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04.12.2016 - 13:01
Foto: Sony

Smartwatch 3: Sonys intelligente Uhr im Test

01.03.2015, 07:00
Die Auswahl bei intelligenten Armbanduhren mit Googles Betriebssystem Android Wear wird immer größer. Nach Geräten von Samsung und LG ist mittlerweile auch Sonys im Herbst auf der IFA in Berlin enthüllte Smartwatch 3 in Österreich zu haben. Wie sich der Handgelenkscomputer in der Praxis schlägt, hat krone.at ausführlich getestet. Hier unsere Eindrücke.

Wenn es um Smartwatches geht, hat Sony einiges an Erfahrung: Bereits 2008 brachte der japanische Elektronikspezialist – damals noch mit Partner Ericsson – die Smartwatch MBW- 150  auf den Markt. Schon damals informierte die Bluetooth- Armbanduhr über eingehende Anrufe und ermöglichte die Steuerung des Musikplayers am Handy. Sieben Jahre später bringt Sony mit der Smartwatch 3 den Urenkel der MBW- 150 auf den Markt. Mit Touchdisplay, Android Wear und Fitness- Features, dafür aber ohne das hübsche Äußere der MBW- 150.

Die Fotos lassen es schon erahnen: Eine Schönheit ist Sonys Smartwatch 3 nicht geworden. In der rund 200 Euro teuren Standardausführung kommt sie mit einem bequemen, aber alles andere als modischen Gummiarmband daher. Schöner ist da schon die 50 Euro teurere Version mit vielgliedrigem Metallarmband, letztlich kommt es aber auch auf die inneren Werte an.

Aktuelles Innenleben, ausdauernder Akku

Und bei denen liegt die Sony- Smartwatch durchaus auf der Höhe der Zeit. Beim Prozessor setzen die Japaner auf einen 1,2 Gigahertz schnellen Vierkerner, der Arbeitsspeicher ist 512 Megabyte groß und das Display bietet eine Auflösung von 320 mal 320 Pixeln. Ans Smartphone wird die Uhr über Bluetooth 4.0 und NFC gekoppelt, vier Gigabyte interner Speicher nehmen Musik auf.

Das viereckige Display ist scharf, spiegelt im Freien aber stark. Die Uhrzeit wird immer angezeigt, die Hintergrundbeleuchtung springt jedoch nur an, wenn der Bewegungsmelder eine Handgeste erkennt, die erahnen lässt, dass der Nutzer die Uhrzeit ablesen will. Das klappt meist relativ zuverlässig, aber nicht immer. Bei ausgeschalteter Beleuchtung die Zeit abzulesen gestaltet sich als schwierig, und auch im Sonnenlicht offenbart das Display – vielleicht wegen der eher geringen Helligkeit – Tücken.

Das 45 Gramm schwere Gehäuse ist wasserfest nach IP68- Standard, der Akku mit einer Kapazität von 420 Milliamperestunden vergleichsweise großzügig dimensioniert. Eine Besonderheit der Sony- Smartwatch: Sie verfügt über einen integrierten GPS- Empfänger, was vor allem Sportler und Wanderer interessieren könnte. Dafür fehlen Fitness- Extras, die man bei der Konkurrenz findet – etwa der Pulsmesser der G Watch R. 

Einfache Inbetriebnahme, Bedienung durch Wischen

Die Inbetriebnahme des Computers im Uhrenkleid ist einfach: am Smartphone die Android- Wear- Begleit- App installieren, am Handy Bluetooth aktivieren und die Uhr einschalten. Sobald sie für die App sichtbar ist, können beide Geräte gekoppelt und die Uhr eingerichtet werden. Fortan zählt die Smartwatch 3 Schritte und gleicht sie mit Google Fit ab, informiert über Uhrzeit und Wetter und zeigt Benachrichtigungen vom Smartphone am Handgelenk an.

Bedient wird die Sony- Smartwatch ebenso wie andere Android- Wear- Vertreter mit Wischgesten, ein Seitenbutton steht ebenfalls bereit. Als Startbildschirm dient standardmäßig ein vom Nutzer frei wählbares Ziffernblatt, man darf aber auch Fotos verwenden. Wischt man weiter, gelangt man zu Google- Now- Karten, die Infos über das Wetter, Flugtickets oder die zurückgelegte Distanz anzeigen. Ebenfalls vorhanden: ein Sprachsteuerungsmenü, mit dem beispielsweise per Stimmkommando SMS verschickt werden können.

