Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.07.2017 - 19:14
Foto: thinkstockphotos.de, EPA, acdc.com, krone.at-Grafik

Iran: Hacker lassen AC/DC in AKWs erschallen

25.07.2012, 10:53
Mikko Hyppönen vom Sicherheitsunternehmen F-Secure berichtet über merkwürdige Vorkommnisse: Er habe E-Mails von einem Forscher der Atombehörde des Iran erhalten, dass zwei Kernkraftanlagen von Hackern angegriffen und abgeschaltet worden seien. Zudem habe der verantwortliche Wurm dafür gesorgt, dass mitten in der Nacht laut Musik gespielt worden sei - vermutlich "Thunderstruck" von AC/DC.

Die E- Mails stammen von einem Wissenschaftler der Atomic Energy Organization of Iran (AEOI), so Hyppönen im Blog  von F- Secure. Darin heißt es, das Nuklearprogramm des Landes sei wieder einmal angegriffen worden.

Die Hacker hätten sich Zugang zum Netzwerk der Kernkraftwerke in Natanz und Fordo verschafft und einen Wurm eingesetzt, um diese sowie die Hardware von Siemens anzugreifen und abzuschalten. Die eigenen Cyberexperten seien der Meinung, dass das Hacker- Tool Metasploit benutzt worden sei. "Ich selbst weiß nur sehr wenig über diese Cyber- Themen, da ich ein Wissenschaftler bin, kein Computerexperte", so der Verfasser der E- Mails.

AC/DC in voller Lautstärke

Der merkwürdigste Teil der Geschichte wird am Ende einer der Nachrichten beschrieben: Es seien nicht nur Netzwerke und Hardware abgeschaltet worden, zudem hätten die Hacker in voller Lautstärke mitten in der Nacht an verschiedenen Arbeitsplätzen Musik abspielen lassen. "Ich glaube, es hat 'Thunderstruck' von AC/DC gespielt", so der Forscher.

Ob die Behauptungen in den E- Mails wahr sind, ist bisher unklar. Er wüsste nicht, was davon zu halten sei, zeigt sich Hyppönen kritisch. Fest stehe lediglich, dass der Wissenschaftler die E- Mails tatsächlich innerhalb der AEOI gesendet und empfangen habe.

Atomanlagen im Iran immer wieder im Visier

Der Iran war bereits mehrmals Angriffsziel von Cyberattacken. Am prominentesten war wohl der Virus Stuxnet, der 2010 Atomanlagen außer Gefecht setzte. 2012 wurde dann Flame entdeckt, das Schadprogramm soll iranische Anlagen zur Urananreicherung angegriffen und Zentrifugen zerstört haben. Vermutungen des IT- Sicherheitsexperten Kaspersky zufolge kooperierten die Entwickler der beiden Programme. Zuletzt wurde der Iran Berichten zufolge im April Ziel von Cyberangriffen. Dabei soll ein Virus groß angelegt jene Computer lahmgelegt haben, die wichtige Funktionen an Ölanlagen steuern. Die iranische Führung behauptete allerdings, es habe sich nicht um einen Angriff, sondern einen herkömmlichen Virus gehandelt.

25.07.2012, 10:53
bge
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum