Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
02.12.2016 - 21:53
Foto: We-Vibe

Hackerduo dringt in smarten Bluetooth- Vibrator ein

09.08.2016, 08:30

Hackermessen wie die in Las Vegas ausgetragene DEF CON 24 werden nicht nur genutzt, um Sicherheitslücken aufzuzeigen, die Millionen betreffen, sondern bringen auch immer wieder skurrile Dinge hervor. Ein aktuelles Fallbeispiel bringen zwei australische Hacker unter den Pseudonymen Goldfisk und Follower. Sie sind in einen schlecht abgesicherten Bluetooth- Vibrator eingedrungen - und staunten nicht schlecht, was das Gerät für Daten sammelt.

Goldfisk und Follower ist es einem Bericht des britischen IT- Portals "The Register"  zufolge durch die unfreiwillige Hilfe der US- Handelskammer FTC gelungen, in den Bluetooth- Vibrator We- Vibe 4 Plus einzudringen.

Die Behörde hatte vom Hersteller Informationen zur genutzten Bluetooth- Technik eingefordert, mit deren Hilfe die Hacker sich Zugang zu dem von einem Texas- Instruments- Chip betriebenen Sexspielzeug verschafften.

Gerät sammelt und versendet zahlreiche Daten

Das Gerät zu hacken, sei ziemlich einfach gewesen, erklären Goldfisk und Follower. Allerdings habe man anfangs Probleme gehabt, das Bluetooth- Signal abzufangen. "Es hat sich herausgestellt, dass der menschliche Körper ein erstaunlich effizienter faradayscher Käfig ist", heißt es in ihrem Bericht.

Den beiden Hackern ist aber nicht nur gelungen, das Sexspielzeug mit Begleit- App für das Handy fernzusteuern. Sie haben auch herausgefunden, welche Daten das Gerät sammelt und an den Hersteller sendet. Der We- Vibe 4 Plus protokolliert, wann er benutzt wird, welcher der zehn verfügbaren Vibrationsmodi aktiviert wird - und sogar die Temperatur des Geräts.

Hersteller gibt Daten auf Wunsch an Behörden weiter

Besonders brisant: Der Hersteller räumt sich in den AGB das Recht ein, die gesammelten Daten auf Anfrage an die Behörden weiterzugeben. Das klingt zunächst wunderlich, ergibt am US- Markt aber durchaus Sinn: Dort gibt es Regionen, in denen Geräte wie der We- Vibe 4 Plus illegal sind - etwa in einigen Gebieten Alabamas und Georgias.

Der Hack mag skurril wirken, weist aber auf ein reales Problem hin: Im "Internet of Things"- Zeitalter, in dem all unsere Alltagsgegenstände vernetzt werden, können alle nur denkbaren Dinge zur potenziellen Wanze werden - auch Vibratoren. Das Hacker- Duo will deshalb jetzt eine Kampagne ins Leben rufen, mit der die Sicherheit vernetzter Sexspielzeuge verbessert werden soll.

09.08.2016, 08:30
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum