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05.12.2016 - 00:17
Foto: Google, krone.at-Grafik

Nexus 7: Neue Generation des Tablet- Hits im Test

15.09.2013, 09:00
Der Nachfolger zu Googles Erfolgs-Tablet ist da. Das wie schon der Vorgänger von Asus gefertigte Nexus 7 in der aktuellen Variante ist vor allem eine konsequente Weiterentwicklung des "alten" Nexus 7, abermals zum erschwinglichen Preis. Für 270 Euro in der 32-Gigabyte-Version bekommt der Nutzer einen schnellen Quad-Core-Prozessor, saubere Verarbeitung und ein exzellentes Full-HD-Display, wie es in Tablets dieser Preisklasse bei keinem anderen Hersteller zu finden ist. Ob der mutmaßliche neue Tablet-Hit von Google und Asus hält, was er verspricht, lesen Sie in unserem Test.

Angesichts des günstigen Einstiegspreises lesen sich die Hardwareeigenschaften des aktuellen Nexus 7 umso beeindruckender. Der Prozessor, ein 1,5 Gigahertz schneller Vierkern- Snapdragon S4 Pro mit Adreno- 320- Grafikeinheit, gehört angesichts 2,2 Gigahertz schneller Snapdragon- 800- Prozessoren in aktuellen Android- Smartphones zwar nicht mehr ganz zur Oberklasse, reicht aber für so ziemlich jedes Einsatzszenario locker aus. Die RAM- Ausstattung liegt bei ebenfalls sehr brauchbaren zwei Gigabyte.

Im Zweifelsfall zur 32- Gigabyte- Version greifen

Je nach Variante verfügt das Nexus 7 über 16 oder 32 Gigabyte Speicher – die 16- Gigabyte- Variante kostet 230 Euro, ist hierzulande aber kaum erhältlich. Die 32- Gigabyte- Version kostet 270 Euro, ein LTE- Modul erhöht den Preis auf 350 Euro.

Weil Google unverständlicherweise nach wie vor keine microSD- Slots in seinen Nexus- Geräten duldet, ist der interne Speicher des Nexus 7 nicht erweiterbar – einer der wenigen Nachteile, die das Gerät mit sich bringt, und ein guter Grund, im Zweifelsfall zur 32- Gigabyte- Version zu greifen.

Top- Display, standardmäßig aber etwas dunkel

Der größte Fortschritt gegenüber der Vorgängerversion ist im neuen Nexus 7 das Sieben- Zoll- Display. Das beherbergt stattliche 1.920 mal 1.080 Bildpunkte, bietet also Full- HD- Auflösung. Beim Vorgänger waren es noch 1.280 mal 800 Pixel, Asus hat bei der Neuauflage demnach noch mal ordentlich nachgelegt. Im Test hinterließ der IPS- Touchscreen einen exzellenten Eindruck.

Die Farben sind brillant, aber nicht so intensiv wie bei OLED- Displays. Der Bildschirminhalt ist auch von der Seite gut zu erkennen und die enorme Auflösung sorgt in jeder Situation für scharfe Bilder. HD- Videos und hochauflösende Fotos sind detailreich wie auf kaum einem anderen Sieben- Zoll- Tablet und Text erscheint auch bei kleinen Schriftgrößen ausreichend scharf.

Das Display ist zudem angenehm hell – zumindest, wenn man die Helligkeit manuell einstellt. Die automatische Justierung mithilfe des integrierten Umgebungslichtsensors stellte den Bildschirm im Test für unseren Geschmack nämlich etwas zu dunkel ein. Im Freien nützt dann auch eine hohe Helligkeitseinstellung nichts mehr: Wie alle Tablets spiegelt das Nexus 7 draußen stark.

Ausreichend Anschlüsse, microSD- Slot fehlt

An Anschlüssen bietet das aktuelle Nexus 7 einen microUSB- Port sowie eine 3,5- Millimeter- Klinke für Kopfhörer. Der microUSB- Port dient bei Nutzung eines SlimPort- Adapters auch als HDMI- Ausgang, um den Bildschirminhalt des Tablets auf einem TV- Gerät anzuzeigen.

Ein microSD- Steckplatz fehlt wie bereits erwähnt, über Funk kommuniziert das Nexus 7 entweder via WLAN nach N- Standard oder Bluetooth 4.0. Auch der Nahbereichsfunk NFC ist an Bord. Dass der neue Gigabit- Standard .ac beim WLAN fehlt, ist angesichts der noch geringen Verbreitung entsprechender Netzwerkinfrastruktur nicht weiter schlimm.

Zwei Kameras mit mittelmäßiger Bildqualität

Im Gegensatz zur 2012er- Version des Nexus 7 bietet das neue Tablet nicht nur eine Frontkamera mit 1,2 Megapixeln Auflösung, sondern auch eine Fünf- Megapixel- Kamera an der Rückseite. Testfotos bei suboptimaler Beleuchtung zeigten deutliches Bildrauschen.

Bei gutem Licht sind die Schnappschüsse ansehnlich, mit einer Digicam geknipsten Bildern aber trotzdem unterlegen. Sei's drum, ein Tablet ist schließlich kein Fotoapparat. Die Frontkamera reicht indes für Videotelefonie in vernünftiger Qualität – und für nichts anderes ist sie eingebaut.

Tablet ist griffig und sauber verarbeitet

Überraschend gut ist angesichts des Kampfpreises die Verarbeitungsqualität des Tablets. Asus fertigt das Nexus 7 aus Plastik, es wirkt deswegen aber nicht schlecht verarbeitet. Im Gegenteil: Am Gehäuse konnten wir beim besten Willen keine Spalten entdecken und auch bei sanftem Druck an der Rückseite gab das Chassis nicht nach.

Lobenswert: Asus hat bei der Rückseite auf glänzendes Plastik verzichtet und stattdessen auf angenehm griffigen matten Kunststoff gesetzt, der durch eine Gummierung sehr gut in der Hand liegt. Dadurch ist das Nexus 7 nur an der durch kratzfestes Glas geschützten Vorderseite ein Fingerabdruckmagnet, nicht aber an der Rückseite.

Geschmackssache sind die an der rechten Seite angebrachten Bedienelemente – Entsperrknopf und Lautstärkewippe. Die liegen an den abgerundeten Kanten des Tablets für unseren Geschmack etwas weit hinten, was gerade zu Beginn ein wenig ungewohnt ist. Letztlich erfüllen die langlebig wirkenden Bedienelemente aber ihren Zweck und sind nach kurzer Eingewöhnungszeit kein Problem mehr.

Akku ausdauernd und kabellos aufladbar

Der Akku im Nexus 7 ist mit 3.950 Milliampere- Stunden geringfügig kleiner als im Vorgängermodell, reicht aber laut Google für neun Stunden Benutzung. Ob das tatsächlich stimmt, hängt letztlich vom Anwendungsgebiet ab, in unserem Test hinterließ der Akku aber einen ausdauernden Eindruck. Selbst im 3DMark- Belastungstest, bei dem übrigens die CPU im rechten oberen Bereich des Geräts merklich warm, aber nicht heiß wurde, zeigte das Tablet noch eine gute Restlaufzeit an.

Über den Tag sollte man damit locker kommen, bei sparsamer Nutzung sollte es auch reichen, das Tablet jeden zweiten Tag aufzuladen. Ein zwar nicht unbedingt nötiges, aber nettes Feature: Das Nexus 7 unterstützt die Drahtlos- Ladetechnik Qi, wie sie etwa auch in einigen Nokia- Geräten zum Einsatz kommt. Besitzer entsprechender Ladestationen können das Tablet also auch kabellos laden – wenngleich die Ladestation selbst nach wie vor mit einer Steckdose verbunden werden muss.

Österreichs erstes Tablet mit Android 4.3

Das neue Nexus 7 ist das erste in Österreich erhältliche Android- Tablet mit Version 4.3 des Google- Betriebssystems. Weil Android in der unveränderten Google- Standardvariante eingesetzt wird, kommen die Updates für das Nexus 7 direkt vom US- Konzern. Für Besitzer eines Nexus 7 bedeutet das, dass sie in aller Regel vor Nutzern von Nicht- Nexus- Geräten in den Genuss von Aktualisierungen kommen.

Das unveränderte Android bedeutet allerdings auch, dass man auf Dreingaben verzichten muss, die das Betriebssystem bei anderen Herstellern aufwerten. So ist etwa die Standard- Musikanwendung in Android 4.3 immer noch wesentlich schlechter als die Apps, die Hersteller wie Sony oder Samsung ihren Android- Geräten beilegen. Die Standard- App hat nicht einmal einen Equalizer.

Großes Softwareangebot, recht guter Sound

Schlimm ist das nicht, schließlich ist Googles Play Store zum Bersten mit praktischen Apps gefüllt und wer etwa einen anderen Musik- Player sucht, wird problemlos fündig. Etwas schlechter als die Softwaredreingaben mancher Gerätehersteller ist auch die Android- Standardtastatur, die aber ebenfalls schnell durch eine Alternative aus dem Play Store ersetzt werden kann.

Noch ein Wort zum Sound: Der ist beim Nexus 7 durchaus brauchbar. Ein Klangwunder sollte man angesichts der geringen Größe des mit nicht ganz 300 Gramm angenehm leichten Tablets zwar nicht erwarten, angesichts des günstigen Preises und geringen Gewichts vermag die Klangqualität der Stereolautsprecher im Nexus 7 aber zu überzeugen.

Fazit: Günstig und doch kaum Kompromisse

Letztlich ist Asus und Google mit dem neuen Nexus 7 ein tolles Mini- Tablet mit hervorragendem Preis- Leistungs- Verhältnis gelungen. Ähnlich potente Flachrechner kosten bei anderen Herstellern deutlich mehr, über die eine oder andere Kleinigkeit kann man angesichts des günstigen Preises locker hinwegsehen. Die größte Schwäche des Nexus 7 ist – wie schon beim Vorgänger – der fehlende microSD- Slot.

Am Ende waren wir überrascht, wie erstaunlich wenige Kompromisse Google und Asus Käufern ihres neuen Multimediawunders aufbürden. Das Innenleben des Nexus 7 ist grundsolide, das Display großartig und die Verarbeitungsqualität tadellos. Die mittelprächtige Kamera tut dem gelungenen Gesamtpaket da auch keinen Abbruch mehr. In der Riege der Siebenzöller besetzt das neue Nexus 7 ebenso wie der Vorgänger einen Platz ganz weit oben im Preis- Leistungs- Ranking.

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