. US-Forscher haben jetzt eine neue Methode des 3D-Drucks entwickelt, bei der Objekte aus einer lichtempfindlichen Flüssigkeit "gezogen" werden - und zwar deutlich schneller als beim herkömmlichen 3D-Druck.

Bei ihrer neuen 3D- Drucktechnologie namens Continous Liquid Interface Production (CLIP) haben sich die Tüftler des US- Start- ups Carbon3D von einem Science- Fiction- Klassiker inspirieren lassen und eigenen Angaben zufolge ein Verfahren entwickelt, das ein wenig an den Flüssigmetall- T-1000 aus "Terminator 2"  erinnert.

Polymerschleim härtet unter UV- Licht aus

Das Video oben zeigt die bizarren Druckvorgänge mit der CLIP- Methode. Die Funktionsweise basiert auf den speziellen Eigenschaften des schleimigen Ausgangsstoffs für den 3D- Druck, berichtet "Quartz" . Die polymerhaltige Masse ist flüssig, wenn sie Sauerstoff ausgesetzt wird, härtet unter UV- Licht aber aus.

Eine spezielle Licht- und sauerstoffdurchlässige Linse am Boden des Behälters mit der Flüssigkeit wird bei der CLIP- Methode verwendet, um mittels Lichtstrahl Strukturen in die Flüssigkeit zu projizieren, die dem am Ende gewünschten Objekt entsprechen. Die gezielt ausgehärteten Strukturen werden dann aus der Flüssigkeit "gezogen".

Deutlich schneller als andere Methoden

Geht es nach den Erfindern der CLIP- Methode, könnte ihr Verfahren den 3D- Druck nachhaltig verändern – hauptsächlich wegen seiner hohen Geschwindigkeit. Die Methode sei 25 bis 100 Mal so schnell wie herkömmliche 3D- Druckverfahren, so Carbon3D.

Die CLIP- Methode soll mit verschiedenen Polymeren funktionieren und Objekte fertigen, die stabiler sind als andere 3D- gedruckte Strukturen. Bislang gibt es 3D- Drucker, die mit der CLIP- Methode arbeiten, nur als Prototypen. Carbon3D plant aber, bereits nächstes Jahr fertige Produkte auf den Markt zu bringen.

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