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09.12.2016 - 21:48
Foto: Google

Google entkräftet zehn Mythen um Datenbrille

24.03.2014, 12:21
Googles Glass ist noch nicht offiziell erhältlich, doch schon jetzt ranken sich diverse Vorwürfe und Mythen um die Datenbrille, insbesondere den Datenschutz betreffend. "Um reinen Tisch zu machen", wie es in einem öffentlichen Eintrag heißt, versucht Google daher nun, die zehn wichtigsten Mythen und Gerüchte rund um seine Computerbrille zu entkräften.

Im Laufe seines noch relativ kurzen Bestehens habe Glass bereits einige Mythen um sich herum aufgebaut. Man fühle sich geehrt über so viel Aufmerksamkeit, halte es zugleich jedoch für sinnvoll, einige von ihnen näher zu beleuchten, "nur um reinen Tisch zu machen", so Google in seinem Netzwerk Google+ . Anschließend werden zehn angebliche Mythen angeführt.

Mythos 1: Glass ist die ultimative Ablenkung

Demnach sei es falsch, dass die Datenbrille von der "realen Welt" ablenke. Denn im Gegensatz zu Computern, Smartphones oder Tablets, auf deren Bildschirme man stets herabblicken müsse, erlaube Glass dem Nutzer, geradeaus zu schauen und mit seiner Welt zu interagieren. "Wichtige Momente im Leben sollten nicht durch einen Bildschirm erlebt werden", schreibt Google. Glass sei deshalb standardmäßig deaktiviert und nur an, wenn der Nutzer dies wolle.

Mythos 2: Glass ist ständig an und zeichnet alles auf

Falsch sei daher auch, dass Glass alles aufzeichne, fährt der Internetkonzern fort. Die Aufnahmedauer sei standardmäßig auf zehn Sekunden beschränkt. Längere Aufnahmen seien zwar möglich, nach spätestens 45 Minuten müsse der integrierte Akku jedoch an die Steckdose. "Also sollten Sie das nächste Mal versucht sein, einen Glass- Träger zu fragen, ob er Sie filmt, fragen Sie sich, ob Sie das gleiche mit Ihrem Smartphone tun würden. Die Chancen stehen gut, dass die Antwort dieselbe ist", so Google.

Mythos 3: Glass ist nur etwas für Geeks

Entkräftet wird von Google auch der Mythos, demzufolge es sich bei den ersten Testern der Datenbrille nur um technologieaffine "Geeks" handle. Die sogenannten Explorer (Erforscher) stammten aus allen Schichten und Bereichen, unter ihnen seien Eltern ebenso wie "Feuerwehrmänner, Zoowärter, Braumeister, Filmstudenten, Reporter und Doktoren". Ihnen allen gemein wäre, dass sie das Potenzial sähen, mithilfe der Technologie besser mit ihrer Außenwelt zu interagieren.

Mythos 4: Glass ist bereit für den großen Auftritt

Dass Glass bereits fertig für den "großen Auftritt" sei, stimmt deswegen laut Google aber nicht. Der Internetkonzern betont, dass es sich nach wie vor um einen Prototyp handle. Basierend auf den Rückmeldungen der Nutzer habe es in den vergangenen elf Monaten drei Hardware- und neun Software- Updates gegeben. Bis zur Veröffentlichung einer finalen Version für den Konsumenten solle weiteres Feedback in die Entwicklung einfließen. Googles Anmerkung, dass heutige Prototypen in Zukunft für uns einmal so komisch aussehen könnten wie Handys der 1980er- Jahre, lässt darauf schließen, dass sich am finalen Design der Datenbrille noch einiges ändern könnte.

Mythos 5: Glass erkennt Gesichter

Nicht wahr sei außerdem, dass Glass Gesichtserkennung beherrsche. Obwohl technisch durchaus machbar, habe man sich nach Rückmeldungen der Nutzer dagegen entschieden, diese Funktion zu unterstützen – zumindest bis zur Klärung der daraus resultierenden Fragen, schreibt Google. Apps, die eine entsprechende Funktion anböten, würden nicht über den offiziellen MyGlass- Store verbreitet, betont Google.

Mythos 6: Glass verdeckt das Auge

Falsch sei außerdem, dass Google Glass das Auge verdecke, wie etwa kürzlich von einem Experten in einem Artikel behauptet. Weil man um die Wichtigkeit des direkten Augenkontakts wisse, habe man den Bildschirm über dem rechten Auge platziert, und nicht davor. Bevor Skeptiker voreilig Schlüsse ziehen, sollten sie Glass vorher ausprobieren, rät Google.

Mythos 7: Glass ist das perfekte Überwachungsgerät

Ebenfalls ins Reich der Mythen schiebt Google die Behauptung ab, dass es sich bei Glass um das "perfekte Überwachungsgerät" handle. Es gebe viel bessere Spionagegeräte auf dem Markt, um andere Menschen heimlich zu beobachten und zu filmen, als eines, das auffällig im Gesicht getragen werde und bei jedem Tastendruck oder Sprachbefehl aufleuchte, so Google.

Mythos 8: Glass ist nur etwas für Privilegierte

Dass Glass nur für privilegierte Käuferschichten konzipiert sei, die sich das Gerät leisten könnten, will Google auch nicht auf sich sitzen lassen. Man sei sich dessen bewusst, dass der derzeitige Preis von 1.500 US- Dollar (rund 1.100 Euro) für viele Menschen "unerreichbar" sei. Dies bedeute aber nicht, dass jene, die die Brille bereits nutzten, reich seien oder bevorzugt würden. Einige Tester hätten die Brille von ihrem Arbeitgeber finanziert bekommen, andere hätten über Crowdfunding- Plattformen wie Kickstart und Indiegogo Geld dafür gesammelt. Und wieder andere hätten die Brille geschenkt bekommen, erläutert Google, ohne damit jedoch genauer auf den finalen Kaufpreis einzugehen.

Mythos 9: Glass ist überall verboten

In Mythos neun geht Google auf die Behauptung ein, dass seine Datenbrille vielerorts bereits verboten sei. Wie bei Smartphones auch, gebe es bestimmte Bereiche, in denen die Nutzung der Brille untersagt sei, beispielsweise in Umkleiden oder Casinos. "Möchtegern- Verbieter" sollten allerdings bedenken, dass Glass auch mit optischen Gläsern genutzt werden könne. Es sei daher wahrscheinlich sicherer, Träger dazu aufzufordern, Glass einfach auszuschalten, als darauf zu bestehen, dass sie blind in einer Umkleide umherstolpern.

Mythos 10: Glass bedeutet das Ende der Privatsphäre

Zu guter Letzt geht Google noch einmal auf die Sicherheitsbedenken ein. Dass Glass das Ende der Privatsphäre bedeute, glaubt der Konzern nicht und verweist in diesem Zusammenhang auf die ersten Kameras, die zur damaligen Zeit aus Angst um die Privatsphäre etwa in Parks und an Stränden verboten gewesen seien. Dieselben Ängste hätte es auch bei den ersten Mobiltelefonen gegeben, schreibt Google. Mittlerweile gebe es mehr Kameras als jemals zuvor, "und in zehn Jahren werden es noch mehr sein, ob mit oder ohne Google Glass", schreibt der Internetkonzern.

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