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08.12.2016 - 13:50
Foto: AP

Oculus sperrt Nutzer des Rivalen HTC Vive aus

23.05.2016, 09:24

Der Virtual- Reality- Pionier Oculus hat die System- Software für sein Headset Rift aktualisiert - und sperrt nun Nutzer der Konkurrenzbrille HTC Vive aus seinem Angebot aus. Konnten diese Oculus- Exklusivtitel zuvor noch mit einem kleinen Zusatzprogramm auch auf ihrer Vive spielen, ist durch eine "Plattform- Integritätsprüfung" damit nun Schluss.

Wie das IT- Nachrichtenportal "Heise"  meldet, handelt es sich dabei um zusätzliche DRM- Funktionen, also digitales Rechtemanagement. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Art Kopierschutz, der dafür sorgt, dass Oculus- Software tatsächlich nur auf der Oculus Rift läuft. Wer eine andere Virtual- Reality- Brille nutzt, hat Pech gehabt.

Oculus schloss teure Exklusivverträge ab

Dass Oculus solche Schritte setzt, kommt nicht unerwartet. Die Facebook- Tochter hatte im Vorfeld der Veröffentlichung ihrer Cyberbrille einige Exklusivverträge mit Spielestudios abgeschlossen, damit diese zum Start der Oculus Rift interessante VR- Erlebnisse bereitstellen, die nur auf dieser einen Brille laufen.

Findige Programmierer hatten einen Treiber programmiert, mit dem sich diese Exklusiv- Titel auch auf der Konkurrenzbrille HTC Vive ausführen ließen. Oculus- Chef Palmer Luckey hatte sich zunächst noch entspannt gegeben und erklärt: "Wenn Kunden ein Spiel bei uns kaufen, können sie das gerne modden. Und es laufen lassen, worauf sie wollen." Diese Meinung hat er nun offenbar geändert.

Krieg der Virtual- Reality- Plattformen

Es zeichnet sich ein Plattform- Krieg in der virtuellen Realität ab. Oculus will offensichtlich seinen eigenen Virtual- Reality- Store pushen, während der Rivale HTC Vive den weltgrößten Spiele- Marktplatz Steam als Unterstützer hinter sich hat.

Die Folge: Wie im Konsolenbereich gibt es Virtual- Reality- Games, die nur auf einer bestimmten Plattform laufen, obwohl - bis auf weniger leistungsfähige Smartphone- Systeme wie Samsungs Gear VR oder Google Cardboard - letztlich alle an einen PC angeschlossen sind. Für den Endnutzer ist das recht unpraktisch. Wer alle spannenden VR- Titel erleben will, müsste sich durch diese Geschäftspolitik mehrere Virtual- Reality- Headsets kaufen.

23.05.2016, 09:24
der, krone.at
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