Mit einem Wisch von oben nach unten gelangt man in den Info- und Einstellungsbereich der Uhr. Hier erfährt man, wie viel Saft das Gerät noch hat sowie ob der Vibrationsalarm aktiviert ist, und gelangt in den Einstellungsbereich.

Überschaubare Funktionen, viele Goole- Dienste

Der Funktionsumfang der Smartwatch 3 ist – ebenso wie bei anderen Smartwatches mit der Google- Software – überschaubar, vor allem wenn man nicht nur Google- Dienste nutzt. Wer Google Now nicht intensiv verwendet, erhält nicht sonderlich viele Benachrichtigungen. Wer statt Google Music auf Spotify setzt, kann sich die Fernbedienung des Musikprogramms per Uhr aus dem Kopf schlagen.

Um wirklich Freude an der Smartwatch 3 zu haben, muss man demnach ein Google- Junkie sein. Immerhin lassen sich mit dem Gerät auch Basis- Features des Handys verwalten, wobei die Uhr beispielsweise den Musik- Player bedient oder als Fernauslöser für die Kamera- App dient.

Wichtiger Hinweis: Die Uhr funktioniert nur mit Android- Geräten ab Version 4.3 des Google- Betriebssystems. iPhone- Nutzer oder Windows- Phone- Anhänger können sie nicht mit ihrem Smartphone verbinden.

Saubere Verarbeitung, langlebiger Akku

Die generelle Verarbeitungsqualität der Sony- Smartwatch ist sauber, bei der wasserdichten Abdeckung des microUSB- Ladeports sind wir hinsichtlich ihrer Langlebigkeit aber ein bisschen skeptisch. Das Uhrengehäuse selbst ist aus Glas und Metall gefertigt, das Uhrband kann der Nutzer problemlos wechseln. Die Gummivariante gibt's in verschiedenen Farben.

Lob gebührt Sony für die Ausdauer der Smartwatch 3. Im Test hielt sie bei sparsamer Verwendung bis zu drei Tage durch, der Durchschnittsnutzer wird sie etwa jeden zweiten Tag aufladen müssen. Weil Sony auf Ladeschalen mit Metallkontakten verzichtet, wie sie die koreanischen Konkurrenten verwenden, kann der Ladevorgang mit jedem Handyladegerät erfolgen.

Spracheingabe mit Tücken

Noch ein Wort zur Google- Now- Spracheingabe: Die dient neben Wischgesten bei Android Wear als zweite Säule der Bedienung und ist – zumindest für einfache Aufgaben – durchaus zu gebrauchen. Einfache Fragen wie "Wie wird das Wetter morgen?" oder Sprachbefehle à la "Sende SMS an Kontakt XY" werden relativ zuverlässig erkannt und in entsprechende Aktionen umgesetzt.

Trotzdem gilt: Heldentaten sollte man sich von der Spracherkennung nicht erwarten, die Eingabe von Informationen ist nach wie vor eine der Hauptschwierigkeiten bei der Verwendung von Smartwatches.

Fazit: Spielerei ohne "Killer- Anwendung"

In der getesteten Gummiband- Variante geht Sonys Smartwatch 3 nicht gerade als schönes Accessoire durch, die Zielgruppe scheinen eher Menschen sein, die sie beispielsweise zum Sport tragen möchten. Das GPS- Modul und der interne Speicher sorgen dabei dafür, dass die Uhr mit Einschränkungen sogar ohne Smartphone sinnvoll nutzbar ist. Dass ein Pulsmesser fehlt, dürfte Sportler bei einem 200- Euro- Gadget allerdings stören, zumal die Konkurrenz mit diesem Sensor auch nicht mehr kostet.

Generell gilt für die Smartwatch 3 wie für ihre Android- Wear- Artgenossen: Als Notwendigkeit kann man sie noch lange nicht bezeichnen, es fehlt bislang die "Killer- Anwendung". Und bis die erfunden wurde, bleiben Geräte wie die Smartwatch 3 primär eine Spielerei.

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