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07.12.2016 - 13:05
Foto: Huawei

Huawei Mate 8: Android- Kraftpaket im krone.at- Test

06.02.2016, 09:00

Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei bringt mit dem Mate 8 sein neues Phablet- Flaggschiff nach Österreich. Das Gerät zählt mit seinem riesigen Sechs- Zoll- Display und einem dicken 4000- mAh- Akku zu den exotischeren Handys am Markt, hat im Test aber vor allem mit der CPU verblüfft: Der verbaute Prozessor, eine Huawei- Eigenentwicklung, setzt sich in Benchmarks ganz an die Spitze der Rangliste und übertrumpft sogar den bisherigen CPU- König Exynos 7 von Samsung.

Freilich: Samsungs Exynos 7, der unter anderem im Galaxy S6 steckt, hat schon fast ein Jahr auf dem Buckel und dürfte bald von einem noch schnelleren Nachfolger abgelöst werden, der dann wieder an Huaweis HiSilicon Kirin 950 vorbeizieht. Für den Moment hat Huawei aber das schnellste Android- Handy der Welt am Start. Eine Leistung, die man der CPU- Sparte HiSilicon des chinesischen Telekom- Riesen noch vor ein, zwei Jahren nicht zugetraut hätte.

Was abgesehen vom flotten Chip im Mate 8 steckt, sehen Sie hier:

Huawei Mate 8

CPU

HiSilicon Kirin 950: 4 x 2,3 + 4 x 1,8 GHz

RAM

3 GB

Diagonale

6 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Speicher

32 GB

microSD- Slot

Bis 128 GB

Hauptkamera

16 Megapixel; Dual- LED- Blitz; OIS

Frontkamera

8 Megapixel

Funk

LTE, Gigabit- WLAN, Bluetooth 4.2, NFC, GPS, GLONASS, BeiDou

Maße

157 x 80,6 x 7,9 Millimeter; 185 Gramm

Akku

4000 mAh

Extras

Dual- SIM (microSD oder SIM)
Alu- Chassis
Fingerabdruck- Scanner

Software

Android 6 (EMUI)

Preis

Ab 566 Euro

Der Prozessor des Mate 8 spielt, wie bereits angedeutet, auf erstaunlich hohem Niveau. Ein flüssiges Android- Bedienerlebnis, flotte App- Starts und problemloses Multi- Tasking sind jederzeit gegeben, zudem setzt sich der Kirin 950 in Benchmark- Tests wie AnTuTu noch vor den bisherigen Top- Geräten von Samsung an die Spitze und bleibt dabei im Vergleich mit Heißläufern wie Qualcomms Snapdragon 810 erstaunlich cool. Die 3D- Leistung reicht auch für hardwareintensivere Kost.

Tadelloses Full- HD- Display, gute Kameras

Das IPS- Display bietet zwar "nur" Full- HD- Auflösung, als Schwäche kann man das aber nicht werten. Fotos und Videos werden detailreich und scharf dargestellt, Text ist klar lesbar. Unterschiede zu Displays mit höherer Auflösung muss man mit der Lupe suchen. Die Farbdarstellung ist natürlich, die seitliche Ablesbarkeit gut, beim Kontrast muss man sich Rivalen mit AMOLED- Display geschlagen geben. Die maximale Helligkeit sollte auch für Draußen reichen.

Die Kameras im Mate 8 hinterließen im Test einen sehr guten Eindruck. Die Hauptkamera stellt flott scharf, aber noch nicht ganz so schnell wie etwa bei Samsung oder Sony. Verwackler sind dank optischer Bildstabilisierung selten, bei gutem Licht gelingen scharfe und detailreiche Fotos. Die Kamera ist relativ lichtstark und knipst auch im Dämmerlicht noch brauchbare Fotos, vor allem mit Doppelblitz, das Scharfstellen und Auslösen dauert unter schwierigen Bedingungen aber deutlich länger.

Selfie- Fetischisten freuen sich über die Acht- Megapixel- Frontkamera, die wirklich gute Selbstportraits liefert. Bei schlechten Lichtverhältnissen dient das Display als Blitz, eine Weichzeichner- Funktion entfernt in der Kamera- App Hautunreinheiten. Ebenfalls verfügbar: Verschiedenste kreative Filter, die bereits vom P8 bekannte Lichtmalerei- Funktion und Zeitraffer- Videos. Insgesamt spielt die Fotoleistung des Mate 8 auf sehr hohem, wenn auch nicht auf höchstem Niveau.

