Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
11.12.2016 - 11:05
Foto: thinkstockphotos.de

Sprechende Busse gegen surfende Fußgänger in USA

07.05.2014, 12:28
Fußgänger, die ihre Augen beim Überqueren von Fahrbahnen statt auf den sie umgebenden Verkehr lieber auf das Smartphone richten, werden in den USA immer mehr zum Problem. Nach einer massiven Zunahme von Unfällen hat sich das Verkehrsministerium daher nun des Themas angenommen und experimentiert in Portland im US-Bundesstaat Oregon mit sprechenden Bussen.

Seit März wurden 45 Busse des lokalen Verkehrsbundes TriMet mit unterschiedlichen Warnsystemen ausgestattet. "Wir wollen prüfen, wie man Fußgänger am besten warnt, insbesondere beim Abbiegen des Busses", sagt Harry Saporta, Sicherheitsbeauftragter von TriMet. Aus Lautsprechern, die an den Bussen installiert wurden, ertönen Sätze wie "Fußgänger, der Bus biegt ab". Getestet werden sechs Monate lang auch visuelle Warnsignale wie das Aufleuchten von LED- Lichtern am Bus.

Zahl der Unfälle durch "abgelenktes Gehen" nimmt zu

Neun von zehn US- Bürgern besitzen mittlerweile ein Handy. Mehr als zwei Drittel von ihnen kontrollieren einer Studie des Pew Research Centers zufolge regelmäßig ihr Telefon auf Neuigkeiten, selbst wenn es weder läutet noch vibriert - und das sogar mitten auf der Straße. Forscher der University of Washington beobachteten im Jahr 2012 in Seattle mehrere Straßenkreuzungen. Ergebnis: Mehr als 15 Prozent der über 1.100 erfassten Passanten waren mit ihrem Handy beschäftigt, während sie über eine viel befahrene Kreuzung gingen.

"Abgelenktes Gehen ist im Prinzip das Gleiche wie abgelenktes Autofahren. Und beides nimmt derzeit zu", sagte Jack Nasar von der Ohio State University. Der Stadtplaner ermittelte im vergangenen Jahr, dass sich der Anteil von Fußgängerunfällen, die auf die Handynutzung zurückgehen, von 2005 bis 2010 mehr als verdoppelt hat. Demnach mussten 2010 über 1.500 Passanten ins Krankenhaus, nachdem sie beim Gehen auf ihrem Handy getippt oder mit diesem telefoniert hatten.

Wer SMS schreibt, muss Strafe zahlen

Initiativen, die "abgelenktes Gehen" ("distracted walking") generell unter Strafe stellen wollen, sind bisher mehrheitlich gescheitert. So zum Beispiel im Bundesstaat Utah, wo der Verkehrsbetrieb einen 50- Dollar- Strafzettel für Passanten forderte, die in der Nähe von Bahngleisen SMS schreiben, telefonieren oder Kopfhörer tragen. Das Parlament von Utah stimmte 2012 gegen den Vorschlag. "Das schießt über das Ziel hinaus, und schon bald haben wir für alles ein Gesetz, was wir in der Gesellschaft tun", sagte der republikanische Abgeordnete Val Peterson der Zeitung "Salt Lake City Tribune".

Mindestens eine Stadt schaffte es dennoch, ein entsprechendes Gesetz durchzubringen: In Rexburg im Bundesstaat Idaho ist das SMS- Schreiben auf Straßenkreuzungen oder Zebrastreifen im Jahr 2011 verboten worden - wer dagegen verstößt, muss rund 100 Dollar (72 Euro) Strafe zahlen.

07.05.2014, 12:28
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum