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23.05.2017 - 01:21
Foto: flickr.com/Andrew Mager

Spotify ist Gift für Lebensdauer von SSD- Speicher

10.11.2016, 10:30

Wer einen PC oder ein Notebook mit flottem SSD- Speicher sein Eigen nennt und gerne Musik via Spotify streamt, tut seinem Gerät damit keinen Gefallen. Spotify kann durch eine ungewöhnlich hohe Schreibbelastung nämlich Gift für die SSD sein und zu einem vorzeitigen Versagen des Datenträgers führen. Glücklicherweise gibt es einen inoffiziellen Trick, der das Problem behebt.

SSDs, die Daten nicht wie bei einer Festplatte auf Magnetscheiben, sondern auf Flash- Speicher deponieren, sind durch ihre hohe Geschwindigkeit ein echter Systemturbo in PC oder Laptop. Sie sind allerdings nicht für extreme Schreibbelastung ausgelegt: Je öfter Daten auf die SSD geschrieben und wieder überschrieben werden, umso schlechter ist das für die Lebensdauer des Speichermediums.

Da ist es umso bedenklicher, dass Spotify einem Bericht des IT- Portals "Golem"  zufolge enorme Schreibbelastungen für die SSD erzeugt. Schreibvorgänge von bis zu einem Gigabyte pro Stunde sollen allein durch die gestartete App zustande kommen, pro abgespieltem Song sollen bis zu 300 Megabyte an Schreibbelastung entstehen. Wer Spotify intensiv nutzt, erzeugt so an einem einzigen Tag Hunderte Gigabyte Schreibbelastung für die SSD, über einen längeren Zeitraum kommen etliche Terabyte zusammen. Das sind Belastungen, die dem Bericht zufolge eher in Rechenzentren üblich sind, nicht am PC oder Laptop daheim.

Hohe Belastung kann SSD- Lebensdauer einschränken

Auf lange Sicht kann das zu einem Problem werden. Wer eine SSD als Systemplatte nutzt, muss mit einer mit der Zeit nachlassenden Performance rechnen, womöglich wird über die Jahre ein Austausch fällig - und mit ihm die komplette Neuinstallation der Software. Wer eine SSD als einzigen Massenspeicher in seinem System nutzt - etwa in einem Notebook mit großer SSD - riskiert überdies Datenverlust, falls die SSD Probleme macht und getauscht werden muss.

Bei Spotify kennt man das Problem, bislang hat der Streaming- Anbieter jedoch noch kein Update veröffentlicht, das die exorbitante SSD- Belastung behebt. Stattdessen verärgert man Nutzer, die auf das Problem hinweisen, mit Standardantworten und rät zur Neuinstallation der Anwendung. Das hilft allerdings nichts gegen die hohe SSD- Belastung. Wer hier Abhilfe schaffen will, muss in die Trickkiste greifen und Spotify dazu animieren, vermehrt Daten in den Arbeitsspeicher auszulagern, statt die SSD zu belasten. Wie das geht, wird hier erklärt.  Einen Ersatz für einen offiziellen Patch, der das Problem behebt, stellt das freilich nicht dar.

10.11.2016, 10:30
krone.at
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