Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 03:27
Foto: Google

So betrügen Handyhersteller bei Vergleichstests

03.10.2013, 10:34
Mit dem Galaxy Note 3 hat Samsung kürzlich eines der aktuell schnellsten Android-Smartphones auf den Markt gebracht. Das scheint den Koreanern jedoch nicht zu reichen: Um sicherzustellen, dass das Smartphone auch in Belastungstests, sogenannten Benchmarks, im Vergleich zur Konkurrenz ganz oben landet, frisiert Samsung immer dann den Prozessor, wenn ein entsprechendes Programm ausgeführt wird. Und mit dieser unfairen Praxis stehen die Südkoreaner ganz und gar nicht alleine da.

Asus, HTC und LG sollen es ganz ähnlich machen, berichtet die IT- Website "Anandtech" . Die Vorgehensweise ist immer die gleiche: Smartphones werden mit einer Liste von beliebten Benchmarks versorgt und schalten beim Start eines solchen Programms unbemerkt eine Art "Turbo" an, der ihnen deutliche Leistungsvorteile im Vergleichstest verschafft.

Benchmark- Betrug: Mehr Power, gleiche CPU

Samsungs eingangs angesprochenes Galaxy Note 3 soll laut "Heise"  durch diesen Trick um bis zu 20 Prozent bessere Ergebnisse erzielen als ohne die Manipulation. Gegenüber Konkurrenzgeräten wie dem LG G2, die auf den exakt gleichen Prozessor - einen Snapdragon 800 von Qualcomm – setzen, wirkt Samsungs Smartphone durch die Manipulation deutlich schneller.

Erreicht wird der Leistungsvorsprung in Benchmarks dabei beispielsweise, indem die automatische Drosselung des Prozessors deaktiviert wird. Für die kurzzeitige Beanspruchung durch den Benchmark bietet er so die maximale Leistung ohne Rücksicht auf die Hitzeentwicklung. Ebenfalls denkbar: Beim Start bestimmter Programme könnte grundsätzlich auch der Prozessortakt hochgeschraubt werden, um einen noch größeren Leistungsvorsprung zu erzielen.

Benchmark erkannt, Prozessor frisiert

Der Benchmark- Betrug ist bei Smartphone- Herstellern weit verbreitet und setzt auf die Erkennung des ausgeführten Benchmarks. Bei einzelnen Benchmarks, die vom Hersteller nicht in die Liste der Benchmark- Apps eingetragen wurden, funktioniert das Schummeln demnach nicht. Benchmark- Hersteller haben mittlerweile zudem damit begonnen, ihren Apps einen "Stealth- Modus" zu verpassen, in dem sie sich nicht als Belastungstest zu erkennen geben.

Stimmen die Anschuldigungen von "Anandtech", soll Samsung bei sechs verschiedenen Benchmarks schummeln – und zwar nicht erst seit dem Galaxy Note 3, sondern auch schon beim Galaxy S4, bei dem in einzelnen Benchmarks der Grafikchip übertaktet wurde. HTC macht es ganz ähnlich und soll beim One sowie One mini zwischen vier Benchmarks unterscheiden können. Asus und LG sollen jeweils in den beiden Benchmarks "Antutu" und "Velamo" betrügen.

Benchmarks in der Praxis völlig unerheblich

Für die Smartphone- Hersteller ist das Betrügen beim Benchmark eine einfache Methode, ihre Smartphones trotz weitgehend gleicher Bauteile besser aussehen zu lassen als jene der Konkurrenz. Kein Wunder also, dass im harten Kampf um die Gunst der Kunden alle Register gezogen werden. Große Zahlen beim Benchmark dürften immerhin zumindest einige Kunden für ein Produkt begeistern, das eigentlich nicht stärker als die Konkurrenz ist.

In der Praxis sind die Ergebnisse bei Benchmarks freilich weitgehend unerheblich – das ist auch der Grund, weshalb krone.at bei Smartphone- Tests auf Benchmarks verzichtet. Letztlich bietet nämlich jedes Android- Smartphone mit zeitgemäßer CPU und mehr als einem Gigabyte Arbeitsspeicher genug Leistung für flüssige Bedienung und die allermeisten Smartphone- Games – auch ohne Benchmarks. Und weil ein Smartphone immer noch vor allem Kommunikationsgerät und kein hochgezüchteter Spiele- PC ist, gibt es wichtigere Eigenschaften als die zehnte Nachkommastelle des Benchmark- Ergebnisses.

03.10.2013, 10:34
der
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum