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30.05.2017 - 13:19
Foto: EPA

Französische NGOs verklagen Samsung wegen Kinderarbeit

26.02.2013, 14:55
Wegen der Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken haben drei Nichtregierungsorganisationen in Frankreich Klage gegen den südkoreanischen Technologiekonzern Samsung eingereicht. Die französischen Organisationen werfen Samsung in der in Bobigny bei Paris eingereichten Klage "irreführende Geschäftspraktiken" vor, wie sie mitteilten. Demnach werden in den Fabriken, in denen Samsung produzieren lässt, von dem Konzern eingegangene ethische Selbstverpflichtungen verletzt, insbesondere bei Kinderarbeit und den Sicherheitsstandards.

Die Organisationen Peuples Solidaires, Sherpa und Indecosa- CGT stützen sich bei ihren Vorwürfen auf Angaben der in New York ansässigen Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch (siehe Infobox). Während Samsung in seinem Ethikcode zusage, niemanden unter dem gesetzlichen Mindestalter einzustellen, seien in einer für den Konzern produzierenden Fabrik in China zehn Kinder unter 16 Jahren beim Arbeiten angetroffen worden. Häufig müssten in Fabriken zudem unbezahlte Überstünden geleistet werden.

Klage einmalig in der Geschichte der französischen Justiz

Nach Angaben der drei Nichtregierungsorganisationen ist ihre Klage gegen Samsung in Frankreich "beispiellos". Noch nie habe sich die französische Justiz mit der Frage befassen müssen, ob die Nichteinhaltung von selbst aufgestellten ethischen Standards strafrechtlich belangt werden könne. Mit der Klage wollten die Organisationen dagegen vorgehen, dass ethische Selbstverpflichtungen zu reinen Marketingzwecken aufgestellt und dann nicht eingehalten würden.

Zuletzt hatte der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn für Schlagzeilen gesorgt. Das Unternehmen musste einräumen, in einem Werk im Osten Chinas Minderjährige (siehe Infobox) beschäftigt zu haben. Foxconn beschäftigt allein in China mehr als 1,4 Millionen Menschen und produziert fast vierzig Prozent aller weltweit erhältlichen Unterhaltungselektronik. Das Unternehmen zählt neben Samsung auch Unternehmen wie Sony, Nintendo, Dell, HP oder Apple zu seinen Kunden.

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26.02.2013, 14:55
AG/red
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