Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
02.12.2016 - 22:10

SPAM übers Telefon dank VoIP immer attraktiver

23.07.2008, 15:26
Was heute Internetnutzer rund um die Welt zur Verzweiflung treibt, könnte schon bald auch beim Telefonieren zur Plage werden: Unerwünschte Werbebotschaften erreichen immer öfter nicht mehr nur die Mailbox, sondern auch das Ohr des Konsumenten. Telefonwerbung hat in letzter Zeit zugenommen und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht, sind Experten überzeugt.

Der Trend zur Internettelefonie könnte dieses Problem sogar noch verschärfen. Denn dadurch wird es möglich, dass Computer Tausende Personen pro Minute kostengünstig anrufen und ihnen Werbenachrichten vorspielen. „Sinkende Preise für die Internettelefonie werden dafür sorgen, dass sich „Spam over Internet Telephony“, kurz SPIT, in Zukunft genauso stark ausbreitet wie E- Mail- Spam“, prognostizieren die Experten von Steria Mummert Consulting.

Österreichische Provider: Fällte noch extrem selten

In Österreich bemerkt man davon anscheinend noch nichts. Beim Kabelnetzbetreiber UPC ist SPIT „eigentlich überhaupt kein Thema“ und beim Internetprovider Silver Server „ist das Problem noch nie aufgetaucht, das sehen wir entspannt“. Derzeit sei die Gefahr noch sehr gering und die Fälle extrem selten, meinte auch Josef Pichlmayr, Geschäftsführer des österreichischen Software- Unternehmens Ikarus. „Solange man mit traditionellem Spam noch Geld verdienen kann, ist das wenig lukrativ.  Wir registrieren aber Versuchsballone in diese Richtung“, so Pichlmayr, der SPIT als „hippes Thema“ bezeichnet. Sollte sich VoIP auch bei den Konsumenten weiter verbreiten, werde die Gefahr durch die steigende Attraktivität für Angreifer zunehmen.

SPIT bringt auch Phishing mit sich

Anrufe und Faxe zu Werbezwecken sind zwar ohne vorherige Einwilligung des Teilnehmers laut Paragraf 107 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) 2003 unzulässig und verwaltungsbehördlich strafbar. Die Eindämmung durch Gesetze hat bei Spam über Internettelefonie aber nur geringe Erfolgsaussichten, meint Steria Mummert Consulting. Die Anbieter müssten vielmehr eigene Schutzmaßnahmen gegen die lästige Telefonwerbung entwickeln. Da Anrufe via Internet mit einer manipulierten Anruferkennung momentan noch schwierig herauszufiltern seien, nehme außerdem die Gefahr von Phishing- Attacken zu.

Aber auch der herkömmliche Telefon- Spam wird immer mehr zur Plage. „Unerwünschte Werbeanrufe nehmen seit zwei Jahren einen Top- Platz bei den Beschwerden ein“, sagte Daniela Zimmer von der Arbeiterkammer. Wer etwa mit Lotto- Gemeinschaften konfrontiert sei, die nach der Konto- Nummer fragen, sollte sich nicht nur ärgern, sondern mit einer Sachverhaltsdarstellung reagieren. Allerdings würden viele Anrufer aus dem Ausland agieren. „Manche Unternehmen melden kurzfristig eine Nummer an, brechen ihre Zelte dann aber wieder relativ rasch ab", so Zimmer. Bei den heimischen Direktvermarktern ortet die Expertin eher „kleinere Unsauberkeiten“, wenn es beispielsweise um die Frage gehe, wie eine Zustimmungserklärung aussehen muss. Auch automatisierter Spam - also Audio- Nachrichten vom Tonband, die bei Rückruf tolle Gewinne versprechen - komme immer wieder vor.

Warnung: Keine Daten hergeben

„Unerwünschte Werbung am Telefon ist sehr häufig, passiert immer wieder und in letzter Zeit sogar vermehrt“, sagte auch Renate Wagner vom Verein für Konsumenteninformation. Anrufe von Tippgemeinschaften seien eher österreichischen Firmen zuzuordnen, die den Kunden Bankverbindungen entlocken wollen. „In der Praxis heißt das, dass sie dadurch Zugriff auf das Konto haben“, so Wagner. Alternative Telekomanbieter würden vorwiegend auf ältere Personen abzielen und angebliche „Mitschnitte“ der Gespräche zur Einschüchterung verwenden.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum