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10.12.2016 - 06:20

Neun Kilogramm Elektroschrott pro Kopf in 2009

22.09.2010, 14:35
Jeder Österreicher hat im vergangenen Jahr im Schnitt neun Kilogramm an alten Elektrogeräten im Handel oder in Altstoff-Sammelzentren zurückgegeben. "Österreich liegt damit bei der Sammelquote im ersten Drittel der EU-Mitgliedsländer", sagte Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle (EAK). Im ersten Jahr seit Inkrafttreten der Verordnung waren es noch 7,6 Kilogramm.

Insgesamt seien zwischen August 2005 und August 2010 315.000 Tonnen Altgeräte erfasst und an "Behandlungsbetriebe" weitergeleitet worden. Im selben Zeitraum wurden 750.000 Tonnen neue Geräte verkauft. Durch die Wiederverwertung seien rund 119.000 Tonnen Eisen, rund 38.500 Tonnen Kupfer und rund 17.500 Tonnen Aliminium dem Wirtschaftskreislauf zugeführt worden. Durch die recycelten Rohstoffe hätten diese nicht abgebaut werden müssen und dadurch einen CO2- Ausstoß von 380.000 Tonnen verhindert, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Befürchtungen, die Kosten für die Rücknahme der Altgeräte könnten sich in Preisaufschlägen bei den Endkunden niederschlagen, seien nicht eingetreten, sagte Wolfgang Krejcik, Elektrohändler und Aufsichtsratsvorsitzender der EAK. Er ziehe damit nach fünf Jahren Elektroaltgeräte- Verordnung eine überraschend positive Bilanz.

Die Verordnung sieht vor, dass Elektrogeräte kostenlos in den Altstoff- Sammelzentren der Gemeinden und bei Händlern (beim Kauf eines neuen gleichwertigen Geräts) zurückgegeben werden können. Derzeit werde im Europäischen Parlament und im Umweltministerrat über die Novelle der Richtlinie zu Elektroaltgeräten gebastelt, die die Grundlage für die heimische Verordnung bildet.

Pilotprojekt für Second- Hand- Elektroshops

Für die kommenden fünf Jahre arbeiten EAK und Umweltministerium daran, die Rahmenbedingungen für sogenannte "Re- Use- Shops" für Elektroaltgeräte zu schaffen. Geförderte Pilotprojekte dieser Second- Hand- Shops laufen bereits in sechs oberösterreichischen Gemeinden. Alte Fernseher, Geschirrspüler und andere Geräte werden von Arbeitslosen repariert und in den Shops weiterverkauft. Die alten Geräte werden wie üblich bei den Altstoff- Sammelzentren abgegeben und von einem Logistikzentrum an die einzelnen Reparaturwerkstätten weitergeleitet.

Das Umweltministerium habe in den vergangenen zwei Jahren über die rechtliche und technische Umsetzbarkeit beraten und nun einen Leitfaden dazu erarbeitet, so Ministeriumsvertreter Roland Ferth. In den kommenden fünf Jahren sollen in Österreich die Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Shops geschaffen werden, so Giehser. Auch andere Bundesländer zeigten bereits Interesse an der Idee, warteten jedoch noch ab, wie sich der Markt dafür entwickle.

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