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03.12.2016 - 19:37
Foto: © [2008] JupiterImages Corporation

Tipps für das perfekte Unterwasserfoto

29.07.2008, 16:41
Unter Wasser lockt eine bunte und lebhafte Welt, die Schnorchler und Taucher in aller Welt fasziniert. Wer diese einmaligen Eindrücke im Foto festhalten möchte, stößt jedoch oft auf Grenzen - blaustichige Aufnahmen und verblasste Farben sind die häufigsten Probleme. Wie du den Widrigkeiten unter Wasser begegnest und alle Tipps für perfekte Unterwasserfotos findest du hier!

Am Anfang steht naturgemäß die Kamera selbst. Einweg- Kameras sind der günstigste Weg, Schnappschüsse unter Wasser aufzunehmen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wegwerf- Kameras sind billig und der Benützer muss sich keine Sorgen um Wasser in oder Spuren von Sand und Sonnencreme auf seinem Equipment zu machen. Andererseits sind diese Kameras nur bis zu einer Tiefe von etwa zehn, fünfzehn Metern einsetzbar, die Bildanzahl ist stark beschränkt und die Fotos müssen entwickelt beziehungsweise eine Foto- CD gebrannt werden - den Komfort einer Digicam können sie nicht bieten.

Wer lieber mit seiner eigenen Kamera auf Unterwasserstreifzug geht, kann sich entweder einen elastischen, wasserdichten Plastikbeutel (zu benützen mit praktisch alle aktuellen Digitalkameras) oder ein festes Unterwassergehäuse zulegen. Der Beutel schützt die Digicam bis etwa zehn Meter Tiefe, er sorgt allerdings wegen der eingeschlossenen Luft für Auftrieb. Die Kamera sollte daher immer mit Band am Handgelenk befestigt werden. Vorteil des Beutels: Er ist mit einem Preis ab etwa 120 Euro etwas günstiger als ein festes Gehäuse und schützt die Digicam am Strand auch vor Sand. Feste Unterwassergehäuse gibt es nicht für alle Digitalkameras, einen guten Überblick bietet die Website Digideep (Link siehe Infobox!). Ein Gehäuse ist ab etwa 150 Euro zu haben, damit gelingen wegen der genauen Anpassung an den Kameratyp bessere Aufnahmen.

Unabhängig von den beiden Varianten: Temperaturunterschiede zwischen Kamera und Wasser können zu Kondenswasser führen, deshalb sollte zusätzlich immer ein Säckchen Silicagel (das Flüssigkeiten aufsaugt) in Beutel oder Gehäuse gepackt werden.

Wann fotografieren?

Die ideale Tageszeit für Unterwasserfotos ist die Mittagszeit, da die Sonne dann fast senkrecht ins Wasser fällt und die Wasseroberfläche weniger reflektiert.

Wie fotografieren?

Der beste Tipp für schöne Fotos ist, möglichst nahe an das Motiv zu tauchen. Dabei ist Ruhe gefragt, denn zu heftige Bewegungen verscheuchen nicht nur Fische und verwackeln Aufnahmen, der Fotograf könnte außerdem Sedimente vom Boden aufwirbeln - was Farben verblassen und Konturen verschwimmen lässt. Statt des Zooms sollte wenn nötig lieber die Makrofunktion aktiviert werden.

Und die Farben?

Schon in einer Tiefe von fünf Metern werden Orange- und Rottöne aus dem Licht gefiltert - was mit zunehmendem Abtauchen blaustichige Aufnahmen und eine Verringerung des Kontrasts verursacht. Um die Farben der bunten Unterwasserwelt auch auf Foto zu bannen, hilft ein manueller Weißabgleich. Im Fachhandel sind spezielle Tafeln hierfür erhältlich, praktischer ist der Weißabgleich unter Wasser mit einem weißen Bootskiel.

Zusätzliches Licht - aber wie?
Auf den eingebauten Blitz sollten Unterwasserfotografen verzichten, er ist häufig zu nah am Objektiv. So blitzt er meist nur die Schwebeteilchen im Wasser statt des eigentlich interessanten Motivs an - verschwommene Fotos mit Graustich sind die Folge. Feste Unterwassergehäuse bieten eine "Streuscheibe", die das Blitzlicht besser verteilt. Profis verwenden einen externen Blitz an einem flexiblen Arm - so können die Unterwasserbewohner optimal ausgeleuchtet werden. Wem das zu teuer ist, der kann auch einfach auf eine Tauchlampe zurückgreifen.

Weitere praktische Tipps

Keine Angst vor Experimenten unter Wasser - eine Möglichkeit ist, von unten nach oben gegen das Licht zu fotografieren, so fängt das Bild die Sonnenstrahlen im Wasser ein. Genauso interessant: Fotos, die halb über, halb unter Wasser aufgenommen werden - denn durch die Brechung im nassen Element wirken Objekte größer und näher als an der Luft.

Wer eine Digicam mit abschaltbarem LCD- Monitor besitzt, sollte darauf achten, diesen vor dem Abtauchen einzuschalten. Schließlich ist das Erkennen eines Motivs durch den Sucher mit Taucherbrille ein recht schwieriges Unterfangen. Eine große Speicherkarte sollte für Unterwasser- Digifotofans eine Selbstverständlichkeit sein, das Wechseln ist mit feuchten Fingern auf einem schwankenden Boot oder fliegendem Sand nicht zu empfehlen.

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