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07.12.2016 - 22:10
Foto: © [2009] JupiterImages Corporation

US- Behörde fordert totales Handy- Verbot am Steuer

14.12.2011, 09:12
Telefonieren und Simsen am Steuer soll nach dem Willen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB landesweit verboten werden. "Keine E-Mail, keine SMS, kein Update, kein Anruf ist ein menschliches Leben wert", sagte NTSB-Chefin Deborah Hersman am Dienstag. Ihre Behörde empfahl den 50 US-Bundesstaaten, Handys am Steuer komplett zu verbieten, auch bei einer Freisprecheinrichtung.

Diese Empfehlung - die rechtlich zwar nicht bindend ist, den Bundesbehörden aber als wichtige Orientierung gilt - werde "bei einigen Leuten nicht sehr populär" sein, ergänzte Hersman. Es habe aber schon "zu viele" Unfälle wegen Ablenkungen durch das Mobiltelefon gegeben.

Die Empfehlung der Verkehrssicherheitsbehörde ist das Ergebnis einer Untersuchung eines Unfalls vom August 2010, bei dem ein SMS- schreibender Pickup- Fahrer in Missouri eine Karambolage mit zwei Toten verursacht hatte. Der Mann hatte in den elf Minuten vor dem Unfall elf Kurznachrichten am Steuer geschrieben und empfangen. In Dutzenden Bundesstaaten ist das Simsen am Steuer daher bereits verboten.

SMS am Steuer steigern Unfallgefahr um das 23- Fache

Hintergrund ist eine bereits 2009 veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des Virginia Tech Transportation Institute, der zufolge das SMS- Tippen während der Fahrt weitaus gefährlicher ist als bisher angenommen. Demnach steigt die Unfallgefahr bei Lastwagenfahrern um das 23- Fache, wenn sie am Lenkrad Textmeldungen tippen, statt sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Beim SMS- Schreiben schauten die Lkw- Lenker im Schnitt 4,6 bis 6 Sekunden lang nicht auf die Straße. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 80 Stundenkilometern entspricht das der Länge eines Fußballfelds. Das Wählen einer Telefonnummer auf dem Handy erhöhte die Unfallgefahr um das Sechsfache, das Greifen nach dem Mobiltelefon fast um das Siebenfache.

14.12.2011, 09:12
AG/red
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