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07.12.2016 - 13:51
Foto: Lockheed Martin Aeronautics

Software für Hightech- Jet F- 35 ist voller Fehler

29.01.2016, 12:17

Der Kampfjet F- 35 des US- Rüstungsgiganten Lockheed Martin wird seit Kurzem in Serie gebaut, bereits an erste Teile der US- Armee - etwa die Marine - geliefert und soll in den kommenden Jahrzehnten zum Rückgrat der Air Force und der Luftwaffen vieler anderer NATO- Staaten werden. Ein Bericht aus dem Pentagon zeigt nun allerdings, dass der Jet mitnichten fertig ist. Schwere Software- Bugs dürften die amerikanische Armee noch Jahre verfolgen.

Wie das IT- Portal "Ars Technica"  vermeldet, warnt Michael Gilmore, der Chef des Evaluierungs- und Operationstest- Büros des US- Verteidigungsministerium, in einem Dokument vor einer Vielzahl von Software- Fehlern, welche die aktuelle "Block 2B"- Variante des Jets plagen und die endgültige Version spürbar verzögern dürften. Die Software- Probleme werden den Jet noch auf Jahre verfolgen, glaubt Gilmore. Er spricht von "hunderten ungelösten Unzulänglichkeiten".

Kritik an F- 35- Software nur "Heulerei"?

In Militärkreisen wird seine Warnung nicht hundertprozentig ernstgenommen, ein Rüstungsmagazin spricht von "Heulerei". Zu befürchten ist aber, dass die ersten Exemplare der F- 35, die derzeit etwa an die US- Marine ausgeliefert werden, wohl noch jahrelang mit unfertiger Software fliegen werden. Es ist zwar geplant, die Software weiterzuentwickeln und irgendwann gegen die fertige Version zu tauschen, trotzdem könnte die unfertige Software für die F- 35 in den nächsten Jahren zu Problemen führen - etwa, wenn die Jets mit Bewaffnung eingesetzt werden.

Besonders problematisch soll an der derzeitigen F- 35 eine Softwarekomponente namens "ALIS" sein. Das ist ein System, das sich vom Flugzeug selbst über alle Bereiche der Versorgungskette erstreckt und mithilfe mobiler Geräte auch zur Wartung vor dem Start eingesetzt werden soll. Die Software ist dem Bericht zufolge noch weit von ihrer Fertigstellung entfernt, die Prüfung auf Sicherheits- Schwachstellen, mit denen Angreifer den Jet schlimmstenfalls vom Start abhalten könnten, wurde verschoben. Stattdessen konzentrieren sich die Verantwortlichen offenbar darauf, dass die Software überhaupt wie beabsichtigt funktioniert.

F- 35 soll viele andere Jets ersetzen

Die F- 35 von Lockheed Martin  ist aus dem Mitte der Neunziger ins Leben gerufenen Joint Strike Fighter  Programm hervorgegangen. Ziel des Programms war die Entwicklung eines vielseitigen Tarnkappen- Mehrzweck- Kampfjets, der - bei Bedarf auch als Senkrechtstarter - viele aktuelle Kampfflugzeuge ersetzt, etwa F- 16, F- 18, den Panzerjäger A- 10 und den britischen Senkrechtstarter Harrier.

Der Erstflug der F- 35 erfolgte 2006, das Pentagon musste seither mehrmals wegen technischer Gebrechen ein Startverbot aussprechen - zuletzt Mitte 2014. Neben den USA haben auch Australien, die Niederlande, Italien, Norwegen und Großbritannien bereits F- 35- Maschinen bestellt. Israel, Japan, Südkorea und die Türkei planen die Anschaffung der Jets, Dänemark, Kanada und Singapur denken ebenfalls darüber nach.

Video aus dem Archiv: Hier hebt eine F- 35 senkrecht ab

Video: instagram.com/philippetondeur

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der, krone.at
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