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03.12.2016 - 07:54
Foto: Apple

Frischer Look: So fühlt sich Apples neues iOS 7 an

19.09.2013, 10:22
Das Warten hat ein Ende: Seit Mittwochabend steht das Update auf die neueste Version 7 von Apples mobilem Betriebssystems iOS zum Download bereit. Welche Neuerungen die generalüberholte Plattform mit sich bringt, hatte der kalifornische Konzern bereits im Vorfeld verraten. Wie es sich hingegen anfühlt, blieb bis zuletzt ein Geheimnis. krone.at hat die bunte Oberfläche unter die Lupe genommen.

Eine "völlig neu designte" und "atemberaubende Benutzeroberfläche" sowie "über 200 neue Funktionen " soll iOS7 dem Nutzer bieten. "Es ist, als ob man ein brandneues Gerät erhält, das aber den Nutzern auf Anhieb vertraut sein wird", versprach Apple- Manager Craig Federighi im Vorfeld der Veröffentlichung. Ganz so einfach fällt der Umstieg dann aber doch nicht.

Zunächst besticht iOS7 jedoch durch seine neue Farbgebung. Vorbei sind die Zeiten des Skeuomorphismus  mit seinen natürlichen Objekten nachempfundenen Icon- Oberflächen. Unter der Federführung von Jonathan Ive, der bislang ausschließlich für das Design der Hardware verantwortlich zeichnete und nun erstmals auch Einfluss auf die Gestaltung der Software nahm, verpasste Apple seinem neuen iOS einen helleren und zugleich bunteren Anstrich.

Eine Frage des Geschmacks

Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen streiten, und so bleibt es jedem selbst überlassen, ob er den neuen Look nun mag oder nicht. Uns gefällt die aufgeräumtere und insgesamt freundlichere Optik deutlich besser als jene früherer Versionen, allerdings wirkt sie stellenweise nach wie vor inhomogen. Wir vermissen eine klare, eindeutige Designsprache, wie sie beispielsweise Microsoft mit seinem Windows Phone bietet. Hier hätte sich Apple ruhig mehr trauen können und insbesondere den konservativen Homescreen radikaler überarbeiten sollen.

Umdenken nötig

Unverständlich ist, dass der Konzern zum Teil gewohnte "Bewegungsmuster" über den Haufen wirft. Wer bislang etwa Mails aus seinem Postfach löschen wollte, der tat dies mit einer Wischbewegung nach rechts. Mit iOS 7 verhält es sich genau umgekehrt: Hier führt ein Wisch nach links zum Ziel. Zudem fällt eher negativ auf, dass bestimmte Schaltflächen nun sehr klein sind, beispielsweise das "X"- Symbol zum Schließen eines Browsertabs in Apples Safari.

Unterm Strich weiß die neue Benutzeroberfläche mit ihrer verbesserten Übersichtlichkeit jedoch zu gefallen. Beispiel Safari: Der Apple- Browser verfügt nun wie viele andere Browser auch endlich über ein intelligentes Suchfeld und nimmt weniger Platz ein, um den Blick auf die Web- Inhalte freizugeben. Geöffnete Tabs werden wie in einem Karteikasten übersichtlich übereinander gestapelt dargestellt. Auch die Fotos- und Musik- Anwendung stimmen mit ihren neuen Möglichkeiten der Sortierung versöhnlich. Und dass sich in Ordnern mehrere Seiten zum Durchwischen anlegen lassen, war angesichts der bisher geltenden Limitierung längst überfällig.

Praktische Neuerungen

Die sicherlich praktischste neue Funktion ist jedoch das neue Kontrollzentrum, das mit einem Wisch von unten nach oben den schnellen Zugriff auf wichtige Einstellungen wie WLAN- und Bluetooth- Verbindung oder etwa Bildschirmhelligkeit erlaubt. Bislang war dafür der eher umständliche Umweg über die Einstellungen zu wählen. Ebenfalls sinnvoll: Die Nachrichtenzentrale ist nun über den Sperrbildschirm erreichbar. Die neue Today- Funktion fasst hier auf einen Blick den Tag mit all seinen Terminen und Veranstaltungen zusammen und bietet überdies Infos zu etwa Wetter oder Verkehr.

Ebenfalls ein großes Plus: iOS 7 bringt verbessertes Multitasking. So laden Online- Videos beispielsweise selbst dann weiter, wenn man das Browserfenster wechselt, und Anwendungen werden im Hintergrund automatisch aktualisiert. Ein Doppelklick auf den Home- Button fördert in einer Art Cover Flow die gerade aktiven Apps zu Tage. Um sie zu schließen, genügt es, sie mit einem Wisch nach oben aus dem Bildschirm zu schubsen. Nach unten wäre für uns allerdings intuitiver gewesen.

Siri jetzt auch männlich, Fotos quadratisch

Aufgebohrt wurde zudem der persönliche Sprachassistent Siri. Er bekommt nun auch eine männliche Stimme für die Sprachen Englisch, Französisch und Deutsch. Zudem sucht Siri neuerdings in deutlich mehr Quellen nach Antworten, darunter Twitter, Wikipedia und Microsofts Suchmaschine Bing. Dass die Kamera hingegen auf Wunsch nun auch quadratische Fotos schießt und diese anschließend mit einigen wenigen Foto- Filtern veredelt, ist eher entbehrlich, hier bieten andere Apps aus dem Store bereits deutlich mehr Funktionsumfang. Gleiches gilt für neue Klingeltöne, Alarm- und Warnmeldungen sowie Systemklänge.

Nicht zu uns nach Österreich mit iOS 7 geschafft hat es leider der neue kostenlose Internetradio- Dienst iTunes Radio. Er steht bislang nur Nutzern in den USA zur Verfügung. Die bereits vom Mac- Betriebssystem OS X bekannte AirDrop- Technologie zum einfachen Austausch von Dateien zwischen Apple- Nutzern in der näheren Umgebung bleibt indes Nutzern der aktuellsten Mobilgeräte vorbehalten. Konkret sind dies das iPhone 5, 5S und 5C, das iPad 4, der iPod Touch der fünften Generation sowie das iPad mini.

Fazit: Ein bisschen mutiger hätte Apple bei der optischen Überarbeitung seines neuen mobilen Betriebssystems schon sein können. Der hellere, buntere und freundlichere Look mit seiner verbesserten Übersichtlichkeit, die dem Wesentlichen mehr Platz einräumt, steht der Plattform aber sichtlich besser. Manches ist anfangs gewöhnungsbedürftig, hier braucht es wohl Zeit, um sich besser zurechtzufinden. In Sachen Funktionen liefert Apple nun endlich lange vermisste Features nach, die viele Handgriffe verkürzen und beschleunigen. Die große und im Vorfeld versprochene "Revolution" stellt iOS 7 aber nicht dar, stattdessen bessert Apple an vielen kleinen, aber dennoch wichtigen Stellen nach.

19.09.2013, 10:22
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