Umfangreiche Ausstattung, starker Akku

An der Funk- und Speicherausstattung haben wir nichts auszusetzen. Alle aktuellen Funkstandards sind an Bord, der Speicher ist mit 32 Gigabyte adäquat dimensioniert und kann per microSD- Karte um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Genug Platz, selbst für Vielfotografen und Musiksammler. Wer nicht so viel Speicherplatz braucht, kann den Speicherkartenslot auch mit einer zweiten SIM- Karte bestücken - praktisch, etwa bei Auslandsreisen. Als praktisch werden manche Nutzer auch den Fingerabdruck- Scanner an der Rückseite empfinden, der das Gerät zuverlässig und schnell entsperrt.

Der nicht austauschbare Akku im Mate 8 ist mit einer Kapazität von 4000 Milliamperestunden ähnlich großzügig dimensioniert wie beim Vorgänger Mate 7 und verhilft dem Gerät zu stattlicher Laufzeit. Selbst Intensivnutzer dürften es nicht zustande bringen, das Mate 8 an einem einzelnen Tag auszulaugen. Anderthalb Tage Betrieb sind bei starker Nutzung machbar, sparsame Naturen schinden wohl auch zwei Tage aus dem Akku - zur Not unter Zuhilfenahme der Energiesparoptionen.

Saubere Verarbeitung, erstaunlich kompakt

In puncto Verarbeitung braucht sich Huaweis Mate 8 nicht vor der Konkurrenz aus Korea oder den USA zu verstecken. Schon der kleine Bruder Mate S hinterließ im Test einen sehr wertigen Eindruck, das Mate 8 steht diesem in Nichts nach. Das Alu- Gehäuse ist steif und sauber verarbeitet, nichts knackt oder knarzt. Der Übergang vom Gehäuse zum Display ist sauber, das Gerät liegt trotz sechs Zoll Diagonale gut in der Hand.

Überhaupt ist das Mate 8 für ein Smartphone dieser Größe erstaunlich kompakt. Klar ist es für Besitzer kleinerer Hände schwer zu bedienen, durch den extradünnen Displayrahmen ist es aber so kompakt, wie ein Sechs- Zoll- Bolide nur sein kann. Hinzu kommt: Obwohl ein recht dicker Akku im Gerät steckt, ist es sehr dünn. Unser Rat: Sollten Sie sich für das Gerät interessieren, nehmen Sie es sicherheitshalber trotzdem vor dem Kauf nochmal in die Hand. Sechs Zoll Diagonale sind eine Größe, die nicht jeder Nutzer mag.

Während die riesige Diagonale beim Handling problematisch sein kann, ist sie bei der täglichen Nutzung hie und da durchaus von Vorteil. Nicht unbedingt beim Telefonieren, aber bei Online- Videos, beim Lesen oder beim Fotobetrachten. Bei Videos profitiert das Mate 8 auch von seinem tauglichen Lautsprecher, der allerdings etwas ungünstig platziert wurde. Hält man das Gerät im Querformat, verdeckt man den Speaker leicht mit der Hand und sabotiert so ungewollt den Klang.

Software mit chinesischen Eigenheiten

Die Software - Android 6 mit Huaweis hauseigenem EMUI- Interface - ist hübsch gestaltet und aufgeräumt, hat aber einige für chinesische Hersteller typische Eigenheiten. Dazu zählt die fehlende App- Übersicht, durch die alle Programme am Startbildschirm landen ebenso wie die etwas ungewöhnliche deutsche Tastatur mit dezidierten Tasten für Sonderzeichen wie Ü, Ä oder ß. Beides lässt sich mit alternativen Launcher- Apps oder Drittanbieter- Tastaturen beheben. Bloatware haben wir am Testgerät nicht entdeckt, ein paar kleine Dreingaben - etwa ein Office- Paket - gibt es aber. Sie können problemlos deinstalliert werden.

Fazit: Huawei liefert mit dem Mate 8 sein bis dato bestes Smartphone ab. Es ist - zumindest für den Moment - das leistungsstärkste Android- Smartphone am Markt, gibt sich bei Display, Verarbeitung, Ausstattung und Kamera- Performance keine Blöße und hat einen ziemlich starken Akku. Seine schiere Größe, der ungünstig platzierte Lautsprecher und die etwas gewöhnungsbedürftige Software werden manche Nutzer zwar stören, insgesamt ist das Mate 8 aber ein sehr rundes Paket. Bei einem Preis von rund 600 Euro darf man das aber auch erwarten.

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06.02.2016, 09:00
der, krone.at
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