Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 03:50
Foto: © 2013 Jenkins, Kerr

Reflektionen in Iris sollen Pädophile überführen

31.12.2013, 10:32
Spiegelungen in den Augen von Missbrauchsopfern auf digitalen Fotos könnten der Polizei in Zukunft besser helfen, die Täter zu identifizieren. Wie Psychologen der britischen Universitäten York und Glasgow jetzt beweisen konnten, bedarf es dazu nur weniger Pixel - vorausgesetzt das Gesamtbild ist entsprechend groß, um an die Iris "heranzuzoomen".

Die Iris nimmt typischerweise nur 0,5 Prozent der Fläche eines menschlichen Gesichts ein, sodass die Menge der reflektierten Informationen, die sich aus ihr extrahieren lassen, entsprechend gering ist. Fortschritte in der Kameratechnik haben die Anzahl der eingefangenen Pixel in den vergangenen Jahren zwar gesteigert, doch wie die britischen Forscher herausfanden, bleibt die Qualität eines in der Iris gespiegelten Bild- Ausschnitts rund 30.000 Mal geringer als die der eigentlichen Aufnahme.

Frühere Untersuchungen hätten jedoch gezeigt, dass Menschen ihnen bekannte Gesichter selbst anhand extrem niedrig aufgelöster Bilder identifizieren können, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "PLOS One" . Eine Auflösung von 7 x 10 Pixeln sei dafür ausreichend. Die Psychologen konnten nun sogar belegen, dass sich mithilfe derlei geringer Auflösungen auch unbekannte Gesichter unterscheiden lassen.

Gesichter eindeutig identifizierbar

In einem Experiment zeigte sich, dass Personen ihnen bekannte Gesichter anhand des reflektierten Bildes in 84 Prozent der Fälle zweifelsfrei identifizieren konnten. Diejenigen, die nicht mit dem Gesicht vertraut waren, konnten dieses jedoch in 71 Prozent der Fälle korrekt einer zweiten, hochwertigen Aufnahme zuordnen und somit angeben, dass es sich auf beiden Bildern – der gering- und der hochauflösenden Aufnahme – um dieselbe Person handelt.

Die Forscher gehen davon aus, dass diese Erkenntnis Strafverfolgungsbehörden unter anderem bei der Identifizierung von Geiselnehmern oder Kinderschändern, die ihre Opfer persönlich fotografieren, von großem Wert sein könnte. Würden beide Augen einer Person in der Iris einer anderen reflektiert, ließe sich sogar ein 3D- Bild des Täters konstruieren, so die Täter.

Hohe Gesamtauflösung Voraussetzung

Voraussetzung sei allerdings ein entsprechend hochauflösendes Gesamtbild, um an die Iris "heranzuzoomen" und so möglicherweise wertvolle Daten über die Person hinter der Kamera und ihr persönliches Umfeld zu gewinnen. Für ihren Test verwendeten die Forscher eine Kamera von Hasselblad mit 39 Megapixeln. Derart hohe Auflösungen sind inzwischen jedoch keine Seltenheit mehr. Dank moderner Technik liefern immer mehr Kameras und Smartphones hochauflösende Aufnahmen. So verbaut Nokia in seinem Smartphone Lumia 1020 beispielsweise bereits einen 41- Megapixel- Sensor.

31.12.2013, 10:32
ser
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum