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04.12.2016 - 02:06
Foto: thinkstockphotos.de

So teuer können Null- Euro- Handys kommen

25.04.2013, 08:11
"Gratis heißt nicht kostenlos", warnt der Verein für Konsumenteninformation und rät Smartphone-Käufern: "Wer vorher rechnet, kann später sparen." Für die Mai-Ausgabe des "Konsument"-Magazins haben sich die Verbraucherschützer Schnäppchen-Angebote der Netzbetreiber angesehen und festgestellt: "Geschenkte Handys sind nicht in jedem Fall ein gutes Geschäft für den Kunden."

Am österreichischen Mobilfunkmarkt sind viele Geräte - auch teure Smartphones - SIM- locked, also nur im Netz eines bestimmten Betreibers verwendbar. Dafür kosten sie in der Anschaffung wenig bis gar nichts. Allerdings seien solche Angebote immer mit einem konkreten Tarif kombiniert, an den die Käufer in der Regel zwei Jahre gebunden sind. Außerdem müsse man das Gerät bei einem Anbieterwechsel kostenpflichtig entsperren lassen, warnt der "Konsument".

Bei ihrer Erhebung konzentrierten sich die Konsumentenschützer auf aktuelle Modelle "aus der Oberliga" wie das Samsung Galaxy S3, das iPhone 5 oder das Sony Xperia Z. Es sei dabei nicht um einen aktuell gültigen Vergleich der sich rasch ändernden Offerte, sondern um das Aufzeigen von Details gegangen, die Kunden beachten sollten, so die Verbraucherschützer. Online- Rabatte, Bonuspunkte, Freiminuten ins eigene Netz, Zusatzpakete, freie Roamingminuten oder kurzfristige Aktionen wurden ebenso unberücksichtigt gelassen wie Wertkartentarife.

"Gratis heißt nicht kostenlos"

Laut den Berechnungen der Tester, auf welche Summe sich ein Tarif mit Null- Euro- Smartphone inklusive aller Nebenkosten innerhalb von zwei Jahren beläuft, "kommt man zum Beispiel bei A1 auf 1.524,90 Euro für das iPhone 5 oder das Sony Xperia Z, bei '3' auf 1.049 Euro." Bei A1 summiere sich die monatliche Grundgebühr auf fast 60 Euro, derselbe Tarif (A1 Smart 3) betrage nur 30 Euro, wenn man ein bezahltes Handy benützt. Die Ersparnis gegenüber dem "geschenkten" Gerät: rund 715 Euro.

Angesichts dessen ergebe sich ein anderes Bild vom Gratis- Smartphone: "Es wird deutlich, dass zwar das Objekt der Begierde in der Werbung als verlockendes Schnäppchen präsentiert wird, dass aber über die damit verknüpften Tarife die Kosten im Laufe von 24 Monaten locker wieder hereingespielt werden", resümieren die Konsumentenschützer. Für weniger als 30 Euro pro Monat finde man daher auch keine Top- Geräte unter den Null- Euro- Smartphones - bzw. müsse man bei den günstigeren Tarifen das Gerät anteilig bezahlen. Die Diskontanbieter nehmen die teuren Modelle erst gar nicht ins Angebot.

Am eigenen Bedarf orientieren

Zwar seien die mit den Null- Euro- Smartphones verknüpften Tarife üppig mit Freiminuten und Datenvolumen bestückt, räumen die Verbraucherschützer ein. Kunden sollten aber ihre eigenen Nutzungsgewohnheiten nicht aus den Augen lassen und hinterfragen, ob sie diesen Tarif auch ohne das Smartphone wählen würden: Wer mit 1.000 Gesprächsminuten im Monat auskomme, müsse nicht unbedingt für 3.000 Minuten zahlen. Wer sich auf E- Mails beschränke, finde schon mit schlanken 100 Megabyte im Einsteiger- Smartphonetarif das Auslangen.

SIM pur als Alternative

Jedenfalls sollten sich Konsumenten die Frage stellen, ob sie eventuell günstiger aussteigen, wenn sie ein für alle Netze offenes Gerät kaufen und unabhängig davon einen passenden Tarif wählen – je nach Provider könne man damit sogar der Aktivierungsgebühr und der Bindefrist entgehen. Mit A1, Bob, "3", Orange, Redbull Mobile, Telering, T- Mobile, s- Budget und Yesss stehen laut "Konsument" gleich neun Provider zur Verfügung, die Smartphone- Tarife als "SIM pur" offerieren – der Kunde bekommt bei Vertragsabschluss also lediglich eine SIM- Karte ausgehändigt.

Kunden empfehlen die Experten, sich vor Vertragsabschluss folgende Fragen zu stellen - egal ob sie einen Tarif mit oder ohne Gratis- Smartphone wählen: Wie hoch ist die monatliche Grundgebühr? Wie hoch sind die Zusatzkosten (Aktivierungsgebühr, Servicepauschale)? Wie hoch sind die Gesamtkosten nach zwei Jahren? Welche Bindungsfrist gibt es? Entspricht der Tarif hinsichtlich Kosten und Leistungsumfang den eigenen Möglichkeiten und Bedürfnissen? Wie viel kostet das Entsperren des Smartphones und ab wann ist dies laut Vertrag möglich?

Den individuell optimalen Tarif finden Konsumenten auch über den Tarifrechner  der AK.

25.04.2013, 08:11
AG/red
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