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05.12.2016 - 01:27

Futuristisches Multitalent mit Stift: Sony Vaio Duo 13

28.06.2013, 16:59
Mit dem Vaio Duo 11 war Sony bei der Einführung von Windows 8 einer der Vorreiter bei innovativen Hybridgeräten aus Tablet und Laptop. Jetzt legen die Japaner nach – und bringen mit dem Vaio Duo 13 eine überarbeitete Version des Verwandlungskünstlers auf den Markt, die mit sparsamerem Prozessor, größerem Display und stattlicher Akkulaufzeit um die Gunst der Kunden buhlt. krone.at hatte als erstes österreichisches Onlinemedium Gelegenheit, den Alleskönner auf Herz und Nieren zu prüfen. Ob er hält, was er verspricht, klärt unser Test.

Im Kampf gegen die neuen IT- Riesen aus Südkorea sind Japans Elektronik- Traditionshersteller zuletzt zunehmend ins Hintertreffen geraten. Jetzt meldet sich Sony eindrucksvoll zurück. Und zwar nicht nur im aufstrebenden Tablet- und Smartphone- Segment (siehe Infobox), sondern auch im klassischen PC- Geschäft.

Mit dem Vaio Duo 13 zeigt Sony, dass Nippon immer noch für die eine oder andere Überraschung gut ist, wenn es um Hardware geht. Das Hybridgerät aus Tablet und Laptop wirkt, als käme es direkt aus einer nicht allzu fernen Zukunft. Ob dieser Eindruck dem edlen Äußeren oder den inneren Werten des edlen Stücks Hightech geschuldet ist, darüber lässt es sich vortrefflich streiten.

Potente und sparsame Hardware auf Ultrabook- Niveau

Auf der Hardwareseite lässt Sony jedenfalls kaum Wünsche offen: Im Testgerät verrichtet ein potenter Core- i5- Prozessor der aktuellen "Haswell"- Generation mit zwei Kernen und einem Takt von 1,6 Gigahertz seinen Dienst. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf vier, die SSD- Kapazität auf 128 Gigabyte. Wohlgemerkt: bei unserem Testgerät handelte es sich um die rund 1.500 Euro teure Einsteigervariante des neuen Vaio Duo.

Die teuerste 2.000- Euro- Variante schmeichelt dem Benutzer mit einem 1,8 Gigahertz schnellen Core i7- 4500U und doppelt so großem Arbeits- und SSD- Speicher. Aber auch mit der günstigeren Variante kam beim Testen in puncto Performance schon Freude auf. Das Gerät startet rasant, wacht sehr schnell aus dem Stand- by- Modus auf und öffnet Programme und Dateien in kürzester Zeit. Dass es mit seiner Onboard- Grafik (Intel HD 4400) ohne dezidierten Speicher kein potenter Spielerechner ist, war von vornherein klar.

Fantastisches Display mit kräftigen Farben

Eine der größten Stärken des Vaio Duo 13 ist der fantastische 13,3- Zoll- Touchscreen, den die Japaner ihrem Hybriden spendiert haben. Er liefert Full- HD- Auflösung und nimmt dank dünnerem Rahmen kaum mehr Platz ein als das Elf- Zoll- Display des Vorgängers. Die Bildqualität gehört mit zum Besten, das wir in den vergangenen Monaten in einem Tablet oder Laptop gesehen haben.

Dank der hohen Auflösung sind keine hässlichen Treppeneffekte zu erkennen, das Schriftbild ist sauber und klar. Die kräftigen, leuchtenden Farben und die generell exzellente Displayhelligkeit sowie der sehr große Betrachtungswinkel machen Fotos, Videos und das Web auf diesem Bildschirm zu einem Genuss.

Es handelt sich um ein IPS- Display, das Sony zusätzlich mit der hauseigenen Triluminos- Bildschirmtechnologie aufgebohrt hat. Weil es hinter einer Glasplatte sitzt, ist die Bedienung im Freien allerdings mit Schwierigkeiten behaftet. Trotz der sehr guten Bildschirmhelligkeit spiegelt es in direktem Sonnenlicht stark. Das ist aber bei allen Tablets und Hybridgeräten so, durch die hohe Helligkeit ist Sonys Multitalent der Konkurrenz im Freien letztlich sogar einen Schritt voraus. Vernünftig darauf arbeiten lässt es sich im Biergarten oder im Park trotzdem nur im Schatten.

