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25.09.2017 - 08:22

Kamerahersteller in Japan kämpfen mit Stromausfällen

22.03.2011, 10:35
Viele japanische Hersteller von Fotokameras und Druckern leiden nach wie vor unter der unregelmäßigen Stromversorgung im Land. Unter anderem haben Fujifilm, Canon, Konica Minolta, Ricoh und Olympus bestätigt, dass eines oder mehrere Werke in Japan nach der Tsunami-Katastrophe momentan stillstehen oder nicht auf voller Kapazität produzieren können. Lieferengpässe werde es in Europa aus heutiger Sicht aber wahrscheinlich nicht geben, beschwichtigen die Hersteller.

Canon teilte in der Vorwoche mit, dass bei dem Erdbeben 15 Mitarbeiter verletzt worden seien. In neun Werken liege die Produktion brach, in zweien (eines davon in Fukushima) werde es einige Zeit dauern, bevor die Tätigkeit wieder aufgenommen werden kann, hieß es. Auch unbefahrbare Straßen würden große Probleme bereiten, sagte eine Sprecherin.

Bei Ricoh, einem Hersteller von Druckern und Digitalkameras, wurde ein Werk während des Bebens beschädigt. Hier befinde man sich am Wiederaufbau, so Österreich- Sprecherin Karin Ahamer. In den restlichen Werken laufe die Produktion weiter. Man versuche, mit den Stromversorgern zusammenzuarbeiten.

Bei Olympus stehen drei Werke im vom Erdbeben betroffenen Nordosten Japans derzeit still. Man warte momentan auf regelmäßige Elektrizität in dem Gebiet, sagte Sprecher Heino Hilbig. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen. In Japan würden von Olympus hauptsächlich medizintechnische und optische Geräte produziert, sagte Hilbig.

Werke außerhalb Japans kompensieren Produktionsausfälle

Auch bei Fujifilm wurde die Produktion in einem Werk nahe der Stadt Sendai auf Eis gelegt. Die Kapazitäten würden aber von Werken außerhalb Japans, zum Beispiel in China, aufgefangen, sagte Markus Nierhaus von Fujifilm. Die Produktion der Kamera FinePix X100 stehe derzeit still, sagte Georg Friedrichsberg, Obmann des Fachverbands Fotohandel in der Wirtschaftskammer. Hier werde es sicher zu Lieferverzögerungen kommen. Nach seinen Informationen dürften auch in einem Werk von Nikon die Bänder für längere Zeit stillstehen.

Konica Minolta leidet ebenfalls unter den Stromausfällen. Im Werk in Kofu westlich von Tokio komme es deswegen zu Beeinträchtigungen, teilte der Marketingchef von Konica Minolta Österreich, Wolfgang Schöffel, mit. Bei Sony wurden sechs Werke in Mitleidenschaft gezogen, eines wurde nach Unternehmensangabe sogar von dem Tsunami erwischt. Momentan sei auch hier die Stromversorgung das größte Problem, sagte eine Sprecherin

Sony will Produktion bis Ende März einstellen

Dem japanischen Fernsehsender NHK zufolge will Sony die heimische Produktion wegen Lieferengpässen seiner Zulieferer in fünf Werken bis Ende März einstellen. Betroffen seien die Werke in den Präfekturen Shizuoka, Aichi, Gifu und Oita. Es werde überlegt, die Produktion bis dahin ins Ausland zu verlagern. Die fünf Werke stellten hauptsächlich Kameras, Handys, Flachbildschirme, Mikrofone und Sendetechnik her. Die Herstellung von Batterien in einem Werk in Shimotsuke in der Präfektur Tochigi im Norden von Tokio laufe unterdessen wieder.

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