Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 15:51
Foto: krebsonsecurity.com , thinkstockphotos.de

Neue Bankomat- Wanzen sind dünn wie Rasiermesser

10.05.2016, 10:12

Ein namhafter US- Sicherheitsforscher warnt vor einer neuen Generation von Bankomat- Wanzen, sogenannten Skimmern. Sie sind dünn wie Rasiermesser und für Banken und Kunden kaum zu entdecken. Zusammen mit einem Kamera- Modul greifen sie Kartendaten und PIN der Kunden ab, anschließend beheben Kriminelle im Ausland Geld vom Konto.

Der IT- Sicherheitsexperte Brian Krebs hat die neuen unscheinbaren Bankomat- Wanzen auf seinem Blog  zum Thema gemacht. Dort berichtet er, dass sich Berichte über solche Abhörgeräte sowohl in den USA, als auch Europa häufen. In Österreich ist bislang zwar noch kein Fall bekannt, bei dem ein ultradünner Bankomat- Skimmer zum Einsatz kam. In einigen Nachbarländern - etwa der Schweiz und Italien - wurden sie aber bereits entdeckt.

Solche extrem dünnen Skimmer werden direkt in den Kartenschlitz des Bankomaten geschoben.
Foto: krebsonsecurity.com

Neue Wanzen sind kaum zu entdecken

Problematisch an den Wanzen: Sie sind durch ihre dünne Bauweise schwer zu entdecken. Kriminelle schieben die aus einem dünnen Metallblättchen, Lesegerät und Speicherchip sowie dünner Batterie bestehenden Geräte direkt in den Kartenschlitz, wo sie die Kartendaten aufzeichnen. In Kombination mit einer versteckten Kamera, die bei der Bankomat- Nutzung den PIN- Code abgreift, bekommen sie so alles, was sie zum Beheben von fremden Konten brauchen.

Neu ist die Erscheinung nicht, allerdings waren bisherige Skimmer nicht so gut getarnt wie die ultradünnen neuen Geräte. Wurden Skimmer früher in den Karteneinschub geschoben, kam es häufig vor, dass die Karte später nicht mehr ausgegeben werden konnte, worauf betroffene Geldinstitute den Bankomaten öffneten und das Abhörgerät entdeckten. Die neuen Skimmer haben diese Eigenschaft nicht mehr, können längere Zeit im Bankomaten belassen und dann spurlos wieder entfernt werden.

Kriminelle meiden europäische Bankomaten

Ein Problem für die Kriminellen bleibt: In Europa setzen Banken bei der Identifizierung von Kunden stark auf die Chips auf Bankomatkarten, die schwerer zu fälschen sind als Magnetstreifen, wie sie in den USA vielerorts noch als primäres Identifikationsmerkmal genutzt werden. Die Reaktion der Kriminellen: Sie senden erbeutete Kartendaten aus Europa an Kollegen in den USA. Diese fälschen Bankomatkarten und versuchen, bei alten US- Bankomaten Geld zu beheben.

Dieses Betrugsszenario ist bei Kriminellen zuletzt immer beliebter geworden, 2015 wurden laut Krebs  so viele Skimming- Fälle festgestellt wie noch nie zuvor. Viele Banken hierzulande sperren deshalb automatisch Behebungen außerhalb der EU, betreiben also sogenanntes Geo- Blocking, das Kunden vor Auslandsreisen selbstständig deaktivieren müssen, wenn sie Geldautomaten nutzen möchten.

10.05.2016, 10:12
der, krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum