Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
11.12.2016 - 02:56
Foto: APA/Herbert Neubauer

Millionenbetrug mit gefälschten iPad- Verpackungen

19.11.2014, 15:26
Durch den Verkauf von 4.000 gefälschten iPad-Verpackungen und 2.000 gefälschten Microsoft-Office-Lizenzen soll ein Quartett österreichische Firmen um insgesamt knapp 2,3 Millionen Euro geprellt haben. Drei Italiener - 45, 48 und 49 Jahre alt - sind in Haft, ein 23-jähriger mutmaßlicher Mittäter aus Wiener Neustadt wurde angezeigt, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Mittwoch. Die vier Beschuldigten seien zum Teil geständig.

Die in der Slowakei und Schweiz wohnenden italienischen Staatsbürger sollen sich die Verpackungen im Zusammenwirken mit dem Österreicher im Mai 2013 von einer Fälscherfirma vermutlich in China besorgt haben. Die laut Polizei "täuschend echt aussehenden" Schachteln wurden mit illegalen Originalnummern eines großen Computerkonzerns versehen und danach diversen Firmen als Originalprodukte zum Kauf angeboten.

Als Verkäufer trat dabei eine italienische Scheinfirma auf. Die Ware wurde dann offiziell an eine Firma in Bratislava und in der Folge an ein österreichisches Unternehmen verkauft. Die gefälschten iPad- Verpackungen wurden direkt von einer beauftragten Spedition aus einem Lager in Mailand zu zwei Logistikbetrieben nach Österreich gebracht, wo die Lieferung von den Tätern übernommen und einige Tage danach als Originalware an zwei österreichische Firmen weitergegeben wurde - zum Preis von insgesamt über 1,9 Millionen Euro.

Die Fälschungen wurden anschließend über weitere Zwischenhändler nach Deutschland weiterverkauft, wo sie als solche erkannt wurden. Daraufhin zeigten die österreichischen Käuferfirmen den Betrug an.

Auch Office- Lizenzen gefälscht

Die ermittelnden Kriminalisten aus Niederösterreich stießen im Zuge umfangreicher Erhebungen auf die Verdächtigen. Es stellte sich heraus, dass das Landeskriminalamt Wien bereits zwei der Männer im Zusammenhang mit einem anderen Betrug im Visier hatte: Dabei ging es um den Verkauf von - vermutlich ebenfalls in China bezogenen - 2.000 gefälschten Microsoft- Office- Lizenzen an eine Vorarlberger Firma. Der Schaden belief sich in diesem Fall auf 360.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft Wien ließ verschiedene Firmenstandorte der Verdächtigen durchsuchen, wobei zahlreiche Beweismittel für die betrügerischen Handlungen sichergestellt wurden. Am 1. April erfolgten zwei Festnahmen in Wien und Mödling mit Einlieferung in die Justizanstalt Wien- Josefstadt. Aufgrund eines EU- Haftbefehles wurde Ende September auch der dritte italienische Beschuldigte in seiner Heimat festgenommen.

Geld untereinander aufgeteilt

Nach Polizeiangaben wurde ein Großteil des vereinnahmten Geldes zwischen dem 48- und dem 49- jährigen Verdächtigen aufgeteilt. Der Österreicher erhielt für seine Mitwirkung an den strafbaren Handlungen einen Betrag von 110.000, der 45- jährige Italiener 130.000 Euro.

19.11.2014, 15:26
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum