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29.04.2017 - 16:42
Foto: IBM / Video: YouTube.com

IBM- Computer "Watson" fordert Quizspieler heraus

16.12.2010, 13:32
Vom 14. bis 16. Februar wird sich entscheiden, wer klüger ist: Mensch oder Maschine? Dann nämlich wird IBM sein Computersystem "Watson" gegen die beiden erfolgreichsten Spieler der seit 1984 ausgestrahlten US-Quizshow Jeopardy, Ken Jennings und Brad Rutter (Bild), antreten lassen, wie der Computerkonzern am Dienstag mitteilte.

"Watson", benannt nach dem IBM- Gründer Thomas J. Watson, wurde von einem IBM- Forschungsteam mit dem Ziel gebaut, ein Frage- Antwort- Computersystem zu entwickeln, das sich mit Menschen in der Beantwortung von in natürlicher Sprache gestellten Fragen messen kann. Die Quizshow Jeopardy biete in dieser Hinsicht die ultimative Herausforderung, da die im Spiel gegebenen Hinweise Wortspiele, versteckte Bedeutungen, Ironie, Rätsel und ähnliche semantische Komplexitäten enthalten, bei der das menschliche Gehirn Computern bislang weit überlegen war, so IBM in einer Mitteilung.

"Nach vier Jahren Forschung und Entwicklung glauben wir, dass Watson für diese Herausforderung bereit ist. Dank seiner Fähigkeit, Jeopardy- Hinweise schnell zu interpretieren, Informationen zu analysieren, präzise Antworten zu formulieren und die nötige Sicherheit zu entwickeln, sich auf eine korrekte Antwort festzulegen", so David Ferrucci, Leiter des Watson- Forschungsteams bei IBM Research.

Die ausgeklügelte Frage- Antwort- Technologie von Watson laufe auf einem IBM- POWER7- Server, der hinsichtlich der Verarbeitung einer immensen Anzahl von Aufgaben optimiert sei, die Watson in Höchstgeschwindigkeit ausführen müsse, um die komplexen Sprachhinweise auszuwerten und korrekte Antworten zu liefern.

Erste Testspiele bereits absolviert

"Um in Jeopardy zu überzeugen, sind mehrere Fähigkeiten gefordert und es wird faszinierend sein zu sehen, ob ein Computer in der Lage ist, sich gegen die beiden besten Spieler zu behaupten", erklärte Jeopardy- Produzent Harry Friedman. Um Watson auf den Wettbewerb vorzubereiten, wurden im Herbst bereits über 50 Testspiele gegen frühere Jeopardy- Gewinner ausgetragen. Der Computer habe dabei auch dieselben Qualifikationsrunden absolviert, die für alle Kandidaten gelten, so IBM.

Eine Million US- Dollar als Hauptpreis

Die Highlights der Testspiele sollen in den nächsten Wochen online (siehe Infobox) verfolgt werden können. Sendetermine für den offiziellen Wettkampf sind die drei Tage zwischen dem 14. bis 16. Februar, in denen zwei Spiele ausgetragen werden. Sollte "Watson" den Hauptpreis in Höhe von einer Million US- Dollar gewinnen, soll das Preisgeld an wohltätige Zwecke gespendet werden.

"Deep Blue" besiegte Schachweltmeister Kasparov

In der Vergangenheit hat IBM bereits des Öfteren Spielsituationen genutzt, um die Leistungsfähigkeit seiner Systeme zu demonstrieren. Erstmals gelang es einem Großrechner 1997, in einem Mensch- gegen- Maschine- Wettbewerb zu gewinnen. Der IBM- Rechner mit dem Namen "Deep Blue" war in der Lage 200 Millionen mögliche Schachzüge pro Sekunde zu berechnen und schaffte es so, in einem Schachwettbewerb den damaligen Weltmeister Garry Kasparov zu besiegen.

"Weiterer Schritt in Richtung menschliche Kognition"

Das hochentwickelten Frage- Antwort- System Watson soll nun nicht nur über mehr Rechenkapazität verfügen, sondern auch auf einem neuen Ansatz beruhen: Durch den Einsatz von dynamischer, intelligenter Software sei das System fähig, offene, komplexe Fragestellungen wie diejenigen in Jeopardy zu lösen und damit die Computerfähigkeiten einen Schritt näher an die kognitiven Fähigkeiten des Menschen zu bringen.

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