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20.09.2017 - 17:24
Foto: AP/Kyodo News

Physik- Nobelpreis geht an Leuchtdioden- Forscher

07.10.2014, 12:09
Der Nobelpreis für Physik 2014 geht an die Japaner Isamu Akasaki und Hiroshi Amano sowie den japanischstämmigen US-Forscher Shuji Nakamura. Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm bekannt gegeben. Sie werden für die "Entwicklung von effizienten blauleuchtenden Dioden ausgezeichnet, die helle, energiesparende weiße Lichtquellen ermöglicht haben".

Mit der Entwicklung einer blauen Leuchtdiode (LED) Anfang der 1990er- Jahre hätten die drei diesjährigen Physik- Nobelpreisträger Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura eine "fundamentale Änderung der Lichttechnologie" ausgelöst, heißt es seitens des Nobelpreiskomitees. Sie hätten dazu beigetragen, "weißes Licht in völlig neuer Art und Weise zum Nutzen für uns alle zu schaffen".

Anfang der 1960er- Jahre kam die erste rot leuchtende LED auf den Markt, weitere Farben wie Grün, Orange, Gelb folgten. Doch über drei Jahrzehnte hinweg schaffte es weder die Wissenschaft noch die Industrie, mit diesen auf Halbleiterkristallen beruhenden Leuchtmitteln blaues Licht zu erzeugen - was allerdings Voraussetzung für weiße LED- Lampen ist.

"Ihre Erfindung war revolutionär"

Erst Akasaki und Amano von der Universität Nagoya und Nakamura, der bei der kleinen Firma Nichia Chemicals beschäftigt war, schafften den Durchbruch mit dem Halbleitermaterial Galliumnitrid. "Ihre Erfindung war revolutionär", betont das Nobelpreiskomitee, "während das 20. Jahrhundert durch Glühbirnen erleuchtet wurde, geschieht dies im 21. Jahrhundert durch LEDs".

Das Komitee hebt in seiner Begründung die lange Lebensdauer und Energieeffizienz der LEDs hervor. Die Leuchtmittel würden laufend verbessert, mit immer höherer Leuchtkraft. Der aktuelle Rekord liege bei 300 Lumen pro eingesetztem Watt, während Glühlampen nur 16 Lumen pro Watt und Leuchtstoffröhren 70 Lumen pro Watt liefern würden.

LEDs senken den Stromverbrauch

Angesichts der Tatsache, dass rund ein Viertel des globalen Stromverbrauchs für Beleuchtung aufgewendet werde, würden LEDs deutlich den Ressourcenverbrauch senken. Dies gelte angesichts der langen Lebensdauer - bis zu 100.000 Stunden im Vergleich zu 1.000 bei Glühbirnen und 10.000 Stunden bei Leuchtstoffröhren - auch für das eingesetzte Material.

Zudem seien LEDs auch eine Hoffnung für mehr als 1,5 Milliarden Menschen, die ohne Stromanschluss leben, meint das Nobelpreiskomitee. Denn aufgrund des geringen Stromverbrauchs könnten die Leuchtmittel mit billiger lokaler Solarenergie betrieben werden.

Die Auszeichnung ist heuer mit acht Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet 870.000 Euro) dotiert. Der Preis wird am 10. Dezember, am Todestag des 1896 gestorbenen Preisstifters Alfred Nobel, verliehen.

07.10.2014, 12:09
AG/red
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