Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
09.12.2016 - 13:25
Foto: AP

Skandal erschüttert Kamerahersteller Olympus

27.10.2011, 10:07
Der japanische Kamerahersteller Olympus rutscht immer tiefer in den Sumpf eines Skandals um hohe Beratergelder. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Präsident Tsuyoshi Kikukawa trat am Mittwoch wegen der sich rapide ausweitenden Affäre zurück. Wie die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr, hat mittlerweile auch die japanische Börsenaufsicht Ermittlungen gegen den seit 92 Jahren bestehenden Konzern aufgenommen.

Vor zwei Wochen hatte Olympus seinen britischen Chef Michael Woodford mit der Begründung vor der Tür gesetzt, er verstehe weder den Management- Stil des Unternehmens noch die japanische Kultur. Der seit 1980 bei Olympus tätige Woodford hatte zuvor die britische Börsenaufsicht kontaktiert und um eine Prüfung von dreistelligen Millionenzahlungen gebeten, die bei der Übernahme des britischen Medizinausrüsters Gyrus im Jahr 2008 geflossen waren. Kikukawa übernahm nach dem Rausschmiss Woodfords Posten.

Der Konzern, der neben den "Pen"- Kameras auch Medizintechnik wie Endoskope herstellt, räumte daraufhin vor einer Woche ein, im Rahmen der Gyrus- Übernahme insgesamt 687 Millionen Dollar (493 Millionen Euro) und damit fast ein Drittel des Kaufpreises für Berater- Honorare auf den Tisch gelegt zu haben - das dürfte ein weltweiter Rekord für Übernahmeberatung sein und ist mehr als der voraussichtliche Jahresgewinn des Konzerns. Bis dahin hatte Olympus lediglich Zahlungen von 391 Millionen Dollar eingeräumt.

Die Namen der Berater hat Olympus noch immer nicht veröffentlicht. Am Mittwoch griff das Unternehmen erneut Woodford dafür an, Interna ausgeplaudert zu haben. Die Olympus- Aktie hat seit dem Rausschmiss Woodfords bereits mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Am Mittwoch kam erneut ein Minus von fast acht Prozent hinzu. Branchenexperten bemängelten, der Wechsel an der Spitze allein trage kaum zur Lösung der zahlreichen Probleme bei. Auch Woodford selbst nannte den Rücktritt Kikukawas lediglich "einen Anfang". Kikukawa- Nachfolger Shuichi Takayama (Bild) habe bisher auch nichts zur Aufklärung beigetragen.

27.10.2011, 10:07
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum