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18.08.2017 - 17:54
Foto: facebook.com/goindigo.in

Galaxy Note brennt im Flugzeug: Crew schreitet ein

27.09.2016, 08:40

Das hat Samsung noch gefehlt: Während gerade die Umtauschaktion für das wegen Akkubränden in Verruf geratene Galaxy Note 7 läuft, hat sich an Bord eines indischen Passagierflugzeugs ein Samsung- Smartphone entzündet. Durch das rasche Einschreiten der Crew, die dem rauchenden Galaxy Note 2 mit einem Feuerlöscher zu Leibe rückte, konnte zwar schlimmeres verhindert werden. Der Imageschaden für Samsung ist aber enorm.

Das Unglück ereignete sich einem Bericht der britischen BBC  zufolge auf einem Flug von Singapur ins indische Chennai. Während der Reise bemerkten Passagiere, dass Rauch aus den Gepäckfächern über ihren Köpfen drang. Das Kabinenpersonal öffnete die Fächer und entdeckte im Handgepäck eines Passagiers ein Samsung Galaxy Note 2, aus dem Rauch ausströmte und Funken spritzten.

Flugpersonal sicherte Handy in Wasserglas

Die Flugbegleiter hielten mit einem Feuerlöscher auf das rauchende Handy und gaben es - immer noch Funken sprühend - letztlich in ein Glas Wasser, das auf der Flugzeugtoilette deponiert wurde. Dort verblieb das Problem- Smartphone bis zur sicheren Landung in Chennai. Die Airline bittet nun darum, bestimmte Geräte nur im Handgepäck zu befördern und sie während des Flugs nicht einzuschalten.

Samsung hat den Vorfall bereits bestätigt. "Wir sind uns eines Zwischenfalls mit einem unserer Geräte bewusst. Bei Samsung hat die Sicherheit der Kunden höchste Priorität", erklärt der südkoreanische IT- Konzern. Man habe die lokalen Behörden kontaktiert, um mehr Informationen über den Fall zu bekommen.

Galaxy- Note- 7-Rückrufaktion beutelt Samsung

Für Samsung kommt der Zwischenfall zur Unzeit: Das Unternehmen kämpft derzeit mit einer großen Rückrufaktion bei seinem neuesten Top- Smartphone Galaxy Note 7, das ebenfalls durch Akkubrände in Verruf geraten ist. Die Nutzung dieses Geräts im Flugzeug hat die US- Luftfahrtbehörde FAA sogar explizit verboten.

Die Umtauschaktion schadet Samsung dabei nicht nur im ewigen Konkurrenzkampf mit Apples iPhone, sondern dürfte auch sehr viel Geld kosten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Samsung Firmenbeteiligungen im Wert von rund 800 Millionen Dollar veräußert hat, um die Verluste durch die Rückrufaktionen abzufangen.

Brennende Akkus sind indes kein Samsung- Spezifikum. In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte über explodierende Smartphones, meist handelt es sich bei solchen Vorfällen aber um bedauerliche Einzelfälle. Bei Samsungs Galaxy Note 7 sind dagegen weltweit bereits mehr als hundert Fälle bekannt, in denen sich das Gerät entzündet hat. Der Imageschaden für die Koreaner ist enorm.

27.09.2016, 08:40
der, krone.at
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