Verhältnismäßig gute Kamera mit Lesefähigkeit

Auch bei der Kamera hat Sony eigenen Angaben zufolge alle Register gezogen. Die Linse ist an der Unterseite des Geräts angebracht und liefert eine Auflösung von acht Megapixeln. Eine Frontkamera mit zwei Megapixeln liefert gute Bildqualität beim Videotelefonieren. Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera eine für Tablet- Verhältnisse sehr gute Bildqualität, bei schlechterem Licht kommt es jedoch – wie bei allen Kameras dieser Größenordnung – schnell zu unschönem Bildrauschen.

Einen richtigen Fotoapparat ersetzt das Gerät also nicht, die Bildqualität der Kamera reicht jedoch durchaus für das Abfotografieren von Dokumenten und kleine Schnappschüsse. Apropos Dokumentfotografie: Sony legt dem Gerät eine App bei, mit der die Kamera recht ansehnliche digitale Versionen abfotografierter Dokumente zustande bringt.

Die Anwendung bietet Bildverbesserungsfunktionen, die der Lesbarkeit dienlich sind, und verfügt über eine OCR- Texterkennung, die bei unserem Vorserien- Testgerät allerdings nur Japanisch sprach. Die endgültige Version für den deutschsprachigen Markt soll freilich auch Deutsch können, heißt es vonseiten Sonys. Einen nützlichen Eindruck für alle Lebenslagen, in denen man ein Dokument unkompliziert auf sein Mobilgerät bringen möchte, hinterließ die Funktion definitiv. Wie es um die Erkennungsleistung der OCR- Software steht, vermögen wir allerdings nicht zu beurteilen.

Durchdachtes Zubehör und viele Funkstandards

Bei der Funkausstattung hat Sony ebenfalls alle Register gezogen. WLAN ist in der aktuellen N- Variante an Bord, Bluetooth funkt bereits in der stromsparenden Version 4.0, über GPS informiert sich das Gerät über seine aktuelle Position und per NFC können Peripheriegeräte angebunden oder Daten mit NFC- fähigen Smartphones abgeglichen werden. Selbst Displays werden über Intels Wireless- Display- Standard kabellos angebunden, wobei das Display den Standard natürlich ebenfalls beherrschen sollte. Je nach Variante bringt das Vaio Duo 13 sogar einen SIM- Einschub mit und greift über LTE an jedem Ort auf das Internet zu.

Sony spendiert seinem neuen Top- Hybriden zwei USB 3.0- Anschlüsse, einen Kopfhörer- und einen HDMI- Anschluss. Ethernet und der bei Beamern immer noch sehr verbreitete VGA- Anschluss fehlen – auf den ersten Blick. Tatsächlich hat Sony nämlich tief in die Trickkiste gegriffen und den Ethernet- Port in ein Zusatzmodul des Netzteils ausgelagert, das als WLAN- Hotspot die Internetverbindung an bis zu zehn Geräte weitergibt. Das Modul wird einfach an einen USB- Port direkt am Netzteil angeschlossen. Wird es nicht gebraucht, können über den Port Handys oder sonstige Mobilgeräte geladen werden. Ein Adapter von HDMI auf VGA liegt dem Vaio Duo 13 ebenfalls bei.

Nützlicher Stylus mit praktischen Funktionen

Im Lieferumfang befindet sich auch ein druckempfindlicher Stylus, der an der Seite des Geräts mittels magnetischer Halterung befestigt werden kann. Wird der Stift gezogen, öffnet sich automatisch ein Notizprogramm – welches, das darf der User bestimmen. Das spart Arbeit, wenn man schnell Notizen machen möchte, nervt aber, wenn man den Stift im gerade geöffneten Programm nutzen möchte und durch den Griff zum Stylus plötzlich in die Notiz- App wechselt.

Die Stifteingabe hat Sony sauber implementiert. Eine hauseigene Notiz- App liegt dem Gerät bei, zusätzlich dient der Stift als Bildbearbeitungs- und Screenshot- Tool. Powerpoint- Folien können direkt während der Präsentation um Notizen erweitert werden. Besonders das Screenshot- Tool hat uns im Test gefallen. Es können einzelne Elemente aus Bildern ausgeschnitten und durch einen Softwarealgorithmus, der recht gute Arbeit leistet, automatisch freigestellt und in Dokumente eingefügt werden. Einzig die Tatsache, dass sich der Stift nicht im Gehäuse versenken lässt, sondern – ähnlich wie bei Microsofts Surface Pro – seitlich absteht, wird nicht bei jedermann auf Gegenliebe stoßen.

Edles Chassis aus Carbon und Aluminium

Die Verarbeitung des Verwandlungskünstlers vermutlich schon. Das Gerät verfügt über ein Carbon- Chassis mit Alu- Elementen. Die Folge: Es ist mit 1,34 Kilo für seine Größe erstaunlich leicht. Aus Aluminium sind dabei die hintergrundbeleuchtete Tastatur, deren Tasten bauartbedingt recht flach ausfallen, und das Scharnier für den Schiebemechanismus, das im Tablet- Modus zwischen Display und Tastatur- Unterteil verschwindet.

Im Tastatur- Unterteil befindet sich auch ein recht klein geratenes Multi- Touchpad, das den Trackpoint des Vorgängers ersetzt. Es erfüllt seinen Zweck, letztlich ist aber der Touchscreen als Eingabevariante vorzuziehen. Das Touchpad kommt nur dann zum Einsatz, wenn im Desktop- Modus exakte Eingaben vonnöten sind.

Insgesamt hinterließen bei uns sowohl Verarbeitungsqualität als auch Design einen guten Eindruck. Das Gehäuse verzieht sich nicht und knarzt nicht, es gibt keine Spalten. Optisch erinnert das Vaio Duo 13 im Tablet- Modus ein wenig an Sonys aktuelle Android- Garde, die ebenfalls über eine Glasfront verfügt. Das Design ist letztlich Geschmackssache, auf den Tester jedenfalls macht es einen eleganten und futuristischen Eindruck.

Klappmechanismus als Sorgenkind

Der Klappmechanismus, der das Gerät vom Tablet zum Notebook wandelt, wirkt auf den ersten Blick zwar nicht so stabil wie bei herkömmlichen Notebooks, ist aber aus Alu gefertigt und dürfte demnach durchaus langlebig sein. Einen weniger langlebigen Eindruck machen zwei kleine Häkchen an der Tastaturbasis, die das Display im aufgeklappten Zustand in Position halten.

Im Test griffen diese Häkchen gelegentlich nicht in die Gegenstücke an der Unterseite des Displays, weshalb das Display dann leicht wackelte. Wie es letztlich um die Langlebigkeit des Schiebemechanismus bestellt ist, vermögen wir wegen des kurzen Testzeitraumes nicht zu beurteilen. Vonseiten Sonys heißt es, dass die Mechanismen intensiven Belastungstests standhalten müssten und demnach sehr haltbar seien. Abseits des Klappmechanismus liegt das Gerät – auch dank der Materialwahl – angenehm und gut in der Hand und macht einen robusten Eindruck.

Fazit: Futuristischer Alleskönner zum stolzen Preis

Sonys neuester Windows- 8-Streich bietet starke, sparsame Hardware und futuristisches Design. Insbesondere das tolle Display hat uns sehr gut gefallen, und auch die Akkulaufzeit überzeugt. Bis zu 15 Stunden sind laut Sony drin, einen Akku- Härtetest konnten wir wegen des kurzen Testzeitraums nicht durchführen. Mit seinen inneren Werten braucht sich das Gerät nicht vor Ultrabooks zu verstecken, einzig das bei Laptops vorhandene, aufklappbare Display fehlt. Der Bildschirm des Vaio Duo 13 verharrt im aufgeschobenen Zustand nämlich stets in derselben Position, was uns in der Praxis aber nicht gestört hat.

Wer einen ausdauernden und schnellen mobilen Begleiter für Beruf oder Uni sucht, der könnte mit dem Multitalent durchaus glücklich werden – wäre da nicht der doch recht hohe Preis. Mit rund 1.500 für die günstige und 2.000 Euro für die teurere Version ist das Vaio Duo 13 nämlich alles andere als ein Schnäppchen.

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